Deutsch English
26.05.2017
Top-Thema

Zeuge auf Abrahams Spuren:

WM-Kampf in Wetzlar gegen Paul Smith!

Auf dem Weg zur WM:

Feigenbutz will sich von Nemesapati nicht aufhalten lassen!

Top-Video
Video ansehen

 

 

NEWS
Mittwoch, 2009-04-01

Pressekonferenz Povetkin

Alexander Povetkin und Jason Estrada (Foto: Gerd Scheewel)

Estrada will sich Olympia-Gold von Povetkin zurückholen

In drei Tagen steigt in Düsseldorf die Nacht der Schwergewichte. Auf der offiziellen Pressekonferenz im Radisson SAS Media Harbour trafen heute Alexander Povetkin und Jason Estrada erstmalig aufeinander. Beide können auf eine erfolgreiche Amateurkarriere zurückblicken. Gemeinsam traten sie einst bei den Olympischen Spielen in Athen an, jedoch mit unterschiedlichem Erfolg. Povetkin gewann, Estrada schaffte es wegen einer Niederlage in der Vorrunde nicht bis ins Finale. Das hat sein Team bis heute nicht vergessen. "Damit hier keine Zweifel aufkommen: Wir sind nach Deutschland gekommen, um uns die Goldmedaille von Povetkin verspätet zurückzuholen", so Jimmy Burchfield, der Promoter des Amerikaners. "Jason war einer der besten Amateurboxer Amerikas und fuhr 2004 als einer der Favoriten nach Athen. Wir haben noch etwas gutzumachen." 

Das sieht der 29-jährige Amerikaner genauso. Mit seinem Abschneiden in Athen hat er sich hingegen längst abgefunden. "Das war einfach nicht mein Tag. Ich hatte schlecht geschlafen und konnte in einem Kampf meine Leistung nicht bringen, da gibt es nichts zu beschönigen. Als Profi fühle ich mich ohnehin im Ring viel wohler. Mit der Art zu kämpfen und zu punkten bin ich bei den Amateuren nie wirklich klargekommen." 

Dass auf Povetkin eine schwere Aufgabe wartet, weiß auch Valeri Belov. "Ich habe damals in Athen einen Kampf von Estrada live verfolgt", so der Trainer des "White Lion". "Er war ein guter Mann, keine Frage. Auch seine Profikämpfe haben wir aufmerksam studiert. Wir nehmen die Aufgabe sehr ernst, aber ich habe keine Zweifel, dass Alexander gewinnen wird." 

Von den deutschen Journalisten wurde Povetkin gefragt, ob er bereits das mit Spannung erwartete Aufeinandertreffen mit Wladimir Klitschko im Hinterkopf habe. "Auf keinen Fall", so die Antwort des Russen. "Ich habe großen Respekt vor Estrada und nehme den Kampf sehr ernst. Im Moment habe ich nur ihn im Kopf. Wie es danach weitergeht, werden wir sehen." Auch seine Knöchelverletzung, die den für Dezember geplanten Klitschko-Kampf verhindert hatte, sei längst ausgeheilt. "Ich habe keine Probleme mehr und bin topfit. Ich habe mir Zeit gelassen, bis ich wieder voll mit dem Training eingestiegen bin. Wir haben ganz von vorne begonnen und in den Bergen die Grundlagen gelegt. Auch die Sparringsphase verlief optimal. Ich werde mich am Samstag in der Form meines Lebens präsentieren." 

Hitzig wurde es auf dem Podium, als Vlad Hrunov, der Co-Manager von Povetkin, das Wort ergriff und Estrada zur Rede stellte. Der Amerikaner hatte seinen Gegner in einem Interview als "sitting duck" bezeichnet – also als jemanden, der zum Abschuss freigegeben ist. "Ich weiß gar nicht, ob ich das mal gesagt habe", entgegnete Estrada. "Aber wenn, dann ist das eben so – dann ist Povetkin eine "sitting duck". Alle weiteren Fragen werde ich am Samstag im Ring beantworten." 

Als zweiter Hauptkämpfer wird Lokalmatador Francesco Pianeta in den Ring steigen. Der Gelsenkirchener, der den EU-Titel im Schwergewicht hält, bekommt es bei seinem Heimspiel mit dem erfahrenen Polen Albert Sosnowski zu tun. "Francesco hat sich hervorragend entwickelt", lobte Trainer Ulli Wegner. "Er hat hart gearbeitet. Seine Formkurve zeigt weiter nach oben. Ich bin mir sicher, dass er ein ganz tolles Heimspiel abliefern wird." 

Tickets gibt es über die Ticket-Hotline 01805 / 10 14 14 (€ 0,14 / min) sowie www.ticketcorner.com.