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Mittwoch, 2007-12-05

Sanavia und Häußler topfit

Vor der EM in Basel: Beide Kontrahenten strahlen Optimismus aus

Am 8. Dezember kommt es in Basel zum Aufeinandertreffen zwischen dem Europameister Cristian Sanavia und dem 32-jährigen Danilo Häußler. Beide Kontrahenten standen sich schon einmal im Juli 2005 gegenüber. Damals musste sich der frühere WBC-Weltmeister aus Italien in Nürnberg knapp nach Punkten geschlagen geben. Viele schrieben den Rechtsausleger nach der Niederlage ab. Doch Sanavia meldete sich zurück, verbuchte in der Folge vier Siege und gewann anschließend den EM-Titel im Super-Mittelgewicht gegen den Russen David Gogiya.

Cristian Sanavia (l.) stand Danilo Häußler (r.) schon im Juli 2005 gegenüber
"Um ehrlich zu sein, waren die zwei Jahre nach der Niederlage gegen Häußler nicht die besten meiner Karriere. Doch obwohl ich nicht auf meinem höchsten Niveau gekämpft habe, war es möglich, Europameister zu werden. Das gibt mir eine Menge Sicherheit", blickt Sanavia, der 40 seiner 43 Profikämpfe gewann, zurück. Er fragt selbstbewusst: "Was wird erst möglich sein, wenn ich mich - so wie jetzt - richtig konzentriert in Piove di Sacco vorbereitet habe?"
Nachdem sein Vertrag mit dem italienischen Promoter OPI 2000 während des Jahres auslief, kehrte der Italiener gewissermaßen zu alten Wurzeln zurück. "Ich fühlte irgendwie, dass ich einen Neuanfang brauche. Deshalb ging ich wieder zu meinem früheren Trainer Gino Freo, der mich bereits zu Beginn meiner Profilaufbahn betreute und unter dessen Regie ich auch schon Europameister im Mittelgewicht geworden war. Bei ihm fühle ich mich richtig gut", sagt Sanavia.
Der EM-Fight gegen Häußler soll für Sanavia nur ein Zwischenschritt zu einer erneuten WM-Chance sein. "Das ist mein Ziel, definitiv! Ich will wieder in der absoluten Weltspitze mitmischen. Für einen WM-Kampf könnte ich mir sogar vorstellen, wieder zurück ins niedrigere Mittelgewicht zu wechseln", erzählt er. Obwohl er den Herausforderer als "beständig, mental stark und furchtlos" einschätzt, gibt es über den Ausgang des Kampfes für ihn keinen Zweifel: "Ich werde gewinnen, das garantiere ich."
Doch an Selbstbewusstsein mangelt es auch seinem Kontrahenten nicht. Der Schützling von Trainer Manfred Wolke, der bereits sieben erfolgreiche EM-Kämpfe bestritt, gibt sich gelassen. "Ich freue mich auf die Möglichkeit, wieder Europameister zu werden. Man wird reifer und erfahrener, deshalb verspüre ich kaum Druck vor dem Kampf. Ich habe mich sehr gut vorbereitet und bin konditionell topfit", sagt Danilo Häußler, der den Ring in 32 Profikämpfen 29-mal als Sieger verlies.

Danilo Häußler (l.) will Cristian Sanavia (r.) noch einmal besiegen (Fotos: SE)
Konzentriert trainierte er für den anstehenden Kampf. "Der Hauptteil der Vorbereitung fand in Frankfurt (Oder) statt. Zwischendurch waren wir für eine Woche in Wustrow an der Ostsee, das brachte Abwechslung und machte den Kopf frei", so der 32-Jährige. Ein Bestandteil des Trainings war auch die Auswertung von Sparring-Videos. "Wenn man sich selbst beim Training sieht, lassen sich die Fehler am leichtesten ausmerzen. Ich kann mir schneller vorstellen, was noch besser werden muss", sagt Häußler.
"Ich weiß, dass bei mir die Disziplin entscheidend ist", ergänzt er. Deshalb soll die akribische Arbeit mit seinem Trainer das richtige Rezept für den zweiten Erfolg über Cristian Sanavia sein. Dass Manfred Wolke dabei fast permanent während der Sparrings auf seinen Schützling einredet, Kritik übt und korrigiert, begrüßt Häußler sogar. "Endlich kommt der Trainer mal wieder so richtig aus sich heraus. Das hat er schon seit Jahren nicht mehr gemacht. Doch es zeigt mir, wie sehr er hinter mir steht", so Häußler.