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Raoui verpasst Sieg

Nadia Raoui fühlte sich um den Sieg gebracht (Foto: SE)
Äußerst umstrittenes Urteil bei WM-Fight in Hamburg - Raoui fühlt sich benachteiligt
Stark geboxt und doch verloren: Im Kampf um die WBA-, WBO- und WIBF-WM im Fliegengewicht musste sich Nadia Raoui aus Herne am Samstagabend in der Sporthalle Hamburg knapp nach Punkten gegen die 22-jährige Titelverteidigerin Susianna Kentikian geschlagen geben. Nach zehn Runden werteten die Punktrichter mit einem 2:1-Urteil (96:94, 96:94 und 95:96) für die alte und neue Weltmeisterin.
Zunächst verbuchte Kentikian Vorteile für sich. Die Aktionen der Titelverteidigerin waren einfach effektiver. Doch ab dem vierten Durchgang kam ihre Herausforderin auf. "Ich fühle mich als Siegerin", sagte die 24-jährige Raoui nach dem Fight. "Ab der achten Runde wusste ich, dass ich das Ding habe. Mir war klar, dass es schwer wird. Doch ich habe sie voll im Griff gehabt. Ich kann das Urteil nicht verstehen."
Im zweiten Titelkampf des Abends stand der in Schwerin lebende Jürgen Brähmer dem Argentinier Mariano Nicolas Plotinsky (24) gegenüber. Der WBO-Weltmeister im Halbschwergewicht kam dabei zu einem klaren Sieg - gewann durch technischen K.o. in der fünften Runde. Der unterlegene Herausforderer aus Buenos Aires hatte im letzten Jahr den Berliner Thomas Ulrich durch K.o. in der elften Runde besiegt und damit das Karriereende des Deutschen verursacht.
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