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Donnerstag, 2003-08-21

Pressestimmen Nürburgring

Pressestimmen zur WBC-Weltmeisterschaft am 16. August zwischen Markus Beyer und Danny Green

Am vergangenen Samstag traf WBC-Weltmeister Markus Beyer auf dem Nürburgring auf Danny Green aus Australien. Nachdem der Herausforderer den Champion in den ersten beiden Runden jeweils zu Boden geschickt hatte, fand der Titelverteidiger ab dem dritten Durchgang etwas besser in den Kampf und präsentierte selbst einige gute Aktionen.
In der fünften Runde führte dann ein absichtlicher Kopfstoß von Green dazu, dass Markus Beyer in Folge einer Cutverletzung den Fight nicht mehr fortführen konnte. Dies wurde durch Ringarzt Professor Dr. Walter Wagner aus Bayreuth bestätigt. Daraufhin begannen Gespräche und Diskussionen zwischen dem Ringrichter, dem Ringarzt, Green-Trainer Jeff Fenech und den Offiziellen, welches Urteil zu fällen sei.
Nachdem man das WBC-Regelwerk konsultiert hatte, um die richtige Entscheidung zu treffen, disqualifizierte Ringrichter Bill Clancy den 30-jährigen Herausforderer aus Australien. Zuvor hatte der Referee aber angenommen, dass die Regeln eine technische Entscheidung vorsehen und ließ deshalb fälschlicherweise die Wertungszettel der Punktrichter auszählen.

