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Donnerstag, 2007-09-20

Riese trifft Rakete

Jim Rakete bei Nikolai Valuev

Tierisch nette Abwechslung für Nikolai Valuev: Zehn Tage vor seinem Comeback in der EWE-Arena gegen Jean-Francois Bergeron unterbrach der Russische Riese die anstrengende Sparringsphase für ein Foto-Shooting der besonderen Art. Mit Jim Rakete hatte sich einer der prominentesten deutschen Fotografen im Berliner Max-Schmeling-Gym angesagt. Der 56-jährige Berliner wollte den größten und schwersten Champion aller Zeiten für seinen neuen Bildband porträtieren, in dem er Köpfe zeigt, die Deutschland im Jahr 2007 geprägt haben.

Jim Rakete am Set
Rakete hatte sich putzige Verstärkung ans Set mitgebracht – ein Zwergkaninchen in den Pranken des Boxers war das Motiv. "Ich freue mich, dass Nikolai bei den Aufnahmen so unkompliziert und professionell mitgezogen hat", freute sich der Meister des Porträts danach. "Der Gegensatz, aber auch die Verbindung zwischen der Stärke des Menschen und der Zerbrechlichkeit des kleinen Tieres haben mich bei diesem Motiv gereizt."

Jim Rakete, Nikolai Valuev und die Zwergkaninchen
Valuev kennt sich damit aus, vorsichtig mit winzigen Wesen umzugehen. Der zweifache Vater hat nicht nur eigene Baby-Erfahrung, sondern ist auch Schirmherr des Frühchen-Projekts der Berliner Charité, das Mütter von Frühgeborenen unterstützt. Die Persönlichkeit Valuevs hinter dem Klischee des harten Boxers hatte Jim Rakete gereizt. "Ich habe Nikolai boxen sehen und war von Anfang an von ihm fasziniert. Dass dieser starke Mensch, der im Ring so martialisch wirkt, auch sensibel und gefühlvoll ist, das sollen meine Bilder zeigen."

Nikolai Valuev - porträtiert von Jim Rakete
Der Bildband von Jim Rakete, dessen Titel noch nicht fest steht, wird Ende des Jahres im Verlag Schirmer und Mosel erscheinen. Neben Valuev finden sich Regisseure wie Volker Schlöndorff oder Tom Tykwer, Schauspieler wie Martina Gedeck und Moritz Bleibtreu, Schriftsteller, Künstler und Politiker in dem Werk wieder.
Jim Rakete hat als einer der bedeutendsten deutschen Porträtfotografen am Anfang seiner Karriere vor allem mit Bildern von Musikgrößen für Furore gesorgt. Unter anderem standen Mick Jagger, Jimi Hendrix, David Bowie und Ray Charles vor seiner Kamera. In den 80er Jahren wurde der Nachfahre eingewanderter Hugenotten (ursprünglicher Familienname: Raquette) über das Fotogeschäft hinaus bekannt, als er im Musikmanagement aktiv war und zahlreiche Bands der Neuen Deutschen Welle heraus brachte. Nina Hagen, Spliff und Die Ärzte wurden von ihm betreut. International bekannt wurde Jim Rakete als Manager von Nena, die mit ihrem ersten Hit "Nur geträumt" über Nacht zum Star wurde.