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Sonntag, 2004-05-23

Schiesser zurück im Ring

Erfolge für Mario Schiesser und Ali Yildirim Berlin

In der Universal Hall in Berlin gab am Samstagabend der ehemalige Deutsche und Internationale Deutsche Meister im Schwergewicht, Mario Schiesser, nach einer Ringabstinenz von über 14 Monaten, sein Comeback. In einem weiteren Hauptkampf des Abends traf Lokalmatador Ali Yildirim auf den Tschechen Gabriel Botos.
Mario Schiesser bekam es allerdings zunächst in einem auf vier Runden angesetzten Aufeinandertreffen mit Vladislav Druso zu tun. Der Deutsche war von der Physis her klar überlegen, hatte aber zunächst einige Probleme, seinen tschechischen Kontrahenten zu stellen. In der vierten Runde traf der 38-jährige Berliner seinen Gegner erstmals wirklich schwer, so dass sich bei diesem ein Cut über dem Auge öffnete. Der Lokalmatador setzte nach und brachte Druso in schwere Bedrängnis, konnte jedoch keinen vorzeitigen Erfolg erzwingen. Am Ende feierte Mario Schiesser mit dem einstimmigen Punktsieg seinen 39. Erfolg im 48. Profifight. An die Form früherer Tage konnte der Berliner noch nicht wieder heranreichen.
Im Halbschwergewicht besiegte Ali Yildirim seinen Widersacher Gabriel Botos durch technischen K.o. in der zweiten Runde eindrucksvoll. Von Beginn an zeigte der in der Türkei geborene Athlet die nötige Aggressivität und schickte seinen Gegner bereits in der ersten Runde mit seiner starken Rechten zweimal in den Ringstaub. Auch in der zweiten Runde setzte der in Berlin lebende Boxer nach. Nach 1 Minute und 25 Sekunden brachte der 31-Jährige seinen Kontrahenten Botos erneut in schwere Bedrängnis, so dass die Ringecke des Tschechen das Handtuch warf. Das offizielle Urteil lautete: Sieger durch technischen K.o. in der zweiten Runde Ali Yildirim.
Auch Mario Stein aus Erfurt kehrte nach zwei Niederlagen in Folge wieder ins Seilgeviert zurück. Im Schwergewicht traf er auf den Chemnitzer Frank Böhme, der zuvor zuletzt im April des Jahres 2000 im Ring stand, und erboxte nach nur 2:34 Minuten der zweiten Runde einen technischen K.o.-Sieg. Im Cruisergewicht überzeugte Serdar Akova gegen Pavel Zima. Der 25-Jährige schickte seinen tschechischen Gegner schon in der ersten Runde mit einer krachenden Rechten zu Boden, setzte nach und siegte nach nur 2 Minuten und 8 Sekunden durch technischen K.o.
Einen erneuten Leckerbissen erlebten die etwa 800 Zuschauer beim Kampf zwischen Mirko Penz aus Torgau und dem Berliner Muzaffer "Mike" Tosun. In dem Halb-Weltergewichtsfight kam es in Runde drei zum offenen Schlagabtausch. Ein linker Leberhaken führte dazu, dass Penz angezählt werden musste. Ein erneuter schwerer Haken von Tosun führte dann in der fünften Runde zum technischen K.o.-Sieg des Berliners. Zuvor hatte Andre Mewis im Halbschwergewicht Vaclav Hasa durch technischen K.o. in der vierten Runde bezwungen. Dabei hatte der 31-Jährige in der zweiten Runde einen schweren Wirkungstreffer hinnehmen müssen, nachdem er kurzzeitig unaufmerksam war. Am Ende war der Erfolg eindeutig. Die Ringecke von Hasa hatte das Handtuch geworfen und damit die Aufgabe des klar unterlegenen Athleten signalisiert.
Nicht hochklassig, aber äußerst abwechslungsreich und dramatisch ging es im Schwergewichtsfight zwischen dem Kasseler Öczan Cetinkaya und Marco Heinichen aus Berlin zu. Cetinkaya, der sein Profidebüt gab, überraschte mit seinen linken Haken und seiner Kondition und sorgte mit einem einstimmigen Punktsieg für die Überraschung des Abends. Im Super-Mittelgewicht erzielte der Greifswalder Sebastian Sylvester einen vorzeitigen Erfolg gegen Petr Rykala. Der erst 22-Jährige dominierte mit seiner linken Führhand und starken rechten Geraden das Geschehen und gewann durch technischen K.o. in der dritten Runde.