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Dienstag, 2009-01-27

Riesa - der große Bericht

Insgesamt sieben Kämpfe in der erdgas arena

Großartige Stimmung bei der Boxgala in Riesa: 4.000 Zuschauer sahen am Samstagabend in der erdgas arena die EM-Titelverteidigung von Cruisergewichtler Marco Huck gegen den Belgier Geoffrey Battelo. Grund zur Freude gab es auch bei Enad Licina. Der IBF-Intercontinental Champion setzte sich im gleichen Limit gegen Jose Luis Herrera durch. Einen Punktsieg fuhr der EE-EU-Champion im Halb-Mittelgewicht Alexander Abraham (gegen Nikola Stevanovic) ein. Insgesamt standen sieben Kampfpaarungen auf dem Programm…

1. Kampf: Josip Jalusic (Kroatien) vs. Martin Kempf (Deutschland)

Seinen elften Sieg im elften Profikampf verbuchte Cruisergewichtler Martin Kempf für sich. Gegen Josip Jalusic, der kurzfristig nach der Absage durch Jean-Claude Bikoi als Gegner eingesprungen war, tat sich der 20-Jährige zunächst schwer. Zwar nahm der junge Schützling von Trainer Manfred Wolke schnell die Ringmitte für sich ein, doch es gelang ihm zu Beginn nur selten, klare Treffer ins Ziel zu bringen. Dennoch attackierte der Deutsche seinen kroatischen Kontrahenten im zweiten und dritten Durchgang mit sehenswerten Schlagserien. Jalusic hielt mehrfach mit wilden Schwingern dagegen, doch sein Konkurrent wirkte im Deckungsverhalten recht sicher. Der deutsche Cruisergewichtler kassierte allerdings auch einige Treffer. In der fünften Runde stellte Kempf den 35-jährigen Widersacher kurz in der Ringecke. Im sechsten Durchgang glänzte er mit gefährlichen rechten Händen. Da Martin Kempf das Geschehen auch in der Schlussphase nicht aus der Hand gab, lag er schließlich mit 80:73, 80:74 und 79:75 einstimmig nach Punkten vorne.

Offizielles Urteil: Sieger Kempf (einstimmig) nach Punkten

 

2. Kampf: Ferenc Zsalek (Ungarn) vs. Jens Krull (Deutschland)

Der 2,09 Meter große Jens Krull baute seine Erfolgsbilanz in Riesa auf fünf Siege aus fünf Profikämpfen aus. Nachdem der Deutsche das Seilgeviert zum Erstaunen der Zuschauer mit einem riesigen Schritt über die Ringseile betreten hatte, wirkte der 19-Jährige in dem auf vier Runden angesetzten Schwergewichts-Fight gegen den Ungarn Ferenc Zsalek von Beginn an aggressiv. Mit Kopf- und Körpertreffern übte der Schützling von Coach Otto Ramin gegen den 23-jährigen Widersacher Druck aus. Mit einer Rechten zum Kopf verbuchte er noch im ersten Durchgang einen Niederschlag für sich. Auch in der zweiten Runde nutzte Krull seine physische Überlegenheit. Mit einer Rechten schickte er seinen Gegner schließlich an den Ringseilen erneut zu Boden, so dass Ringrichter Ingo Barrabas eingriff und den Kampf nach zwei Minuten und fünf Sekunden zu Gunsten von Jens Krull beendete.

 

Offizielles Urteil: Sieger Krull durch technischen K.o. in der zweiten Runde

 

3. Kampf: Bjorn Fiaert (Belgien) vs. Koko Murat (Deutschland)

Gegen den zuvor in sieben Profikämpfen ungeschlagenen Bjorn Fiaert ließ Koko Murat nichts anbrennen. Schon in der Anfangsphase sorgte der 26-jährige Halb-Mittelgewichtler mit schönen Kombinationen zum Körper des Gegners für Gefahr. Noch in der ersten Runde deckte er den Belgier in der Ringecke mit einem wahren Schlaghagel ein, doch der Kontrahent überstand diese kritische Phase. Auch im zweiten Durchgang agierte Murat weiter mit schnellen Hakenserien. In der dritten Runde ließ das Tempo etwas nach. Doch im vierten Durchgang glänzten beide Kämpfer wieder mit besseren Aktionen. Allerdings war es auch in der Folge der in Kitzingen aufgewachsene Halb-Mittelgewichtler, der variabler agierte. Ende des siebten Durchgangs kam er mit schnellen Händen noch einmal zu guten Treffern. In der Schlussrunde brachte Koko Murat erneut einen linken Aufwärtshaken und eine rechte Gerade ins Ziel, so dass er am Ende mit 80:72, 80:72 und 80:73 deutlich nach Punkten vorne lag.

Offizielles Urteil: Sieger Murat (einstimmig) nach Punkten

 

4. Kampf: Blanchard Kalambay (Kongo) vs. Artur Hein (Deutschland)

Der in Frankreich lebende Blanchard Kalambay erwischte gegen Artur Hein einen guten Auftakt. Mit einem rechten und linken Schwinger zum Kopf verbuchte er am Anfang die besseren Aktionen für sich. Im zweiten Durchgang wurde der von Manfred Wolke trainierte Halbschwergewichtler jedoch aktiver. Mit rechten Händen konterte er den 26-jährigen Konkurrenten mehrfach geschickt aus. Ab der dritten Runde drehte Hein weiter auf. Im fünften Durchgang kam der 23-Jährige zweimal mit seiner Rechten durch. Nachdem er zunächst auch in der Schlussrunde Druck ausübte, hatte er jedoch eine Schrecksekunde zu überstehen. Denn Kalambay erwischte ihn mit einer Rechten am Kopf, so dass der Wolke-Schützling zu Boden ging. Doch der in Schwäbisch Gmünd aufgewachsene Kämpfer zeigte sich danach routiniert und brachte seinen klaren Punktvorsprung über die Zeit. Zwar musste er am Ende des Durchgangs nach einem Schubser seines Konkurrenten noch einmal in den Ringstaub, doch die Aktion wurde von Ringrichter Ingo Barrabas folgerichtig nicht als Niederschlag gewertet. Am Ende lag Artur Hein mit 58:57, 58:55 und 58:56 einstimmig nach Punkten vorne.

Offizielles Urteil: Sieger Hein (einstimmig) nach Punkten

Fotos: SE