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Dienstag, 2002-06-18

Rekord bei Lewis-Tyson

Mit 103 Millionen US-Dollar erzielte der Kampf zwischen Lewis und Tyson Rekord-TV-Einnahmen

Mit 103 Millionen US-Dollar (108,6 Millionen Euro) erzielte der Kampf zwischen Lennox Lewis und Mike Tyson am vergangenen Wochenende Rekordeinnahmen. Dies waren drei Millionen US-Dollar mehr, als beim vorherigen Rekord, beim zweiten Kampf zwischen Mike Tyson und Evander Holyfield 1997. 1,8 Millionen Zuschauer in den USA kauften sich für 54,95 US-Dollar (58 Euro) das Recht im Pay-per-View-Verfahren das Duell anzuschauen. Das waren 100.000 weniger als beim vorherigen Rekordhalter.
Der Kampf wurde von den beiden konkurrierenden amerikanischen Pay-TV-Anstalten HBO und Showtime gemeinsam übertragen, da die beiden Boxer vertraglich an ihren jeweiligen TV-Sender gebunden waren. Die Übertragenden beteiligen die beiden Athleten an den Einnahmen, so dass sich Lewis und Tyson nun über mehrere Millionen US-Dollar zusätzlich zu ihrer Kampfbörse von 17,5 Millionen freuen dürfen.
Zum ersten Mal seit 1999 wurde wieder die Millionenzuschauergrenze für Boxübertragungen im Pay-Per-View Verfahren überschritten. "Diese Zahlen haben unsere Erwartungen noch übertroffen. Dies war eine Nacht, die wirklich diesen Sport nach oben gebracht hat", sagte Mark Taffet, der stellvertretende Geschäftsführer von HBO Sports.
Nach Informationen des Bezahlsenders Premiere soll das Geschäft mit dem Kampf in Deutschland ebenso sehr erfolgreich gewesen sein. Mit 10 bis 15 EURO war die höchste Gebühr für die Übertragung einer einzelnen Sendung in der Geschichte des deutschen Fernsehens für die Premiere-Kunden zu entrichten. 200.502 Buchungen soll es für den Kampf gegeben haben.
Laut Dr. Georg Kofler, dem Geschäftsführer des von der Insolvenz bedrohten Unternehmens, habe der Kampf gezeigt, dass es auch hierzulande eine große Akzeptanz für Top-Sport im Pay-per-view-Verfahren gäbe. Unter Medienexperten wird diese Zahl jedoch eher kritisch betrachtet, zumal es noch kurz vor dem Event nur etwa 20.000 Buchungen gegeben haben soll.
Premiere hatte sich die Rechte an der Übertragung vom ebenfalls ins Schleudern geratenen Medienunternehmen EM-TV gesichert. Dieses besitzt noch die Rechte an der Vermarktung der TV-Übertragungen von Tyson-Kämpfen außerhalb Nordamerikas. Nicht bekannt sind die Kosten der Rechte für die Übertragung des Kampfes in Deutschland, die Premiere an EM-TV entrichten musste.