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Ross im Gespräch

Will endlich den IBF-Gürtel: Troy Ross (Foto: Photo Wende)
WM-Herausforderer vor dem großen Showdown in Bamberg siegessicher
Am 15. September tritt Yoan Pablo Hernandez (26-1, 13 K.o.´s) in Bamberg zur WM-Pflichtverteidigung an. Der amtierende IBF-Weltmeister hatte im Oktober letzten Jahres Steve Cunningham entthront und im Februar auch das Rematch gegen den Amerikaner gewonnen. Nun muss er in der Stechert Arena in Bamberg gegen Troy Ross (25-2, 16 K.o.´s) ran. Der Herausforderer ist seit elf Jahren Profi. Er gilt ein wenig als Weltenbummler, stieg schon in fünf verschiedenen Ländern in den Ring. Daher bereitete sich der kanadische Cruisergewichtler akribisch auf den Fight um die IBF-WM vor. Bereits am 1. September traf der IBF-Weltranglistendritte in Deutschland ein. In Frankfurt am Main wollte er sich an den sechsstündigen Zeitunterschied gewöhnen und den letzten Feinschliff holen. Am Sonntag wird er in Bamberg erwartet. Vorher stellte er sich zum Interview.
Herr Ross, Ihr letzter Kampf fand im Februar statt. Damals haben Sie gegen Lukasz Rusiewicz einstimmig nach Punkten gewonnen. Jetzt sind sieben Monate vergangen. Wie stehen Sie zu dem Fight und was haben Sie daraus für Ihren kommenden Kampf mitgenommen?
Troy Ross: Das war ein guter Kampf von mir. Ich habe mein boxerisches Können unter Beweis gestellt. Ich hatte davor fast eineinhalb Jahre nicht mehr im Ring gestanden. Ich war noch etwas eingerostet und musste wieder in Fahrt kommen. Doch obwohl ich so lange nicht geboxt hatte, war ich der dominierende Mann und habe ihm keine Chance gelassen. Jetzt bin ich wieder voll da und so gut wie eh und je.
Sie hatten bereits vor zwei Jahren die Chance, IBF-Weltmeister im Cruisergewicht zu werden. Damals verloren Sie in Neubrandenburg gegen Steve Cunningham. Ist der Druck jetzt größer, da es in Bamberg der zweite Versuch ist?
Troy Ross: Um ehrlich zu sein, berührt mich das nicht im Geringsten. Ich konzentriere mich nur auf mich selbst. Alles andere beachte ich nicht. Meine Verfassung ist richtig gut. Ich habe vor niemandem Angst! Ich bin seit meinem letzten Titelkampf gereift, habe mehr Erfahrungen gesammelt. Von all dem werde ich am 15. September profitieren.
Ihr nächster Gegner, Yoan Pablo Hernandez, war gegen eben diesen Cunningham erfolgreich und entriss ihm den WM-Gürtel. Sie waren sogar beim Rematch beider im Februar in Frankfurt am Main vor Ort. Was haben Sie an dem Abend über Hernandez gelernt?
Troy Ross: Damit habe ich mich nicht richtig beschäftigt. Ich habe auch nichts gegen ihn. Was ich weiß ist, dass ich sehr schlau boxen muss. Zu seinen Stärken gehört definitiv seine Kraft und Geschwindigkeit. Davor muss ich mich in Acht nehmen. Seine Schwächen werde ich im Ring aufdecken.
Wie stehen Sie zu dem Größenunterschied zwischen Ihnen beiden? Hernandez ist elf Zentimeter größer als Sie?
Troy Ross: Da ich von der Körpergröße her eher ein kleiner Cruisergewichtler bin, kenne ich diese Situation nur zu gut. Während meiner Profikarriere habe ich oft mit größeren Gegnern im Ring gestanden. Daher mache ich mir darüber keine Sorgen.
Wie wird Ihr Kampf am 15. September ausgehen?
Troy Ross: Als Person bin ich generell positiv eingestellt. Daher weiß ich, dass ich Hernandez am 15. September den Titel entreißen werde. Der sollte mir eigentlich sowieso schon längst gehören.
Eintrittskarten für die Box-Nacht in der Stechert Arena in Bamberg sind über die telefonische Ticket-Hotline 01805-570044 (€ 0,14/min., Mobilfunkpreise max. € 0,42/min.) und im Internet auf www.eventim.de erhältlich. Darüber hinaus gibt es die Tickets beim Kartenkiosk Bamberg (www.kartenkiosk-bamberg.de, Tel.: 0951-23837).
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