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Mittwoch, 2003-09-10

Pressestimmen Erfurt

Pressestimmen zur Titelverteidigung von IBF-Weltmeister und WBA-Super-Champion Sven Ottke am 6. September in Erfurt

Am Samstagabend bezwang IBF-Weltmeister und WBA-Super-Champion Sven Ottke in der Erfurter Messehalle den Dänen Mads Larsen nach Punkten. Nach zwölf Runden sahen zwei Wertungsrichter den deutschen Super-Mittelgewichtler mit 115:113 vorne, der dritte Mann am Ring sah ein Unentschieden.
"Sven hat heute wieder seine ganze Routine und Cleverness gezeigt. Die Taktik war klar, er sollte immer wieder mit seiner Rechten zum Körper von Larsen gehen. Ansonsten sollte sich Sven schnell wegbewegen, bevor ihn Larsen treffen konnte", erklärte der zufriedene Coach Ulli Wegner in der Pressekonferenz nach dem Kampf.
Auch Wilfried Sauerland freute sich über den Erfolg von Ottke. "Ich habe selten so wenig gezittert. Im Gegensatz zu Larsen denke ich, dass Mads Larsen viel vorbei und auf die Deckung geschlagen hat. Für mich war es ein klarer Sieg", äußerte sich der Manager gegenüber den Journalisten.
Wie andere Pressevertreter das Aufeinandertreffen bewerteten, kann nachfolgend in Ausschnitten nachgelesen werden:
- Berliner Kurier:
"Die einzige Blessur, die sich Doppel-Weltmeister Sven Ottke bei seinen erfolgreichen Titelverteidigungen (WBA und IBF) gegen den Dänen Mads Larsen geholt hatte, stammt nicht von einem Schlag. Ein Tritt auf den Fuß ließ den linken großen Zeh blau werden. Mehr war da nicht. Ich bin Minimalist. Wenn ich merke, das Ding läuft, muss ich mir nicht mehr meinen Popo aufreißen. Der andere will ja die Gürtel von mir. Soll er doch kommen. Heute war ein ganz entspannter Abend für mich, grinste Sven Ottke. Jetzt ruft ihn der Berg. Mittwoch ist der Box-Weltmeister prominenter Gast einer Expedition auf Afrikas höchsten Berg, den Kilimandscharo (5895 m). Kondition habe ich. Konnte mich ja gegen Larsen etwas schonen. Aber da oben ist die Luft dünn."
- Berliner Morgenpost:
"Am Tag seiner Titelverteidigung lief nicht alles nach Wunsch. Sven Ottke schlenderte durch Erfurt, auf der Suche nach einem Frisör. Im Salon in der Nähe seines Hotels brannte kurz nach 13 Uhr zwar kein Licht, auch die Tür war bereits abgeschlossen. Dafür klönte das Personal im Hof bei einem Tässchen Kaffee. Ottke trat an die Damen heran, ging in die Offensive: Habt ihr noch Bock auf Haare schneiden? Hatten sie nicht, sie hatten ja Feierabend. Also musste der Berufsboxer bis ins Zentrum marschieren, um sich für den Abend ordentlich frisieren zu lassen. Es sollte Ottkes einziges Problem an diesem Sonnabend bleiben. Die Angelegenheit mit dem Dänen Mads Larsen regelte der 36-Jährige am Abend weitaus müheloser. Dank des Punktsieges bleibt Ottke Super-Mittelgewichts-Doppelweltmeister der Verbände IBF und WBA."
- Bild:
"Sven Ottke (36) hat null Bock auf Boxer-Rente. Das ist nach dem Punktsieg gegen den Dänen Mads Larsen (30) im 20. WM-Kampf jetzt klar. Vor 8.000 Fans in der Erfurter Messehalle versprach der Super-Mittel-Champ (IBF und WBA): Ich hätte mir die Sache schwerer vorgestellt, ich mache weiter. Es war ein Flitz-Sieg. Der schnelle Ottke war vom Dänen-Hammer nie zu stellen. Manager Wilfried Sauerland: Ich habe selten so wenig gezittert. Phantom Ottke wurde kaum getroffen. Kein Kratzer im Gesicht. Svennie: Boxen ist mehr als Keilerei. Warum soll ich mir den Popo aufreißen, wenn es auch so zum Sieg reicht. Larsen war fest wie ein Klavier."
