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Sonntag, 2004-09-26

Roy Jones Jr. K.o.

Roy Jones Jr. von IBF-Weltmeister Johnson in 9. Runde ausgeknockt

Halbschwergewichtler Roy Jones Jr. verlor in der Nacht zum Sonntag, im FedExForum in Memphis vor über 13 000 Zuschauern, den Weltmeisterschaftskampf nach Version der IBF. Sein Gegner der Titelverteidiger Glengoffe Johnson bezwang ihn durch K.o. nach 48 Sekunden in der 9. Runde.
Eine rechte Gerade an den Kopf des Ex-Champions in vier Gewichtsklassen beendete das vom gleichaltrigen Weltmeister dominierte Duell. Nach Johnsons finalen Schlag fiel Jones Jr. so heftig mit dem Hinterkopf auf den Ringboden, dass er sich eine schwere Gehirnerschütterung zuzog. Fünf Minuten lag Jones, der seine dritte Niederlage im 52. Profikampf quittierte, regungslos auf dem Rücken.
Der gebürtige Jamaikaner Johnson deckte den Favoriten vom ersten Gong an mit Schlägen ein. Er suchte sein Heil im Infight und boxte nicht aus der langen Distanz, so wie die meisten Herausforderer von Jones. "Ich habe ihn mit seinen Stärken vernichtet", frohlockte Johnson, der vor dem K.o. auf allen Punktzetteln vorn lag.
Die Schlagstatistik verdeutlichte seine Dominanz: Von 437 Punches schlugen 118 ein, von 202 Jabs trafen 47. Bei Jones, dem Olympia-Zweiten von 1988, der mit der Goldmedaille von Andre Ward, Olympiasieger in Athen, um den Hals in den Ring marschierte, lautete die Bilanz: 270 zu 75 und 66 zu 9.
"Der König ist tot. Das war die Abschiedsvorstellung eines großen Boxers", prophezeite HBO-Kommentator Larry Merchant nach der zweiten K.o.-Niederlage des 35 Jahre alten Jones Jr.. Bereits Am 15. Mai war Jones Jr. in Las Vegas bei der Verteidigung seines WM-Titels nach WBC-Version von Landsmann Antonio Tarver mit einem linken Haken in der zweiten Runde auf die Bretter geschickt worden. Nach seinem Gestrigen Sieg hofft Johnson nun auf einen Vereinigungskampf gegen WBC- und WBA-Weltmeister Tarver.
Johnson hatte nach der Urteilsverkündung und diversen Interviews längst den Ring verlassen und feierte seinen Triumph in der Umkleidekabine, als Jones Jr. noch immer auf seinem Stuhl in der Ringecke kauerte und die Welt nicht mehr verstand. Zu einer Erklärung seines Auftritts war er nicht in der Lage. Gestützt durch Trainer Alton Merkenson verließ ermit zittrigen Knien die Arena in Richtung Krankenhaus. Alton Merkerson schloss nicht aus, dass nun das Karriereende seines Schützlings bevorstehe: "Darüber werden wir reden. Ich sehe, dass er öfter getroffen wird, als das in der Vergangenheit der Fall war."
Jones Jr., der sich vor 18 Monaten im Schwergewicht den WM-Gürtel nach WBA-Version erkämpft hatte, tönte vor seiner zweiten K.o-Niederlage, dass er "heute" beginnt, das Halbschwer- und Schwergewicht noch einmal neu aufzurollen.
Davon war allerdings im Ring nichts zu sehen.