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Pulev am 14. Januar

Schwergewichtler Kubrat Pulev (Fotos: Photo Wende)
Schwergewichtler tritt in Offenburg zur ersten Titelverteidigung an
Noch ein Höhepunkt in Offenburg: Neben dem Auftritt von Super-Mittelgewichtler Arthur Abraham (gegen Pablo Oscar Natalio Farias) und dem Kampf um WBO-Weltmeisterschaft zwischen Robert Stieglitz und Henry Weber dürfen sich die Zuschauer am 14. Januar in der Baden-Arena auch auf den Einsatz von Kubrat Pulev freuen. Im Kampf um die IBF-International Meisterschaft im Schwergewicht trifft der 30-jährige Schützling von Trainer Otto Ramin auf den in Hamburg lebenden Ukrainer Taras Bidenko (32 Profikämpfe; 28 Siege, davon 12 durch K.o.).
Wenn man über die zukünftigen Herausforderer der Schwergewichts-Weltmeister Vitali und Wladimir Klitschko oder Alexander Povetkin diskutiert, dann darf der Name Kubrat Pulev längst nicht mehr fehlen. Denn der Amateur-Europameister aus dem Jahr 2008 rückte seit seinem Profidebüt in Neubrandenburg (im September 2009) längst in die Top-15 der Rankings vor. Nach 14 Siegen in 14 Kämpfen als Berufsboxer - dabei gewann er sechsmal vorzeitig - belegt Pulev in den Weltranglisten der IBF und WBO inzwischen Platz 13.
Nach Erfolgen gegen so namhafte Konkurrenten wie Matt Skelton, Danny Batchelder, Dominick Guinn, Paolo Vidoz, Yaroslav Zavorotnyi, Derric Rossy und Maksym Pediura sicherte sich der gebürtige Bulgare am 22. Oktober in Ludwigsburg gegen den Amerikaner Travis Walker den Titel des IBF-International Champions. Das war bisher der schwerste Fight für den in Berlin trainierenden Schwergewichtler. Denn in der siebten Runde öffnete sich bei ihm ein großer und stark blutender Cut über dem rechten Auge. Doch Pulev hielt bis zum Ende durch.
"Das war schon eine schwierige Situation für mich. Das Blut lief ins Auge und behinderte die Sicht. Aber zum Glück hat unser Cutman Giulio Spagnoli eine großartige Arbeit geleistet, so dass ich den Kampf zu Ende führen konnte", erinnert sich Kubrat Pulev. Zwar lag er nach zwölf Runden deutlich mit 119:109, 118:109 und 117:110 auf den Wertungszetteln der Punktrichter gegen den ausgebufften Walker vorn, doch so ganz zufrieden war Pulev nicht. "Am liebsten hätte ich durch K.o. gewonnen. Aber das hat an dem Abend leider nicht geklappt. Ich habe ihn einfach nicht gut genug getroffen."
Dennoch sei der Kampf in Ludwigsburg eine ganz wichtige Erfahrung gewesen. "Es war ein schneller Weg für mich zum ersten Profi-Titel. Dafür musste ich sehr viele starke Leute aus dem Weg räumen. Und gerade die lange Distanz von zwölf Runden war noch neu für mich. Eigentlich dachte ich immer, ich hätte als Boxer alles erlebt. Doch der letzte Fight hat mir viele neue Erfahrungen gebracht." Deshalb hat sich Kubrat Pulev auf seine erste Titelverteidigung in der Baden-Arena akribisch vorbereitet. "Ich bin Anfang November wieder ins Training eingestiegen und inzwischen in einer hervorragenden Verfassung."
Pulev ist seiner Heimat Bulgarien längst ein Top-Star. Doch sein Coach Otto Ramin traut ihm noch viel mehr zu. "Zunächst muss er sich in Offenburg gegen Taras Bidenko behaupten", so der Trainer. "In der Baden-Arena muss Kubrat wieder zeigen, dass er auf dem richtigen Weg ist. Wir müssen weiter daran arbeiten, dass die Kräfte für zwölf Runden reichen. Dazu gehört natürlich eine gewissenhafte Vorbereitung, so wie vor diesem Kampf. Wenn Kubrat so weitermacht, dauert es meiner Meinung nach nicht mehr lange, bis er nach dem WM-Gürtel im Schwergewicht greifen kann."
Eintrittskarten für die Veranstaltung in Offenburg - im Hauptkampf des Abends trifft Arthur Abraham auf den Argentinier Pablo Oscar Natalio Farias - sind über die telefonische Ticket-Hotline 01805-570044 (€ 0,14/min., Mobilfunkpreise max. € 0,42/min.) und im Internet bei www.eventim.de erhältlich.
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