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Freitag, 2003-12-19

Pressestimmen Ottke

Pressestimmen zur Titelverteidigung von Sven Ottke gegen Robin Reid

IBF-Weltmeister und WBA-Super-Champion Sven Ottke verteidigte am Samstagabend in der Arena Nürnberg erfolgreich seine Titel. Der 36-Jährige bezwang den Herausforderer Robin Reid aus Großbritannien einstimmig nach Punkten.
"Ich muss sagen, ich war eigentlich auf alles vorbereitet. Er ist in den ersten sechs Runden quasi vor mir weggelaufen. Dabei hat er seine Kondition ein bisschen überstrapaziert, so dass ich in der Schlussphase deutlich besser war. Ich hatte mir den Kampf vorher dramatischer vorgestellt", resümierte der Schützling von Trainer Ulli Wegner nach dem Fight.
"Es war ein unsauber geführter Kampf. Reid hat auf alles geschlagen, was sich bewegte. Da traf er auch auf den Hinterkopf, den Rücken und unter die Gürtellinie. In England mag so etwas ja erlaubt sein, aber in Deutschland ist ein Foul ein Foul", kritisierte der Titelverteidiger den 32-jährigen Herausforderer für seine unsaubere Gangart.
Wie die deutsche Presse den WM-Kampf sah, kann nachfolgend in Ausschnitten nachgelesen werden:
- Berliner Kurier:
"Er hat sein Jubiläum mit einem Sieg gefeiert. Sven Ottke aus Berlin besiegte bei seiner 20. WM-Titelverteidigung den Engländer Robin Reid im Super-Mittelgewicht nach Punkten und bleibt Champion der IBF und WBA. Und das Schönste: Danach erklärte Svenni, dass er weitermacht! Langsam gehen dem Berliner Doppelweltmeister aber die Gegner aus. Robin Reid hoffte wie die 19 Herausforderer vor ihm, auf einen Fehler von Ottke. Doch diesen Gefallen tat ihm der Schützling von Erfolgstrainer Ulli Wegner nicht. Anfangs ging aber nicht etwa der Herausforderer los, sondern der Titelverteidiger. Eine Taktik, die bei Ottke nicht oft zu sehen ist. Die Überfälle von Reid aus dem Rückwärtsgang konnte der Champion zumeist durch seine Schnelligkeit wirkungslos machen. Und sauber boxte der Engländer in der Folgezeit dabei auch nicht, musste immer wieder von Referee Roger Tillemann aus Belgien ermahnt, schließlich auch verwarnt werden."
- BZ Berlin:
"Es ist ganz einfach: Der Doppel-Weltmeister will offenkundig nicht mehr das letzte Risiko eingehen. Er ist nicht mehr bereit, alles zu investieren. Ottke gibt augenzwinkernd zu: Keiner weiß, wie viel Rente es später gibt. Ich will noch soviel Kohle wie möglich einsacken. Sauerland: Da Sven gegen den Dänen Mads Larsen eine Pflichtverteidigung hatte, können wir im März freiwillig verteidigen. Natürlich wird dieser Gegner nicht so unbequem wie Reid, sondern eher auf Sven zugeschnitten sein. Auffällig ist: Ottke fehlt nach seiner Titelvereinigung gegen Byron Mitchell in Berlin das Feuer. Er hat seinen großen Traum verwirklicht. Boxen sollte für Ottke nicht zum Trauma werden. Für Sven gibt es nämlich jetzt auch wichtigere sportliche Höhepunkte: Meine Tochter Rebecca hatte am selben Tag ihren ersten Schwimmwettkampf und ich konnte nicht dabei sein. Die Zeit, in der die Fans Ottke zujubeln, ist bald vorbei."
- Berliner Morgenpost:
"Es waren weniger die Schmerzen, die Sven Ottke (36) in den Morgenstunden aufstöhnen ließen. Es war der Anblick, als er sich in der Nacht kurz nach dem einstimmigen Punktsieg über den Engländer Robin Reid (32) selbst betrachtete. Natürlich bin ich nicht begeistert, wenn ich so in den Spiegel schaue. Ich bin ja ein ziemlich eitler Fatzke, scherzte Ottke. Das rechte Auge war kräftig geschwollenjetzt heißt es Wunden lecken, dann geht es weiter. Wir spielen hier kein Ping-Pong, befand der Doppel-Weltmeister im Super-Mittelgewicht. Ehefrau Gaby sah auch nicht glücklich aus. Sie stellte nach dem Kampf nüchtern fest: sven kann nicht erwarten, dass sich alle Gegner so hinstellen, wie er es mag. 116:113, 116:111 und 115:112 hatten ihn die Punktrichter vorn gesehen. Die Zuschauer in der Arena in Nürnberg indes hatten lange ihre Schwierigkeiten mit dem 20. Titelfight des Berliners. Erst als Ottke in der sechsten Runde nach einem Ausrutscher zu Boden ging, wollten sie so etwas wie Stimmung aufkommen lassen. Da besann sich das Phantom auf seine technischen Qualitäten und konnte so die mögliche Niederlage im 33. Profikampf verhindern."
