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Freitag, 2003-03-28

Sanders nicht einverstanden

Corrie Sanders nimmt die Hilfe von Rechtsanwalt Judd Burstein in Anspruch

Der WBO-Weltmeister im Schwergewicht, Corrie Sanders aus Südafrika, ist nicht mit den jüngsten Entscheidungen des Weltverbandes WBO einverstanden. Nach seinem überraschenden Erfolg am 8. März gegen Wladimir Klitschko soll der Champion aus Südafrika jetzt als nächstes eine Pflichtverteidigung bestreiten.
Dass der Weltverband so schnell eine Pflichtverteidigung des Titels anordnet, ist eigentlich in der Praxis eher ungewöhnlich, wenn auch vom Regelwerk her durchaus legitim. Der Weltranglistenerste der WBO im Super-Mittelgewicht, Freeman Barr von den Bahamas, wartet zum Beispiel als Weltranglistenerster beim Weltverband WBO schon seit April 2001 auf seine Titelchance gegen Joe Calzaghe.
Zum Unmut führte aber auch, dass sich die Organisation entschlossen hat, ausgerechnet am Freitag (28.3.) die Kampfversteigerung durchzuführen. Dabei ist als Gegner nicht die Nummer eins der Weltrangliste, David Tua, sondern der an Position zwei geführte Amerikaner Lamon Brewster (29 Siege, 2 Niederlagen) vorgesehen.
Einen Tag später, am Samstag, steigt nämlich David Tua in Philadelphia gegen Hasim Rahman in den Ring. Der neuseeländische Schwergewichtler wurde aber bisher in den Planungen der WBO völlig ignoriert. Der Weltverband begründete dieses Verhalten damit, dass Tua im Falle einer Niederlage gegen Rahman in der WBO-Weltrangliste zurückfallen würde. Sollte er gewinnen, würde er angeblich nicht schnell genug für ein Aufeinandertreffen gegen Corrie Sanders zur Verfügung stehen.
Deshalb hat der 37-jährige Sanders jetzt Anwalt Judd Burstein eingeschaltet. Dieser soll prüfen, ob das Verhalten der World Boxing Organization rechtswidrig ist und den Vorgang der Kampfversteigerung erst einmal bremsen. Im Auftrag des WBO-Champions Sanders hat sich Burrstein bereits per Fax an die WBO gewendet und seine Zweifel an der Vorgehensweise bekräftigt. Das Team rund um David Tua hatte parallel sogar Senator John McCain kontaktiert und um Hilfe gebeten.