Wie andere Journalisten das Ringgefecht und die verzögerte Entscheidung durch die Offiziellen sahen, kann nachfolgend in Ausschnitten nachgelesen werden:
- Berliner Zeitung:
"Er wurde zweimal auf die Bretter geschickt, sein Gesicht war blutüberströmt - dennoch bleibt Markus Beyer Weltmeister im Super-Mittelgewicht. Der 32 Jahre alte Geraer verteidigte den Titel nach Version des World Boxing Councils (WBC) am Sonnabendabend auf dem Nürburgring durch Disqualifikation seines Herausforderers Danny Green. Ringrichter Bill Clancy (USA) hatte den Kampf nach einem absichtlichen Kopfstoß des Australiers in Runde fünf abgebrochen und zu Beyers Gunsten gewertet. Bis dahin hatte Green deutlich nach Punkten geführt."
- Berliner Kurier:
"Drei Runden lang wurde der 32-jährige Erlabrunner vom australischen Herausforderer Danny Green förmlich verprügelt. Zweimal - in Durchgang 1 und 2 - musste Beyer Ringstaub schlucken. Und so hatte Markus nach dem Kampf nicht nur den WM-Gürtel, sondern auch den schwarzen Peter, der eigentlich den konfusen und nicht regelkundigen Punktrichtern zugestanden hätte. Denn obwohl Ringrichter Bill Clancy in der fünften Runde sofort auf einen absichtlichen Kopfstoß Greens entschieden hatte, der Beyer kampfunfähig machte, wurden zuerst die Punkte bis zum Kampfabbruch gezählt. Da lag Green vorn, erst nach langem Warten wurde er dann doch disqualifiziert. Beyer war mit einem blauen Auge davon gekommen - und trotzdem bedient."
- Berliner Morgenpost:
"Gleich in Runde eins hämmerte The Green Machine Beyer zu Boden. In der zweiten Runde tat er es wieder. Blitzschnell, unberechenbar. Beyer, ein hilfloser Champ. Erst nach vier Runden fand er überhaupt in den Fight. Beyer beeindruckte Green endlich mit klugen Körpertreffern, der Australier verlor seine Linie. Und die Nerven. 33 Sekunden vor Ablauf der fünften Runde rammte der Schützling von Ex-Weltmeister Jeff Fenech dem Titelverteidiger im Infight mehrfach den Kopf gegen dessen rechte Gesichtshälfte."
- Bild:
"4.000 Fans im Festzelt auf dem Nürburgring erlebten das absolute Chaos. Weil der Ami-Ringrichter die Regeln nicht kannte, verlangte er die Auszählung der Punktzettel bis zur 5. Runde. Das Kampfgericht diskutierte, die Manager, Trainer und Betreuer brüllten durcheinander. Schließlich holte ein Funktionär die Regeln raus, kreiste Paragraph 32 ein und reichte das Blatt dem konfusen Ringrichter. Da war klar: Der Boxer, der nach einem absichtlichen Foul des Gegners nicht weiterkämpfen kann, muss zum Disqualifikationssieger erklärt werden."
- BZ Berlin:
"Schon in der 1. Runde kassiert der deutsche Weltmeister einen rechten Haken, muss auf die Bretter. Beyer geschockt, auch in Runde 2 geht er zu Boden. Das rechte Auge blutet. Doch Markus fightet, kommt zurück. Green jetzt immer schwächer... Dann die 5 Runde: Der Aussi mit üblem Kopfstoß, Beyers Wunde plötzlich riesengroß. Der Kampf wird abgebrochen. Chaos - Gegenstände fliegen in den Ring. Regelbücher werden gewälzt, Diskussionen. Schließlich wird entschieden: Green wird disqualifiziert wegen absichtlichem Kopfstoßes. Beyer bleibt Weltmeister!"
- Die Welt:
"Inzwischen gab Danny Green zu: Ja, ich habe ihn mit dem Kopf getroffen, ich habe eine Dummheit begangen, aber der Cut war schon viel früher da. Wohl wahr, mit der Entscheidung, ihn zu disqualifizieren, aber hat das nichts zu tun. Regel 32 a des WBC besagt: sollte ein Cut durch einen absichtlichen Kopfstoß verursacht werden und der betroffene Boxer nicht mehr in der Lage sein weiter zu kämpfen, verliert der Verursacher durch Disqualifikation. Nur, wenn Beyer hätte weiter boxen können, wären Green lediglich zwei Punkte abgezogen worden. Erstaunlich, dass WBC-Oberschiedsrichter Juan Sanchez (USA) erst das eigene Regelwerk zu Rate ziehen musste, um Klarheit zu haben."
- Express:
"Eigentlich hatte er keine Chance, denn Danny Green beherrschte den Kampf von der ersten Minute an nach Belieben. Und doch trägt Markus Beyer weiterhin den Titel als Weltmeister im Super-Mittelgewicht. Der 32 Jahre alte Kölner verteidigte den Titel nach Version des World Boxing Councils (WBC) am Samstagabend auf dem Nürburgring durch Disqualifikation seines australischen Herausforderers Danny Green in der fünften Runde. Green hatte den Titelträger nach Ansicht des Ringrichters Bill Clancy zwei Mal absichtlich mit dem Kopf gestoßen. Beyer konnte wegen einer tiefen Risswunde am rechten Auge nicht mehr weiterkämpfen."
- Frankfurter Allgemeine Zeitung:
"Schon in der zweiten Runde zeigte Beyers Gesicht deutliche Kampfspuren. Über dem rechten Auge wurde ein Riss deutlich. Die Folge eines linken Hakens, sagen die Australier; das Resultat eines Zusammenpralls mit den Köpfen, behauptet das Beyer-Lager. Der amerikanische Ringrichter Bill Clancy grub eine selten praktizierte Regel aus, indem er einen Punktabzug für den von der Verletzung profitierenden Boxer anzeigte. Also für Green. Drei Runden weiter war der Herausforderer von allen guten Geistern verlassen, als er Beyer einen Kopfstoß verpasste, der den ohnehin schon blutenden Kölner noch schlimmer aussehen ließ. Clancy stoppte die Auseinandersetzung im Ring, verfügte zwei Punkte Abzug für Täter Green und erklärte nach Rücksprache mit dem Ringarzt die Kampfhandlungen für beendet. Das war zugleich auch der Beginn der Konfusion. Den Regeln entsprechend hätte Clancy umgehend die Disqualifikation des Australiers wegen Kampfunfähigkeit des von ihm Gefoulten aussprechen müssen."
- Kölner Stadt-Anzeiger:
"Der Abbruch in der fünften Runde kam Beyer recht gelegen. Denn bis zur Disqualifikation hatte Green mit seiner linken Führhand nachhaltig an der Demaskierung Beyers gewerkelt und klar nach Punkten geführt. Doch dann folgte die Diskussion der Box-Experten und der Sieg des Sachsen nach Paragraph 32 der WBC-Regeln. Einerseits. Andererseits hatte Beyer ab Mitte der vierten Runde immer besser in den Kampf gefunden. Hätte ihn die Disqualifikation nicht Champion bleiben lassen, er hätte den Kampf über zwölf Runden nach Punkten durchaus noch für sich entscheiden können."
- Rheinische Post:
"Auf unrühmliche Art hat der deutsche Box-Weltmeister Markus Beyer am Samstagabend seinen Titel verteidigt. Sein Gegner, der Australier Danny Green, wurde in der fünften Runde disqualifiziert, weil er Beyer absichtlich zwei Kopfstöße verpasst haben soll. Damit verteidigte der 32 Jahre alte Kölner den Titel im Super-Mittelgewicht nach Version des World Boxing Councils (WBC) auf dem Nürburgring durch Disqualifikation seines australischen Herausforderers Danny Green in der fünften Runde. Green hatte den Titelträger nach Ansicht des Ringrichters Bill Clancy zwei Mal absichtlich mit dem Kopf gestoßen. Beyer konnte wegen einer tiefen Risswunde am rechten Auge nicht mehr weiterkämpfen."