- BZ Berlin:
"Dieser Mann bleibt ein Phänomen. Ein lebendes Box-Wunder. Sven Ottke, 36, triumphierte in Erfurt zum 20. Mal im WM-Ring. Auch Dänemarks K.o.-König Mads Larsen, 30, war eine Nummer zu klein für den Berliner Champion. Svennie: Ich hatte Respekt, als ich seinen Kampf-Rekord mit 44 Siegen las. Ich hatte es mir härter vorgestellt. Ottke ließ sich auch von dem Kampf nach dem Kampf nicht beeindrucken. Larsens Nachschlagen (Ein Weltmeister muss mehr machen) beantwortete er lässig: Er muss mehr machen. Denn er will Weltmeister werden. Ich bin es. Trainer Ulli Wegner ist begeistert von seinem Doppel-Weltmeister der Verbände WBA und IBF: sven siegt mit seiner Cleverness."
- Die Welt:
"Es war einer dieser typischen Ottke-Kämpfe. Tadellos taktierend verstand sich der Berliner darauf, den Schlägen des Dänen pfeilschnell auszuweichen, gelegentlich mit zielgenauen Körpertreffern zu punkten und den Kampf über die Runden zu schaukeln. Larsen wirkte zwar wild entschlossen und deutete an, dass seine Linke gegebenenfalls verheerende Wirkung erzielen könnte. Allein dazu hätte der 31-Jährige, der zuvor 44 seiner 45 Profikämpfe gewonnen hatte, ab und zu auch mal richtig treffen müssen. So beeindruckte er den Titelverteidiger allein durch seine Optik. Das ist ein echter Adonis, sagte Ottkeder sieht schon geil aus. Zumal ihm Larsens flächendeckend tätowierter rechter Arm vorgekommen sein muss wie eine Sixtinische Kapelle der Hautkunst."
- Express:
"Profi-Boxer Sven Ottke hat seine Weltmeistertitel im Super-Mittelgewicht der Verbände IBF und WBA erfolgreich verteidigt. Der 36 Jahre alte Karlsruher bezwang am Samstagabend in Erfurt den Dänen Mads Larsen in einem Zwölf-Runden-Kampf nach Punkten. Für den in 32 Profikämpfen ungeschlagenen Ottke war es die 19. Titelverteidigung. Larsen musste in seinem 46. Kampf die zweite Niederlage hinnehmen. Vor 8.000 Zuschauern in der ausverkauften Messehalle bestritt Ottke erstmals einen WM-Kampf gegen einen Rechtsausleger und hatte damit seine liebe Mühe. Dennoch hatte er die Kontrolle über den Kampf. "
- Frankfurter Allgemeine Zeitung:
"In Erfurt sahen zwei Punktrichter Ottke jeweils 115:113 Punkte vorn, der dritte im Bunde mochte sich mit 115:115 weder für den einen noch für den anderen entscheiden. Mads Larsen wähnte sich nach einer Reihe von ausgeglichenen Runden als Punktsieger, aber da hatten ihm Trainer und Promoter einen Floh ins Ohr gesetzt. Wer einen Weltmeister stürzen will, muß ihm mehr zusetzen, als es der Athlet aus Kopenhagen getan hat. Ich habs mir schwerer vorgestellt, sprach ein von Kampfspuren im Gesicht nahezu verschont gebliebener Ottke. so gut sah ich lang nicht mehr aus, fand er beim Blick in den Spiegel. Ein Armutszeugnis für Larsen. Mit grimmiger Miene, zu allem entschlossen, war er in den Ring gekommen. Ottke registrierte den Wahnsinnskörper des Musterathleten in der anderen Ecke, dessen bösen Blick, erlebte den Dänen dann aber von Runde zu Runde als sehr, sehr fest, extrem übermotiviert, also verkrampft."
- Kölner Stadt-Anzeiger:
"Sven Ottke würde am liebsten bis zum Rentenbescheid im Box-Ring stehen. Nach seiner 19. erfolgreichen Titelverteidigung in Erfurt gegen den dänischen K.o.-Schläger Mads Larsen hat der Doppelweltmeister der Verbände IBF und WBA wieder gewaltigen Spaß am Faustgefecht. Das war ein richtig entspannter Abend, befand der 36 Jahre alte Karlsruher nach seinem Punktsieg. Das Urteil (zweimal 115:113, einmal 115:115) hätte allerdings noch klarer ausfallen müssen. An den schon oft angedrohten Abschied aus dem Seilgeviert denkt Ottke vorerst nicht: Ich mache weiter. Damit kann auch Ehefrau Gaby leben, die bezichtigt wird, ihn permanent zum Aufhören überreden zu wollen. Das kann er machen, wie er möchte, sagte die frühere Leistungsschwimmerin. Vom Aufhören spricht er seit drei Jahren. Aber es passiert ja nichts."
