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Donnerstag, 2002-08-29

Rededuell: Hopkins-Jones

Bernard Hopkins forderte Felix Trinidad zur Rückkehr in den Ring auf und traf dabei auch Roy Jones

Gleich zwei Verträge in der Tasche hatte der schillernde US-Promoter Don King in Carolina, Puerto Rico, im Rahmen der WBA-WM im Federgewicht zwischen dem Champion Derrick Gainer aus den USA und Lokalmatador Daniel Seda (siehe News). Doch nicht einem der an diesem Abend im Ring kämpfenden Boxer sollten die Kontrakte zugute kommen, sondern vielmehr dem King-Boxer Bernard Hopkins, der die WM-Gürtel der Verbände IBF, WBA und WBC im Mittelgewicht inne hat.
Hopkins war als Gast des Kampfabends im "Roberto Clemente Walker Stadion" nach Puerto Rico gereist, um dem früheren puerto-ricanischen Weltmeister im Mittelgewicht, Felix Trinidad, einen Rückkampf anzubieten. Dieser hatte vor etwa einem Monat seinen Rücktritt vom aktiven Boxsport erklärt, da die Verhandlungen mit Don King über eben diesen Kampf gescheitert waren.
Trinidad war trotz Einladung zu dem Boxevent nicht erschienen nur sein Vater und Trainer Felix Trinidad Senior war vor Ort und erteilte Hopkins eine Absage, da sein Sohn sich endgültig entschieden habe, nicht mehr weiterzuboxen. Er und sein Sohn würden den Sieg von Hopkins im September des vergangenen Jahres akzeptieren und könnten damit leben. Trinidad hatte beim Titelvereinigungskampf durch technischen K.o. in der zwölften Runde seinen WBA-Gürtel verloren und gleichzeitig seine erste Niederlage nach 41 Kämpfen als Profiboxer einstecken müssen.
Bernard Hopkins im Ring mit Roy Jones
Weitaus spektakulärer ging es dann bezüglich Vertrag Nummer zwei für Hopkins zur Sache. Denn dieser Kontrakt soll den 37-Jährigen gegen keinen geringeren als den Champion im Halbschwergewicht der IBF, WBA und des WBC, Roy Jones, in den Ring führen. Dieser war der Einladung des TV-Senders HBO, nach Puerto Rico zu kommen, gefolgt, um die bislang gescheiterten Verhandlungen über den möglichen Kampf der beiden Champions noch einmal aufzunehmen.
Hopkins und Jones standen sich kurz nach dem Hauptkampf zwischen Gainer und Seda vor den noch laufenden TV-Kameras ganz nah im Ring gegenüber. Die beiden führten einige Minuten lang eine hitzige Diskussion, die Jones mit den Worten verließ: "Alles klar, wir werden es im November tun."
Von seinen Bedingungen, dass er bei einem möglichen Kampf mehr verdienen müsse als Hopkins, wich Jones jedoch im späteren Gespräch mit der Presse nicht ab: "Ich muss den prozentual höheren Anteil bekommen, denn ich habe ihn schon einmal geschlagen. Niemand interessiert sich für Hopkins. Die Zuschauer haben sich den Hopkins-Trinidad-Kampf wegen Tito [so der Kampfname von Trinidad; die Red.] angesehen – nicht wegen Hopkins. Niemand wird jemals wegen Hopkins einen Kampf anschauen, dass muss er kapieren."
Nur wenn die Vertragsbedingungen stimmen, würde er gegen Hopkins erneut in den Ring steigen. Im Jahre 1993 bezwang Jones Hopkins im damaligen Kampf um den vakanten WM-Titel der IBF im Mittelgewicht über zwölf Runden nach Punkten. Der amerikanische TV-Sender HBO könnte die beiden Streithähne noch einmal zusammenbringen, denn hohe Einnahmen bei einer Übertragung im Pay-per-View Verfahren wären garantiert.
Folgerichtig freute sich auch Mark Taffet, verantwortlich für das Bezahlfernsehen bei HBO, über das Aufeinandertreffen der beiden Top-Boxer in Puerto Rico: "Roy Jones gegen Bernard Hopkins wäre ein Traumkampf zwischen zwei unumstrittenen Weltmeistern, vermutlich die zwei besten Boxer des Planeten, wenn man alle Gewichtsklassen betrachtet, die dann um den mythischen, universalen und unumstrittenen Weltmeistertitel boxen würden. Beide Boxer haben mehr Gürtel als ich Hosen habe. Es wäre eine Schlacht, die das Vermächtnis dieser beiden großen Boxer erhöhen würde."