Deutsch English
08.12.2016
Top-Thema

Kölling vs. Liebenberg II

Berliner bittet Südafrikaner am 4. Februar zum Rematch in Südafrika!

Perfekte K.o.-Nacht!

Feigenbutz, Bauer und Pulev feiern klare Siege am Samstag!

Top-Video
Video ansehen

 

 

NEWS
Montag, 2009-06-01

Sauerland-Statement zu Chagaev-Absage

Nikolai Valuev und Ruslan Chagaev (Fotos: SE)

Professor Walter Wagner: Finnen haben korrekt gehandelt

Nach der Absage der Schwergewichts-WM zwischen Nikolai Valuev und Ruslan Chagaev hat Valuev-Manager Wilfried Sauerland die von der Universum-Seite erhobenen Vorwürfe als völlig haltlos bezeichnet und als unbegründet zurückgewiesen.

 

"In einem Gespräch zwischen Universum, dem finnischen Verband und Sauerland Event am Donnerstag letzter Woche hatten wir uns geeinigt, dass der Kampf stattfinden würde, wenn die Untersuchung in Finnland die Werte des deutschen Tests bestätigen würden", sagte der Manager nach seiner Abreise aus Helsinki. "Das war aber nicht der Fall."

 

Dass man Helsinki als Austragungsort bewusst gewählt habe, um den Kampf nicht stattfinden zu lassen, weist Sauerland-Geschäftsführer Chris Meyer energisch zurück: "Diese Unterstellungen sind absurd. Wir haben von unseren Partnern in Finnland schon vor Monaten ein sehr gutes Angebot für diese Schwergewichts-WM bekommen. Ohne die Garantiesummen hätten wir die Versteigerung in dieser Höhe gar nicht gewinnen können."

Im Blutwertetest der Universitätsklinik Helsinki wurde Chagaev positiv auf Hepatitis getestet. Im Gutachten wurde die Ansteckungsgefahr als "gering, aber nicht völlig auszuschließen" bezeichnet.

 

Auch der Chefarzt des Bundes Deutscher Berufsboxer, Professor Walter Wagner aus Bayreuth, sieht das Handeln der finnischen Funktionäre als korrekt an. Nachdem er in verschiedenen Medien zitiert worden war, dass der Kampf in Deutschland hätte stattfinden können, ergänzt der renommierte Ringarzt diese Aussagen: "Dass der Kampf in Deutschland hätte stattfinden können, ist richtig. Weltweit gibt es aber keine einheitlichen Richtlinien. Außerhalb Deutschlands hätte dieser Kampf mit den Werten von Chagaev wohl in keinem anderen Land stattgefunden - in den USA, England oder Italien zum Beispiel auf keinen Fall. Das Risiko einer Ansteckung bei Chagaev geht zwar gegen Null - aber es ist nicht Null."

 

Er fährt fort: "Nach den Vorgaben des Instituts für medizinische Diagnostik Berlin entspricht der finnische Befund in Deutschland der Rubrik ´nachweisbar in der untersten Kategorie´. Das heißt, das Risiko ist sehr gering, aber es besteht. Die Finnen haben nach ihren medizinischen Standards bei diesem Laborbefund Chagaevs korrekt gehandelt."