- Bild:
"Die Einschläge kommen immer näher... Das rechte Auge zugeschwollen, das linke auch dick, der Körper geschunden. Aber: Sven Ottke (36) hatte wieder mal gewonnen. Der Berliner besiegte den Engländer Robin Reid (32) einstimmig nach Punkten, verteidigte seinen WM-Titel im Super-Mittelgewicht. Zum 20. Mal in seinem 33. Profi-Kampf. Der ewige Ottke. Aber wie lange geht das noch gut? Svennies Siege werden immer enger und quälender. Ein Scheiß-Kampf, kritisierte selbst Stall-Kollege und WBC-Champion Markus Beyer. Auch Ottkes Frau Gabi gab zu: Das war gar nicht schön, das war Krampf. Ex-Weltmeister Rocky Rocchigiani hatte Svennie schon vor dem Fight geraten: Hör‘ auf! Aber der ewige Ottke denkt gar nicht daran. Motto: Ätsch, ich höre noch lange nicht auf!"
- Die Welt:
"Sven Ottke ist durch den einstimmigen Punktsieg über den Engländer Robin Reid nach wie vor Weltmeister im Super-Mittelgewicht der Verbände IBF und WBA. Das Resultat ist noch das Beste, was sich über das unansehnliche Duell der Kampfhähne in der Nürnberger Arena sagen lässt. Als kopfgesteuerte Boxer agieren beide grundsätzlich lieber im Rückwärtsgang unter Aufbietung aller möglichen Verteidigungsstrategien, sobald der andere die Initiative ergreift. Der ist leider nicht doof, schwante dem Titelverteidiger schon vorab, was auf ihn zukommen würde. Das gedrechselte Wort von der Verschleierung des Kampfgeschehens machte die Runde, die Ottke nicht behagt habe. Die deutsche Seite reklamierte zudem den unsauberen Stil des Herausforderers, der auch die Nieren und den Nacken seines Gegners traktierte. Dabei ist Ottke selbst kein Saubermann im Nahkampf. Er dreht ab, er klammert, gerade wie er es für richtig hält. Als Beobachterin von nunmehr zwanzig erfolgreichen Titelverteidigungen hielt Fachfrau Gabi im aktuellen Falle fest: sven kann nicht erwarten, dass der andere sich so hinstellt, wie er es gerne hätte."
- Express:
"Sven Ottke bleibt der dominierende Profi-Boxer im Super-Mittelgewicht. Der 36-Jährige verteidigte am Samstagabend in Nürnberg seine Weltmeistertitel der Verbände IBF und WBA gegen Robin Reid. Für den in 33 Profi-Kämpfen ungeschlagenen Ottke war es die 20. Titelverteidigung. Ex-Weltmeister Robin Reid musste in seinem 41. Kampf seine vierte Niederlage hinnehmen. 6.000 Zuschauer in der Nürnberger Arena sahen einen unspektakulären Fight. Der zweimalige Amateur- Europameister vermochte seinen vier Jahre jüngeren Kontrahenten nie ernsthaft in Verlegenheit zu bringen. Der zum Teil sehr unsauber boxende Herausforderer tat allerdings viel zu wenig, um Ottke zu gefährden. Der nächste Kampf ist nächstes Jahr im März. Wo, weiß ich noch nicht. Aber ich freue mich darauf, sagte der Schützling von Trainer Ulli Wegner."
- Süddeutsche Zeitung:
"Es liegt in der Eigenart der Boxkämpfe von Sven Ottke, dass seine Gegner danach regelmäßig Betrug wittern. Wenn ein Boxer K.o. geschlagen wird, liegt er erst einmal da, benommen, auf dem Holzboden. Dann rappelt er sich auf – und meistens hält er für den Rest des Abends lieber den Mund. Ottke hat bisher zwar alle 33 Profikämpfe gewonnen, aber nur sechs durch K.o. Selten bezwingt er andere Boxer, indem er sie mit einer präzisen Geraden niederstreckt. Meistens boxt er einfach in der Summe der zwölf Runden technisch und taktisch besser. Am liebsten sind ihm die Kämpfe, in denen er sich unter allen Schlägen wegducken kann und selbst ein paar Mal trifft. Dann kann ich beweisen, dass ich der bessere Boxer bin, sagt Ot