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Mittwoch, 2003-04-09

Pressestimmen Leipzig

Pressestimmen zum Titelgewinn von Markus Beyer am 5. April in der ARENA Leipzig

Der 31-jährige Markus Beyer eroberte am Samstag in der ARENA Leipzig gegen den Kanadier Eric Lucas erneut den WM-Titel des World Boxing Councils im Super-Mittelgewicht. Zwei der drei Punktrichter hatten ihn am Ende nach einem spannenden Kampf gegen den von Stephane Larouche trainierten Kanadier Eric Lucas vorne gesehen.
"Markus hat heute Reife gezeigt. Wir sind sehr glücklich und zufrieden, dass es mit dem Sieg geklappt hat", freute sich Manager Wilfried Sauerland nach dem Erfolg des deutschen Super-Mittelgewichtlers.
Der Schützling von Trainer Ulli Wegner war schon einmal WBC-Weltmeister. Doch nach seinem Titelgewinn im Oktober 1999 in Telford gegen Richie Woodhall hatte der gebürtige Erlabrunner den WBC-Gürtel im Mai 2000 gegen den Briten Glenn Catley wieder verloren.
Wie die deutschen Journalisten den WM-Kampf von Markus Beyer gegen Eric Lucas bewerteten, können Sie hier in einigen Ausschnitten nachlesen:
- Bild:
"Lucas hatte stark begonnen. Beyer gab nach Ermahnungen von Trainer Wegner (Du musst mehr tun.) nach fünf Runden Gas. Nach Treffern lag Beyer am Ende mit 189:177 vorn. Doch weder für die 4,5 Millionen TV-Zuschauer noch für die drei Punktrichter war es eine klare Sache. Der Engländer Keane wertete für Titelverteidiger Lucas (115:114). Der Italiener Ciminale und der Amerikaner Hassett (je 116:113) für Herausforderer Beyer."
- Berliner Morgenpost:
"Aus dem überglücklichen Sieger sprudelte die Freude heraus: Ich habe es wieder geschafft, trotz der langen Wartezeit und der Verletzungen. Zwischenzeitlich habe ich an mein Karriereende gedacht, aber ich bin ein Stehaufmännchen. Ich danke dem Publikum. Ich hoffe, dass ihr in Leipzig Olympia bekommt. Lucas-Trainer Stephane Larouche hatte da bereits sein Handtuch über die Schulter gelegt und war resigniert in der Kabine verschwunden. Eine gute Stunde später, auf der obligatorischen Pressekonferenz war der Frust keineswegs kleiner geworden. Die Kanadier wollen gegen das Urteil protestieren."
- Die Welt:
"Bislang galt Markus Beyer als ein Mann, der nur das Nötigste redet. Nach dem letzten Gong im Weltmeisterschafts-Boxkampf nach Version des WBC gegen Eric Lucas (Kanada) sprudelten die Emotionen plötzlich aus dem Super-Mittelgewichtler nur so heraus. Der Herausforderer, der später sagte, er habe sich die Lockerheit von seinem Sauerland-Stallgefährten Sven Ottke abgeschaut, wirkte unter dem enormen Druck zögerlich."
- Express:
"Ehe der 31-Jährige aber am Ziel seiner Wünsche war, hatte sich Kollege Sven Ottke bald in die Hose gemacht, weil von Markus so wenig kam. Der begründete sein relativ vorsichtiges Handeln damitdass ich immer damit gerechnet habe, dass von Lucas noch was kommt. An seiner Mimik habe ich aber dann gemerkt, dass er hinten raus platt war. Als der Kampf zu Ende war, wurde der im Gesicht deutlich gezeichnete Kanadier allerdings wieder putzmunter, sprach – zu Unrecht – von Betrug und davon, dass man das in Deutschland ja gewohnt sei.
- Frankfurter Allgemeine:
"Beyer schlug weniger, aber ansatzlos. Dessen Trefferquote lag bei 46, Lucas erreichte gerade mal 29 Prozent. Beyer, in der Vergangenheit oft ein Nervenbündel, legte eine Konzentration und Reife an den Tag, die Sauerland wie Wegner überraschte. Vom Ende der fünften Runde an, als Beyer erstmals wirkungsvoll konterte, gab er dem Kampf einen Wendung, die erst ab neunten Runde vage Schlüsse auf ein Happyend für den Athleten zuließ.
- Freie Presse:
"Boxprofi Markus Beyer hat zum zweiten Mal in seiner Karriere einen WM-Titel gewonnen. Der 31 Jahre alte Wahl-Kölner eroberte in Leipzig die WBC-Krone im Super-Mittelgewicht mit einem Punktsieg gegen Titelverteidiger Eric Lucas aus Kanada zurück. Der gebürtige Sachse Beyer feierte in der Arena Leipzig den 27. Sieg im 28. Profikampf. Seine einzige Niederlage hatte er am 6. Mai 2000 kassiert und dabei den erst ein halbes Jahr zuvor eroberten WM-Titel an den Engländer Glenn Catley abgeben müssen. Lucas bezwang Catley dann im Juli 2001 und verteidigte den begehrten Gürtel in drei Kämpfen erfolgreich."
- Hamburger Abendblatt:
"Der 31-Jährige avancierte zum ersten Deutschen, dem es gelang, den WM-Titel in der gleichen Gewichtsklasse zurückzuerobern. Dafür brauchte der Schützling von Trainer Uli Wegner aber immerhin zwei Jahre und zehn Monate, nachdem er im Mai 2000 vom Engländer Glenn Catley vom Thron gestoßen worden war. Bevor es soweit war, hatte Beyer gegen den unbequemen, weil sehr hart schlagenden Kanadier allerdings Schwerstarbeit zu verrichten."
- Ostthüringer Zeitung:
"Als erster Ex-Weltmeister aus Deutschland hat sich der frühere Geraer den WM-Gürtel in der gleichen Gewichtsklasse zurück geholt. Der 31-jährige Super-Mittelgewichtler besiegte Samstagnacht den gleichaltrigen Titelverteidiger Eric Lucas (Kanada) knapp nach Punkten. Am Ende der 12 Runden hatten zwei der drei Kampfrichter den Herausforderer aus dem Kölner Sauerland-Stall auf ihren Punktzetteln vorn gesehen. In den ersten Runden bestimmte der 1,83 m große Kanadier das Geschehen. Doch ab der Hälfte des WM-Kampfs steigerte sich der Herausforderer, landete ein ums andere Mal die klareren Treffer. In der vorletzten Runde brachte der sieben Zentimeter kleinere Markus Beyer sogar einen wirkungsvollen Leberhaken an, aber zum Nachsetzen fehlte die Zeit."