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Freitag, 2006-11-03

Pressetraining Mülheim

Öffentliches Training mit vier Schwergewichten


Michael Sprott

Die schwergewichtigen Hauptkämpfer der Internationalen Profiboxgala am Samstag in Mülheim an der Ruhr (22.10 Uhr, ARD) haben sich heute beim offiziellen Pressetraining der Öffentlichkeit präsentiert. Im Injoy-Fitnessclub ließen Michael Sprott, René Dettweiler, Timo Hoffmann und Cengiz Koc die Fäuste fliegen.
Den Anfang machte René Dettweilers Gegner, der EU-Champion Michael Sprott. Der Brite war überraschend zu dieser Titelverteidigung gekommen – nachdem Marco Huck seinen Kampf gegen Pietro Aurino verletzungsbedingt verschieben musste, hatte das Sauerland-Team die EU-Meisterschaft im Schwergewicht kurzfristig ins Programm genommen. Der erfahrene Sprott präsentierte sich gut austrainiert und machte auch kein Geheimnis aus seiner Schlagstärke. Mehrmals ging ein Raunen durch den Saal, wenn der 31-Jährige mit voller Kraft auf die Tatzen seines Trainers Darren Whitman einschlug. "Ich bin gut drauf und siegessicher", sagte Sprott und schaute sich darauf interessiert das Training seines Kontrahenten an.


René Dettweiler

René Dettweiler aus Frankfurt (Oder) steht vor seinem ersten Titelkampf. Doch Nervosität war dem 23-Jährigen nicht anzumerken – weder beim Training mit seinem Coach Manfred Wolke noch danach in den Interviews. "Natürlich kam das etwas überraschend", gab Dettweiler zu, "aber ich stand ja sowieso im Training. Dass ich jetzt gegen solch einen starken Gegner boxe, ist kein Problem für mich. Ich sehe das als große Chance – und die werde ich nutzen." Auch Manfred Wolke sieht gute Chancen für seinen Schützling: "Die Zeit ist reif, gegen solche Gegner zu boxen. Wenn René sein Können im Ring umsetzen kann, dann gewinnt er."


Timo Hoffmann

Sowohl Manfred Wolke als auch Ulli Wegner schauten dann genau hin – Timo Hoffmann stieg in den Ring und hatte seinen neuen Coach Uwe Schuster aus Halle/Saale mitgebracht. Vor vier Wochen erst hatte Hoffmann das Frankfurter Wolke-Camp verlassen und in seine sachsen-anhaltinische Heimat zurückgegangen. Es war das zweite Mal, dass er die Zusammenarbeit mit Wolke beendete – zuvor trainierte er unter Ulli Wegner.
"Ich habe jahrelang mit Ulli Wegner zusammengearbeitet", machte sich der 32-Jährige keine Illusionen. "Da gibt es keine Geheimnisse. Er kennt mich ganz genau. Und ich kenne auch Cengiz gut. Wir verstehen uns gut, aber im Ring sind wir sportliche Konkurrenten – da zählt nur der Kampf." "Cengiz Koc ist deutlich kleiner und wird angreifen", ergänzte Uwe Schuster. "Darauf habe ich Timo eingestellt. Die Taktik ist somit ganz klar."


Cengiz Koc

Cengiz Koc, der mit Ulli Wegner als letzter der vier schweren Jungs die tatzen bearbeitete, machte einen lockeren und ruhigen Eindruck. "Für mich ist das überhaupt kein Problem", sagte er, auf die Brisanz des Stallduells angesprochen. "Das Sauerland-Team will wissen, mit wem es zukünftig in der Spitze planen kann. Und ich will in die Weltspitze. Eines ist ganz klar: Wenn ich Timo nicht schlage, habe ich da oben auch nichts zu suchen. Aber ich beschäftige mich nicht mit dem Gedanken an eine Niederlage. Ich habe super trainiert, bin gut drauf – ich werde gewinnen."