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Dienstag, 2002-04-30

Rüdiger May "steht auf"

Heute ab 19.00 Uhr zu Gast im boxen.com-Expertenchat: Rüdiger May

Rüdiger May blieb bisher in 36 Profikämpfen 34-mal siegreich und musste erst zwei Niederlagen hinnehmen. Trotzdem hat der Kölner schon sehr bewegte Zeiten im Boxsport hinter sich. Sein Profidebüt gab der heute 27-jährige Schützling von Trainer Ulli Wegner am 26. Februar 1994. In San Jose besiegte er den Amerikaner Fred Simmons nach Punkten.
Danach blieb der in Meerane geborene Bruder von Trainer Torsten May bis zum 2. November 1999 ungeschlagen und konnte sich durch einen Punktsieg die Deutsche Meisterschaft im Leichtschwergewicht gegen Silvio Meinel sichern. Im spanischen Ciudad Real erwischte es dann den gelernten Bürokaufmann zum ersten Mal, er unterlag dem in der Türkei geborenen Turan Bagci nach Punkten.
Unbeeindruckt setzte er allerdings danach seine Siegesserie fort, gewann gegen den Rottweiler Firat Arslan erneut im Kampf um die Deutsche Meisterschaft. Danach erhielt er im Dezember des letzten Jahres die Chance, um den EM-Titel im Leichtschwergewicht zu boxen. Sein Gegner war der Ukrainer Alexander Gurov, der in den Weltranglisten der Weltverbände WBA, IBF und WBO jeweils auf den ersten vier Plätzen rangiert. Rüdiger May unterlag durch technischen K.o. in der vierten Runde.
Doch jetzt greift der 1,96 Meter große Familienvater wieder an. Zunächst besiegte er im März in Frankfurt (Oder) den Tschechen Vladislav Druso. Am Wochenende konnte er in der SachsenARENA in Riesa den tückischen Armenier Vage Kocharyan mit einer guten Leistung einstimmig nach Punkten bezwingen. Dabei zeigte Rüdiger May, für viele überraschend, ein völlig neues Gesicht.
Verblüffend für viele der anwesenden Zuschauer in Riesa war bereits die Einmarschmusik, die laut May bestens auf seine derzeitige Situation zutrifft. "Dieses Lied wurde quasi für mich geschrieben", erzählt May zur Auswahl des Songs. "Steh auf" hallte es durch die SachsenARENA über die Lautsprecher aus den Kehlen der deutschen Band "Die Toten Hosen." "Ich habe den Song gehört und bin sofort in einen Plattenladen gelaufen, um mir die CD zu kaufen", äußerte sich der Schützling von Trainer Ulli Wegner weiter. Im Kampf selbst brachte May dann das Publikum schnell hinter sich und zeigte sich ungewohnt selbstbewusst und kämpferisch.
Was ist das nun für ein neues Gesicht von Rüdiger May? Was hat ihn bewegt, seine Einstellung zu ändern und sich vom "Saubermannimage" zu entfernen? Welches sind die sportlichen Ziele des in Köln trainierenden Boxprofis? Heute ab 19.00 Uhr wissen Sie mehr. Dann stellt sich Rüdiger May den Fragen der Boxsportfans im Expertenchat auf www.boxen.com.