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Donnerstag, 2003-06-19

Pressestimmen Ottke

Pressestimmen zur WBA/IBF-WM-Titelverteidigung von Sven Ottke am 14. Juni in Magdeburg

Am vergangenen Samstag verteidigte Sven Ottke seinen WBA/IBF-WM-Titel gegen den Briten David Starie in der Bördelandhalle Magdeburg einstimmig nach Punkten. Die Wertungsrichter hatten ihn mit 115:113 (Juan Manuel Garcia Reyes, Spanien), 116:112 (Remigio Ruggeri, Italien) und 116:113 (Henk Meijers, Niederlande) vorne gesehen.
"Heute waren wir beide sehr schnell auf den Beinen. Ich war deshalb mit dem Kampf zufrieden", zog der Titelverteidiger in der anschließenden Pressekonferenz ein positives Resümee.
Im Kampf selbst hatte dabei in der zehnten Runde ein Zusammenstoß der Köpfe beider Athleten für Aufregung gesorgt. Daraufhin hatte sich beim Titelverteidiger umgehend eine große Beule über der rechten Schläfe gebildet.
"Da kann man keinem einen Vorwurf machen. Wir knallten beide einfach mit den Köpfen zusammen. So etwas kann passieren. Ich war nur froh, dass die Beule nicht aufgeplatzt ist", erklärte Ottke. "Weil ich vorne lag, wollte ich danach kein großes Risiko mehr eingehen", schilderte der 36-Jährige sein Verhalten in der Schlussphase.
Wie andere Journalisten das Ringgefecht sahen, kann nachfolgend in Ausschnitten nachgelesen werden:
- Berliner Zeitung:
"Den Ankündigungen zum Trotz präsentierte sich der sieben Jahre jüngere Herausforderer keineswegs als ein Boxer, der sich mit Klammern und Schieben über die Zeit rettet. Ottkes Trainer Ulli Wegner attestierte dem Mann aus Bury St. Edmunds einen guten Fight. Gegen den boxerisch limitierten, aber schnellen Starie hatte sich der Champion mehr schlecht als recht über die Distanz gequält. In der zehnten von zwölf Runden handelte er sich per Kopfstoß eine hühnereigroße Beule an der rechten Schläfe ein."
- Berliner Kurier:
"Es ist nachts, 1.00 Uhr. Mit einem Grinsen im Gesicht kommt Sven Ottke zur Pressekonferenz. Seine Stirn ziert eine mächtige Beule. Er hatte gerade seine beiden WM-Gürtel, den der IBF und den der WBA gegen David Starie (Großbritannien) verteidigt und sich aus seinem Wohnzimmer, Magdeburger Bördelandhalle von 7.500 Fans verabschiedet. Aber nun wartet wohl Henker Hopkins auf ihn. Alle fragen sich: Wars das? 31 Profikämpfe, 31 Siege und Ottke sieht aus (bis auf die Beule natürlich), als könne er noch locker ein paar Duelle über die Bühne bringen. So richtig will sich der Doppel-Champion auch nicht festlegen."
- Berliner Morgenpost:
"sven ist ein intelligenter Boxer. Er hat genau so viel getan, wie nötig war, mich zu besiegen. David Starie, laufende Nummer 18 in der Reihe jener Berufsfaustkämpfer, die Sven Ottke den IBF- und seit kurzem auch den WBA-Titel im Super-Mittelgewicht abnehmen wollten, brachte es nach seinem Versuch auf den Punkt. Die zwölf Runden mit dem anfangs druckvollen, ab Runde vier aber mehr und mehr frustrierten Herausforderer waren so gar nicht nach dem Geschmack des Siegers verlaufen. Der Punkterfolg, der mit 115:113, 116:112 und 116:113 zu knapp ausgefallen war, gehörte in die Kategorie Arbeitssieg."
- Bild:
"Starie, der Feuerwehrmann aus Bury St. Edmunds, ist wie Ottke ein Boxer auf schnellen Füßen. Manager Wilfried Sauerland: Aber Starie war der Einzige aus der Rangliste, der gegen Sven in Deutschland antreten wollte. Und wir sahen einen Kampf mit Höllentempo. Schon in dieser Woche verhandelt Manager Sauerland in Fort Lauderdale mit Don King über den 10-Millionen-Dollar-Fight. Ottke soll gegen Hannibal Bernard Hopkins (USA) ran. Aber nach diesem Kampf jetzt müssen die Fans mit dem Schlimmsten rechnen. So frisst Maskenmann Hannibal unseren Svennie."
- BZ Berlin:
"Was für ein Glück, wenn man zwei Superstars hat. Sven Ottke, 36, quälte sich beim Abschied von seinem Lieblings-Publikum gegen David Starie zu einem unspektakulären Punktsieg. Dafür feierten fast 8.000 Magdeburger die Weltklasse-Leistung von Oktay Urkal, 33, gegen Eamonn Magee. Selbst Trainer Ulli Wegner räumt ein: sven ist so schnell, so fit und clever - er könnte bis 40 boxen. Aber wenn er müde ist, soll er aufhören. Dann muss Urkal in seine Fußstapfen treten. Das Zeug dazu hat er..."
- Die Welt:
