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Dienstag, 2003-03-18

Samstag: Ward gegen Gatti

Am Samstag findet das Rematch des Fights Micky Ward gegen Arturo Gatti statt

Uncasville (USA) am 18. Mai dieses Jahres: Das begeisternde Aufeinandertreffen über zehn Runden zwischen Micky Ward und Arturo Gatti ist zu Ende. In der mit über 6.000 Zuschauern besetzten Mohegan Sun Arena bezwang der damals 36-jährige Ward den Kanadier Arturo Gatti nach Punkten. Die Auswertung der Punktrichterstimmen ergab mit 94:94, 94:93 und 95:93 einen äußerst knappen Sieg für den Amerikaner Ward.
Es war eine wahre "Ringschlacht", in der der Sieger bereits in der ersten Runde nach einem linken Haken Gattis einen Cut erlitt. Ab der dritten Runde wurde der Kampf zu einem offenen Schlagabtausch zwischen beiden Kontrahenten. In Runde neun schickte Ward den Kanadier mit einem linken Körperhaken zu Boden. Dieser Niederschlag dürfte letztendlich für das knappe Urteil mit entscheidend gewesen sein. Trotzdem war das Urteil umstritten, denn Gatti war nach dem Niederschlag in der Schlussrunde noch einmal enorm aufgekommen.
Am nächsten Samstag gibt es nun den Rückkampf der beiden Kontrahenten. In der Boardwalk Hall von Atlantic City im US-Bundesstaat New Jersey kommt es zum von den Boxfans herbeigesehnten Rematch der beiden Widersacher. Das äußerst knappe Ergebnis in der ersten Auseinandersetzung dürfte dabei für Arturo "Thunder" Gatti sicherlich Motivation genug sein, um sich noch besser auf das Ringgefecht vorzubereiten, als dies vor dem ersten Fight der Fall war.
"Ich werde den Kampf dieses Mal gewinnen. Dieses Mal werde ich noch besser vorbereitet sein", äußerte sich der 30-jährige Kanadier sehr optimistisch im Vorfeld des Rückkampfes. Dabei zollte er sich und seinem Gegner Micky durchaus Respekt. "Wir beide legen so viel von uns in diese Kämpfe. Er kämpft so ähnlich, wie ich. Wir werden beide fighten, bis uns jemand stoppt", sagte der Bruder von Joe Gatti, der im August Sven Ottke im Kampf um den IBF-Titel im Super-Mittelgewicht unterlag.
Für den kanadischen Halb-Weltergewichtler ist das Boxen nicht einfach nur ein Sport. "Ich würde für das Boxen sterben. Ich liebe den Sport so sehr. Jedes Mal wenn ich in den Ring steige, ist dies der bequemste Platz der Welt für mich", beschreibt der 30-Jährige sein besonderes Verhältnis zur Sportart. Gegen Micky Ward soll dabei aber auch ein Erfolg herauskommen und den Weg für weitere Ziele des Boxprofis ebnen. "Ich bin vorbereitet und mein Körper ist stärker, als im ersten Duell. Ich werde gewinnen und dann will ich Tszyu, um Weltmeister zu werden", äußerte sich der ehemalige IBF-Champion im Super-Federgewicht zu seinen Zukunftsplänen.
Dies wiederum will sein Widersacher Ward zu verhindern wissen. In der verbissenen Ringschlacht im Mai hatte sein Sieg viele Boxexperten überrascht. Doch der 37-Jährige meint, die Stärken und Schwächen seines Kontrahenten zu kennen. "Um ehrlich zu sein, hat er mich nie wirklich im ersten Kampf verletzt. Aber er ist ein sehr starker Typ. Das heißt nicht, dass er nicht fähig wäre, mich schwer zu treffen. Jedermann ist dazu fähig, dies weiß jeder. Er ist ein physisch sehr starker Boxer. Gatti hat einen harten Punch, aber ich habe eine gute Verteidigung", schätzt der ehemalige Champion der unbedeutenden WBU im Halb-Weltergewicht die Situation vor dem Aufeinandertreffen ein.
Auch Ward will natürlich den Sieg im Rematch. Mit 37 Jahren ist allerdings der Pfad zwischen Karriereende oder einem Titelkampf sehr schmal. "Am liebsten würde ich noch mal um eine Weltmeisterschaft bei einem bedeutenden Verband boxen. Ich war zwar Champion der WBU, aber was ist das? Aber in meinem Alter ist es bei allem Respekt vor den Titeln genauso wichtig, einfach glücklich im Leben zu sein", sagte der Halb-Weltergewichtler mit dem Kampfnamen "Irish" vor der mit Spannung erwarteten Auseinandersetzung, die ihm seinen 39. Sieg im 50. Profifight bringen soll.