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Dienstag, 2003-10-14

Rahman vs. Lewis

Rahman: "Ich schlage ihn wieder K.o."

Bevor in der Nacht zum Sonntag Hasim Rahman und Lennox Lewis die Fäuste sprechen lassen, kam es bei der Pressekonferenz zum obligatorischen Verbalduell zwischen den beiden Kontrahenten um den Weltmeistertitel im Schwergewicht nach IBF- und WBC-Version.
"Ich schlage ihn wieder K.o. Ich habe kein Interesse an einer Punktentscheidung", schrie Weltmeister Rahman lauthals in die Runde und machte keinen Hehl daraus, dass er Willens ist, seinen WM-Titel zu verteidigen. Diesen hatte der 29-Jährige am 22. April im Spielerparadies "Carnival City" in Brakpan, Südafrika, gewonnen, als er den nicht völlig fit wirkenden 20:1-Favoriten Lewis mit einer knallharten Rechten in der fünften Runde zu Boden schickte und damit für eine der größten Sensationen der Schwergewichts-Geschichte sorgte. Auch in der Folgezeit zeigte der Amerikaner keinen großartigen Respekt vor dem entthronten Champ. Bei einem gemeinsamen Interview im August beschimpfte der gläubige Moslem Rahman den Briten so lange, bis beide sich vor laufenden Kameras an die Wäsche gingen.
Am Mittwoch aber reagierte Lewis cool: "Ich will mich nicht auf sein primitives Niveau herablassen. Es ist alles gesagt. Ich will jetzt kämpfen und der Welt zeigen, wer der wahre Champion ist." Danach stand der Olympiasieger von 1988 auf und verlies ohne das übliche gemeinsame Foto das Podium. Rahman begleitete dies mit weiteren markigen Sprüchen: "Da seht ihr, was ich ihm für einen Schrecken eingejagt habe. Er hat keine Chance!", brüllte er dem gebürtigen Londoner hinterher.
Das sehen die Buchmacher indes anders. Mit 7:2 schicken sie erneut den 36-jährigen Lewis (38 Siege, 2 Niederlagen, 1 Remis) als Favorit in den Ring des Mandalay Bay Casinos von Las Vegas. Trotz seiner zwei Niederlagen in 15 Titel-Kämpfen gilt der von Emanuel Steward trainierte Lewis als bester Boxer der Schwergewichtsszene. Die Statistik allerdings spricht gegen den Herausforderer: Zwölfmal traten entthronte Weltmeister zum Rückkampf an, nur drei waren erfolgreich.
Ungeachtet aller Spekulationen blickt der Titelträger aus Baltimore dagegen bereits über den Kampf hinaus. "Ich will Tyson. Ich will Evander Holyfield oder John Riuz. Und dann will ich Wladimir Klitschko", sieht sich der seit seinem Titelgewinn von Don King gemanagte Rahman (35 Siege, 2 Niederlagen) vor einer eigenen großen Zukunft.