- Magdeburger Volksstimme:
"Mit klaffenden Wunden und zerschlagenem Gesicht steigt Doppelweltmeister Sven Ottke (36) kaum aus dem Ring. Trotzdem sehnt die ehemalige deutsche Spitzenschwimmerin Gaby das Ende der Profikarriere ihres Sven herbei. Darauf wird die Ehefrau des erfolgreichsten deutschen Boxprofis allerdings wohl noch eine Weile warten müssen. Nach seiner erfolgreichen 19. Titelverteidigung am Sonnabend in Erfurt gegen den Dänen Mads Larsen behält der gebürtige Berliner als Doppelweltmeister im Super-Mittelgewicht nach Versionen der IBF und WBA die begehrten Gürtel. Ich bleibe weiter im Ring, verkündete Ottke den 8.000 Zuschauern in der ausverkauften Messehalle. Und Ottke, nicht umsonst Phantom genannt, lieferte in Erfurt erneut eine Demonstration klugen und schmerzfreien Boxens. Es gibt weltweit nur wenige Profis, die das von ihm gezeigte Hochgeschwindigkeits-Defensivboxen in dieser Vollendung beherrschen."
- Rheinische Post:
"Box-Oldie Sven Ottke hat gegen den Dänen Mads Larsen seine Weltmeistertitel im Super-Mittelgewicht der Verbände IBF und WBA erfolgreich verteidigt. Doch der Karlsruher tat sich gegen den Rechtsausleger in zwölf harten Runden sichtlich schwer. Der 36 Jahre alte Karlsruher bezwang am Samstagabend in Erfurt den Dänen Mads Larsen in einem Zwölf-Runden-Kampf nach Punkten. Für den in 32 Profikämpfen ungeschlagenen Ottke war es die 19. Titelverteidigung. Larsen musste in seinem 46. Kampf die zweite Niederlage hinnehmen. Vor 8.000 Zuschauern in der ausverkauften Messehalle bestritt Ottke erstmals einen WM-Kampf gegen einen Rechtsausleger und hatte damit seine liebe Mühe. Dennoch hatte er die Kontrolle über den Kampf."
- Thüringer Allgemeine:
"Es dauerte bis nach Mitternacht, ehe feststand, dass der alte Weltmeister auch der neue ist. Dann aber stand die Erfurter Messehalle zum ersten Male nach einem Boxkampf Kopf. 7.800 Zuschauer feierten Sven Ottke. Die anderen 200 kamen aus Dänemark. Nach zwölf bewegten Runden, aber einem Kampf, der alles andere als spektakulär verlief, verteidigte der 36-jährige Berliner Super-Mittelgewichtler gegen den sechs Jahre jüngeren Mads Larsen seine Weltmeistertitel der Verbände IBF und WBA mit einem knappen aber verdienten Punktsieg. Zwei der Juroren hatten Ottke mit 115:113 vorn, ein dritter hatte mit 115:115 ein Unentschieden berechnet. Obwohl das auch zur 19. Titelverteidigung ausgereicht hätte, sah sich Larsen von den Unparteiischen verschaukelt, stürmte in seine Kabine und versammelte die dänische Pressemannschaft zur Protestkundgebung."
- Westfälischer Anzeiger:
"Der in seiner Leistung von Ottke und den Punktrichtern (zwei sahen den Champion 115:113 vorn, einer wertete 115:115) abgewertete Larsen war nach dem Punkturteil verstimmt: Ottke hat viel zu defensiv geboxt. Der hat doch nie gezeigt, wer der Weltmeister ist. Ich war sicher, gewonnen zu haben, aber in Deutschland ist eben alles möglich. Ich denke, Ottke ist ein großer Champion und gibt mir ein Rematch. Der große Champion grinste nur: Wir kennen das doch. Im Profiboxen geht es ums Geld. Die wollen noch mal kassieren und machen ein bisschen Brimborium. Weil Ottke an Rücktritt keine Gedanken mehr verschwendet (Ich war in einem kleinen Loch, bin aber nach diesem Sieg wieder neu motiviert), hat Manager Wilfried Sauerland jetzt andere Pläne."