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Donnerstag, 2006-09-07

Sauerland managt Ruiz

"Wachsende Bedeutung Deutschlands im US-Boxgeschäft"

Ein namhafter Schwergewichtler wird künftig das Sauerland-Team verstärken:

John Ruiz
John "The Quiet Man" Ruiz hat einen Managervertrag mit Wilfried Sauerland unterschrieben. Der US-Amerikaner hatte den Kontakt mit Sauerland aufgenommen und ihn gebeten, die Manageraufgaben für ihn zu übernehmen.

Wilfried Sauerland freut sich auf den neuen Mann im Team
"Für mich ist das natürlich eine große Verpflichtung, von einem mehrmaligen Weltmeister im Schwergewicht dieses Angebot zu bekommen", erklärt Sauerland dazu. "Und ich werde versuchen, dem gerecht zu werden." Das Angebot des 34-Jährigen zeige aber auch die wachsende Bedeutung auf, die Deutschland im Boxgeschäft der USA eingenommen habe. "Wir sind ein Unternehmen, das global operiert." Wilfried Sauerland wird künftig die Nachfolge von Ruiz´ bisherigem Manager Norman Stone übernehmen und den Ex-Weltmeister gemeinsam mit Co-Manager Anthony Cardinale betreuen. Als Promoter hingegen vertritt nach wie vor Don King den in Puerto Rico geborenen "Quit Man".

John Ruiz
Auf Ruiz war King 1998 nach dessem K.o.-Sieg gegen den früheren WBA-Weltmeister Tony Tucker aufmerksam geworden.
Vor sechs Jahren stand Ruiz weltweit im Rampenlicht – im Kampf gegen Evander Holyfield um den vakanten WBA-Titel unterlag er am 12. August 2000 nach Punkten. Holyfield war somit der erste Boxer, der vierfacher Schwergewichtsweltmeister wurde. Da der Sieg jedoch nicht unumstritten war, kam es am 3. März 2001 zu einem Rückkampf, den diesmal Ruiz nach Punkten für sich entschied. Nach seiner Niederlage gegen James Toney im April vergangenen Jahres trat er zurück. Als sich jedoch herausstellte, dass Toney gedopt war und der Kampf somit annulliert wurde, trat Ruiz vom Rücktritt zurück.
Seine letzte Titelverteidigung absolvierte "The Quiet Man" am 18. Dezember 2005 in der Berliner Max-Schmeling-Halle, wo er seinen Titel nach einer Punktniederlage an Nikolai Valuev abgeben musste. Eine kuriose Szene begleitete damals die Ehrung des Siegers: Ruiz` Manager Norman Stone hatte dem "Russischen Riesen" den WM-Gürtel von der Schulter gerissen, ihn dem Publikum präsentiert und erst nach einer Keilerei mit Valuev-Betreuer Hagen Sevecke wieder hergegeben. Durch dieses Verhalten, so sagte Ruiz bereits damals, sei seinem Team ein irreparabler Schaden entstanden.
Ruiz kann in 49 Profikämpfen auf 41 Siege (28 K.o.’s), sechs Niederlagen, ein Unentschieden und einen Kampf ohne Wertung verweisen.