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Donnerstag, 2004-09-16

Pressestimmen Beyer

Markus Beyer verliert seinen WM-Titel gegen Cristian Sanavia

Cristian Sanavia ist neuer WBC-Weltmeister im Super-Mittelgewicht. Der 29-jährige Italiener bezwang am Wochenende den bisherigen Titelträger Markus Beyer (33) knapp nach Punkten (116:115, 116:113 und 114:115).
"Ich habe so unglaublich viel falsch gemacht. Ich weiß nicht, was los war. Ich muss jetzt wirklich in mich gehen", erklärte der enttäuschte Beyer nach der Niederlage in der Chemnitz-Arena.
Manager Wilfried Sauerland war mit dem Urteil der Punktrichter unzufrieden. "Es will mir nicht wirklich in den Kopf, wie das Urteil zu Stande gekommen ist", sagte er auf der Pressekonferenz nach dem Kampf.
So sahen einige Zeitungen den Kampf von Markus Beyer:
- Berliner Morgenpost:
"Es sollte ein Befreiungsschlag werden, die Bestätigung, aus einer Schaffenskrise selbst herausgefunden zu haben und ein wenig auch der Schritt aus Sven Ottkes Schatten. Es wurde ein symbolischer Knockout. Markus Beyer, WBC-Champion im Super-Mittelgewicht, verlor am frühen Sonntagmorgen in der Chemnitz-Arena gegen den krassen Außenseiter Cristian Sanavia (29) aus Italien. Dabei hatte sich der 33-jährige Beyer auf die Gelegenheit gefreut zu zeigen, dass die schwächeren Kämpfe gegen Danny Green (Australien) im August 2003 am Nürburgring und gegen den Südafrikaner André Thysse im Februar in Dresden nur Ausrutscher gewesen waren. Er hat für mich nicht verloren, aber er hat den Wettkampf als Weltmeister nicht dominiert, hat seine Strategie dem Gegner nicht aufgezwungen, stand für den enttäuschten Trainer Ulli Wegner die Ergebnisanalyse schnell fest. Und der 62-Jährige nannte umgehend eine Möglichkeit, die Wurzel des Übels auszurotten: Wir, er und ich, müssen uns den Arsch aufreißen. Und wir werden das tun. Markus wird weiterboxen und den Titel zurückholen."
- BZ Berlin:
"Eine Nacht lang hatte Markus Beyer, 33, über seine Entscheidung geschlafen. Gestern gab er bekannt: Ich mache doch weiter. Geholfen hat ihm dabei Promoter Wilfried Sauerland, der noch im Chemnitzer Ring ein Rematch mit dem Manager des neuen Weltmeisters vereinbarte. Mit einem (für Beyer) schmeichelhaften 2:1-Urteil hatte sich der Italiener Cristian Sanavia den WBC-Gürtel im Super-Mittel erkämpft. Auch, weil ihn der Sachse gar nicht richtig verteidigt hatte. Beyer bot ein desaströses Heimspiel. Ängstlich versteckte er sich gegen den 5 cm kleineren Herausforderer hinter seiner Doppeldeckung, stand Kopf an Kopf in Erwartung kommender Schläge, ohne selbst zu agieren. Kein Bitten, kein gutes Zureden, kein Anbrüllen von Trainer Ulli Wegner in der Ecke half: Er hat nichts von dem umgesetzt, was er im Training noch gezeigt hat."
- Die Welt:
"So eindimensional wie Beyer nun in den zwölf Runden zu Werke gegangen war, erschien er bei der ersten Ursachenforschung. Dass das 2:1-Urteil umstritten war, dass Ex-Champion Henry Maske Beyer als Verlierer, Sven Ottke den Ex-Kollegen als Gewinner gesehen hatten, sollte den Blick nicht dafür trüben, dass Beyer derzeit gegen einen eklatanten Mangel an Selbstbewusstsein ankämpfen muss. Kein Geringerer als WBC-Europa-Repräsentant Ruben Martinez (Spanien) hatte zuvor eine Art Verbandsprotest gegen das Urteil eingelegt und damit eine Untersuchung in die Wege geleitet. Mit der Vereinbarung eines Rückkampfes wird die hinfällig: Sowohl Beyer-Manager Wilfried Sauerland als auch Sanavia-Berater Salvatore Cherchi bestätigten, dass bereits der nächste Kampf ihre Schützlinge wieder gegeneinander im Ring sehen wird - vermutlich im Herbst in Deutschland. Ich habe einmal gewonnen, gab sich der neue WBC-Weltmeister gelassenich gewinne noch einmal."
- Sächsische Zeitung:
Kein stehender Applaus, keine Jubel-Arien, kein gefeierter Star – am Ende einer italienischen Nacht in der Chemnitz-Arena stockte den Zuschauern der Atem. Sang- und klanglos überließ Markus Beyer aus Schwarzenberg seinem italienischen Herausforderer Cristian Sanavia die Bühne und den vor einem Jahr zurückeroberten Weltmeistergürtel im Super-Mittelgewicht nach Version des Weltverbandes WBC (World Boxing Council). Es war die zweite Niederlage im 31. Kampf einer fast achtjährigen Profikarriere für den in Köln lebenden 33-jährigen Sachsen. Im Mai 2000 hatte er gegen den Briten Glen Catley verloren. Beyers Promoter Wilfried Sauerland, nach erfolgreichen Jahren mit Henry Maske und Sven Ottke wieder ohne Titelträger, kann mit der Situation leben: Markus soll nach dem knappen 1:2-Urteil im Herbst eine Revanche gegen Sanavia bekommen. Außerdem haben wir mit Oktay Urkal und Danilo Häußler weitere heiße Eisen im Feuer."
- Westfälischer Anzeiger:
"Fünf Zentimeter größer als der neue Champion, suchte Beyer unerklärlicherweise den Nahkampf, verschenkte damit seinen größten Vorteil, die eigene Reichweite, und wirkte stets gehemmt und nie locker. Der nach dem Rücktritt von Sven Ottke nun weltmeisterlose Manager Wilfried Sauerland vergrub auf seinem Platz am Ring verzweifelt das Gesicht in den Händen, Trainer Ulli Wegner brüllte so laut, dass er nach zwölf Runden nur noch krächzen konnte. Was ist denn los mit dir, du kannst es doch schrie der Erfolgscoach seinen passiven Schützling in den Ringpausen fast verzweifelt an: Du weißt doch, worum es geht. Doch die Anweisungen verhallten ungehört, nicht zum ersten Mal in seiner Laufbahn war Beyer psychisch nicht Herr der Situation. Ich weiß natürlich, dass ich mehr auf Distanz hätte gehen müssen. Der Nahkampf hat mich den Titel gekostet, sagte Beyer mit fast rührender Hilflosigkeit nach dem Fight und fast trotzig fügte er hinzu: Ich hatte ein paar Hände mehr im Ziel."