Deutsch English
23.03.2017
Top-Thema

Pressekonferenz vor Zeuge-WM

Vor Weltmeisterschaft in Potsdam halten sich Hauptkämpfer zurück

Zeuge bleibt bescheiden

WBA-Weltmeister ist mit dem zufrieden, was er hat - auch nach WM-Sieg!

Top-Video
Video ansehen

 

 

NEWS
Donnerstag, 2008-11-06

Pressekonferenz in Bamberg

"Diszipliniert wie eine Nonne" – Wegner lobt King Arthur vor Titelverteidigung gegen Marquez


King Arthur und Raul Marquez beim Wiedersehen
Die Spannung steigt: Am Samstag verteidigt King Arthur seinen IBF-Titel gegen Raul Marquez. Schon jetzt ist die JAKO Arena in Bamberg restlos ausverkauft. Am Mittwoch trafen sich die beiden Protagonisten zur offiziellen Pressekonferenz. Es war ein Wiedersehen der besonderen Art, nachdem King Arthur den ursprünglich für den 4. Oktober geplanten Kampf in letzter Sekunde krankheitsbedingt hatte absagen müssen. Arturo Marquez, Vater und Trainer des Pflichtherausforderers, machte seinem Ärger Luft. "Arthur war gar nicht krank", mutmaßte er. "Als er Raul in Amerika gesehen hat, hat er ihn total unterschätzt. Bei der genaueren Video-Analyse nachher hat er dann gesehen, wie stark Raul wirklich ist und wollte nicht mehr in den Kampf gehen." Genau wie im Ring hatte King Arthur einen trockenen Konter parat. "Stimmt, ich habe solche Angst, dass ich mich nicht traue, gegen ihn anzutreten", sagte der Champion mit spitzer Zunge. "Vor dem Kampf kann ja jeder sagen, was er will. Ich werde meine Antwort im Ring geben."

Der Champion freut sich auf seinen 28. Kampf
Ulli Wegner lobte indes die Disziplin seines Schützlings. Nachdem der 28-Jährige beim letzten Mal kurz vor dem Wiegen noch eine zusätzliche Trainingseinheit einschieben musste, um die letzten Gramm abzukochen, hat er nun sein Kampfgewicht schon fast erreicht. "Arthur hat seine Krankheit gut überstanden und ist in bester Verfassung", so der Erfolgstrainer. "Zum Gewichtmachen braucht man sehr viel Disziplin, aber als großer Sportler muss man halt leben wie eine Nonne. Das hat Arthur getan. Ich bin sehr zufrieden mit ihm."
Auch Marquez hat die fünfwöchige Verschiebung nichts ausgemacht. "Das war für mich kein Problem, obwohl ich bestimmt gekämpft hätte, wenn ich krank geworden wäre. Wir sind zurück in die USA geflogen, haben eine Woche pausiert und dann wieder mit dem Training angefangen. Es lief alles perfekt. Weder Zeitumstellung noch die viele Fliegerei waren ein Problem. Ich bin jetzt noch besser in Form als beim letzten Mal!"

Ulli Wegner ist mit seinem Schützling zufrieden
Die Notwendigkeit, das erste Aufeinandertreffen zu verschieben, unterstrich noch einmal Wilfried Sauerland. "Natürlich waren wir alle geschockt und überrascht, als wir am Morgen davon erfuhren", meinte der Manager. "Ich habe das schon einmal erlebt, bei Graciano Rocchigianis Kampf gegen Michael Nunn. Aber wenn der Boxer krank ist, macht es natürlich keinen Sinn, in den Ring zu steigen. Nun freue ich mich aber auf einen spannenden Kampf am Samstagabend."
Bevor es so weit ist, muss King Arthur noch einen Medienmarathon bewältigen. Nachdem am Vormittag ein Besuch des Bayerischen Rundfunks auf dem Programm stand, der am Freitag im Rahmen seiner Sendung "Mensch, Otto!" über den Weltmeister berichten wird, gab er nach der Pressekonferenz zahlreiche Einzelinterviews. Am Abend standen dann noch die Drehs mit dem ARD-Team und einem Regionalsender an.

Zwei Männer, ein Ziel: der WM-Gürtel (Fotos: SE)