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Donnerstag, 2005-12-15

Sandell in Berlin

Ali-Gegnerin gibt sich siegessicher


Lennox Blackmore und Åsa Maria Sandell
Åsa Maria Sandell ist in Berlin gelandet. Die Schwedin zeigte sich im Rahmen der Pressekonferenz Valuev-Ruiz im Berliner ProArte-Hotel. "Ich bin bestens vorbereitet. Heute Nachmittag werde ich mit Trainer Lennox Blackmore noch einmal trainieren. Dann sollte alles stimmen", so die Malmöerin. Ihr Trainer Blackmore kennt sich in der Stadt bestens aus. Vor einem Jahr gehörte er unter Emanuel Steward zum Team des Halb-Weltergewichtlers Vivian Harris, der seinen Titel gegen den Berliner Oktay Urkal verteidigte.
In ihrer Heimat Schweden, wo das Profiboxen per Gesetz verboten ist, arbeitete die 38 Jahre alte Sandell früher als Kultur-Redakteurin für die Zeitschrift "Helsingborgs Dagblad". Doch der schöngeistige Nebenjob der Amateur-Europameisterin täuscht - seit Mai letzten Jahres verdient Sandell ihre Brötchen nur noch boxend. Ganze 5 Kämpfe hat sie seit ihrem Umzug nach Amerika absolviert. Nach drei Siegen (2 K.O.) und einem Unentschieden verlor sie zuletzt gegen die US-Amerikanerin Laura Ramsey nach Punkten.
Diese Scharte will sie bei ihrem ersten Europaeinsatz als Box-Profi am 17.
Dezember in Berlin auswetzen. "Laila Ali ist meine Traumgegnerin. Mein erster Gedanke war: Gott, was für eine großartige Gelegenheit! Wir sind beide technisch versierte Boxerinnen, und wenn ich alles gebe, kann ich Sie schlagen." Ein Sieg über die Tochter von Muhammad Ali würde Sandell zum zweiten schwedischen Box-Champion seit dem Schwergewichtler Ingemar Johansson machen. Allerdings ist die Amerikanerin in der deutschen Hauptstadt klar favorisiert – die Weltmeisterin kommt mit der makellosen Bilanz von 21 Siegen in 21 Kämpfen (18 K.O.) nach Berlin.
Auf Laila Ali trifft Sandell am Donnerstag den 15. Dezember um 13 Uhr im Berliner Hotel Maritim.

Muhammad Ali und seine Tochter Laila
Ursprünglich sollte Laila Ali in der Max-Schmeling-Halle auf die Ukrainerin Anzhelika Torska treffen. Doch die 28 Jahre alte Rechtsauslegerin musste nach einer Ellbogenverletzung passen.
Laila Ali wird in Berlin direkt vor dem WM-Kampf im Schwergewicht zwischen Champion John Ruiz (USA) und dem "Russischen Riesen Nikolai Valuev antreten (22.10 Uhr, live im Ersten). Bei beiden Kämpfen wird ihr Vater Muhammad Ali am Ring sitzen, der am gleichen Abend in Berlin als erster Sportler die Otto-Hahn-Friedensmedaille der Vereinten Nationen erhält.