"Die zwölf mal drei Minuten mit dem anfangs druckvollen, ab Runde vier aber mehr und mehr frustrierten Herausforderer waren so gar nicht nach dem Geschmack des Siegers verlaufen. Der Punkterfolg, der mit 115:113, 116:112 und 116:113 für Ottkes Anspruch zu knapp ausgefallen war, gehörte in die Kategorie Arbeitssieg. Locker gewonnen, das wäre übertrieben und total gelogen. Es war ein total anderer Kampf als sonst. Amerikanische Gegner kommen immer auf mich zu. Die wollen es wissen. Starie war schnell auf den Beinen, boxte auch auf dem Rückzug. Ich musste viel öfter die Initiative ergreifen, gab Ottke zu Protokoll."
- Express:
"Sven Ottke bleibt Weltmeister im Profi-Boxen. Der 36 Jahre alte Karlsruher verteidigte am Samstag in Magdeburg seinen Titel im Super-Mittelgewicht gegen den Briten David Starie in einem Zwölf-Runden-Kampf einstimmig nach Punkten. Für den weiterhin ungeschlagenen Doppel-Weltmeister der International Boxing Federation (IBF) und World Boxing Association (WBA) war es der 31. Sieg seiner Profi-Karriere und die 18. Titelverteidigung. Die Fans in der ausverkauften Bördelandhalle feierten den alten und neuen Champion. Ottkes sieben Jahre jüngerer Herausforderer musste die vierte Niederlage in seinem 35. Kampf hinnehmen. Der Feuerwehrmann aus Bury St. Edmunds hielt zwar konditionell sehr gut mit, konnte keine entscheidenden Treffer setzen oder seinen Gegner aus dem Konzept bringen."
- Frankfurter Allgemeine:
"Gabi Ottke in der ersten Reihe schlug entsetzt die Hände vors Gesicht. Über der rechten Schläfe ihres Mannes schwoll eine Beule rapide fast zur Größe eines Hühnereis. Doch der Zusammenstoß ihrer Köpfe in der zehnten Runde blieb der einzig aufregende Moment im Weltmeisterschaftskampf zwischen Sven Ottke und David Starie. Der Rest war Spiegelfechterei zwischen zwei Boxern, deren schnelle Füße an diesem Abend mehr im Einsatz waren als ihre flinken Fäuste. Jo-Jo gegen Gummiball. Zappeln statt zupacken. Ottke, selbstredend, gewann diesen Wettlauf der Flitzer dennoch eindeutig nach Punkten, blieb auch im 31. Profikampf siegreich. Beide Boxer ähnelten sich in ihrem sehr beweglichen, temporeichen Stil."
- Sportbild.de:
"Profiboxer Sven Ottke bleibt Doppelweltmeister im Super-Mittelgewicht. Der 36-Jährige verteidigte in Magdeburg seine Titel der Versionen WBA und IBF gegen den Engländer David Starie durch einen einstimmigen Punktsieg (3:0) nach zwölf Runden. Starie, der im Dezember 2002 bereits gegen den jetzigen WBC-Weltmeister Markus Beyer (Köln) antreten sollte (der Kampf wurde wegen einer Verletzung von Beyer abgesetzt), hielt zwar ordentlich mit, konnte den Berliner aber nie wirklich in Verlegenheit bringen. So war der Punktsieg völlig verdient. Ottke winkt nach dem Sieg gegen Starie nun ein lukrativer Kampf gegen den dreifachen Mittelgewichts-Weltmeister Bernard Hopkins."
- Süddeutsche Zeitung:
"Dann grüßte er noch einmal in alle Himmelsrichtungen. Stieg in die Ringecken und reckte die Fäuste in die Höhe. Küsste seine Handschuhe und lachte. Die übliche Pose des Siegers, und doch nicht ganz, denn über allem lag ein wenig Abschied, oder besser: ganz viel Abschied sogar, denn es ist nicht gewiss, ob Sven Ottke noch einmal wiederkommen wird in die Magdeburger Bördelandhalle, wo sie ihn svennnie! rufen. Eine kleine Gruppe hatte schon zuvor, als der Kampf noch nicht vorüber war, in Ottke aber bereits seinen Sieger hatte, aus heiteren Kehlen Junge, komm’ bald wieder angestimmt; doch das ging unter in der Atmosphäre, für die die Menschen in der Halle sorgten. Womöglich hat Ottke es nicht gehört, was nimmt ein Boxer schon wahr, wenn er dort allein ist, mit dem Gegner, dem Ringrichter, vor allem: mit sich?"
- Volksstimme Magdeburg:
"Es war eigentlich wie immer bei Ottke-Auftritten in Magdeburg: Nachdem der Sprecher den einstimmigen Punktsieg des alten und neuen Box-Weltmeisters verkündet hatte, sangen 8.000 in der ausverkauften Bördelandhalle freudetrunken Oh, wie ist das schön, feierten ihren Svennie. Ein Mitternachts-Feuerwerk ließ die Halle erbeben. Der 36-jährige Kölner Super-Mittelgewichtler blieb damit auch in seinem 31. Profikampf ungeschlagen. Und doch war es diesmal irgendwie anders. In den allgemeinen Jubel-Tenor von Trainer und Management (souveräne Leistungungefährdeter S