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Sonntag, 2007-11-04

Pressekonferenz Erfurt

Povetkin und Byrd vor IBF-Eliminator siegessicher – Auch Sylvester optimistisch

Freundlich, optimistisch und siegessicher – so präsentierten sich heute Alexander Povetkin und Chris Byrd bei der offiziellen Pressekonferenz in Erfurt. Am Samstag eröffnen die beiden Schwergewichtler das mit Spannung erwartete Vierer-Ausscheidungsturnier der IBF. Nur zwei Siege trennen sie noch von einem Duell mit Weltmeister Wladimir Klitschko. "Daran habe ich noch keinen Gedanken verschwendet", sagte Alexander Povetkin. "Ich will erst einmal Chris Byrd besiegen. Das wird vielleicht der schwerste Kampf meiner Karriere."

Zwei Männer, ein Ziel: ein WM-Kampf gegen Klitschko.
Für Povetkin, den Olympiasieger aus dem Jahr 2004, sei es eine große Ehre, gegen einen so bekannten Boxer wie Chris Byrd antreten zu dürfen. Der frühere WBO- und IBF-Champion gehört seit Jahren zum Besten, was das Schwergewicht zu bieten hat. "Ich habe großen Respekt vor ihm", so Povetkin. "Er war immer eine Art Vorbild für mich. Als Jugendlicher habe ich mir immer gewünscht, einmal ein Foto mit ihm machen zu dürfen. Und nun stehe ich ihm im Ring gegenüber."

Alexander Povetkin freut sich auf den Kampf gegen Chris Byrd.
Über die netten Worte seines Gegenübers freute sich Byrd sichtlich, ließ aber keine Zweifel an seinen Zielen für Samstag aufkommen. "Ich mag Povetkin als Person, doch im Ring ist das eine andere Sache. Wir haben beide die gleichen Ziele – wir wollen gewinnen." Denn der Sieger wird in einem Final Eliminator um das Recht kämpfen, Klitschko herausfordern zu dürfen. Den Gegner machen Calvin Brock und Eddie Chambers am 2. November unter sich aus.

Der Ex-Champ gibt sich selbst "gute Chancen".
Neben seiner "hervorragenden körperlichen Verfassung" vertraut Byrd vor allem auf die Erfahrung von 44 Kämpfen (40 Siege, 21 K.o.´s). "Ich bin viel erfahrener als Povetkin und habe schon unzählige Male über zwölf Runden im Ring gestanden. Ich denke, ich habe gute Chancen, zu gewinnen", meinte der 37-Jährige. Ähnlich sieht das auch seine Familie. Während Ehefrau Tracy ihrem Mann bescheinigte, außerhalb des Ringes ein "netter Typ" zu sein, betonte Trainer Joe Byrd, dass er fest von einem Sieg seines Sohnes ausgehe. "Wir sind bereit für Samstag. Wir haben uns so vorbereitet, als ob es sich um einen WM-Kampf handeln würde", so sein Statement. Die Byrds sind sich jedoch der Schwere der Aufgabe bewusst. "Aus Amateurzeiten weiß ich, dass es sehr schwer ist, Boxer aus der ehemaligen Sowjetunion zu besiegen", fügte der Vater anerkennend hinzu.

Trainer Valeri Belov.
Auch im Lager des noch ungeschlagenen Russen (13 Kämpfe, 13 Siege, 10 K.o.´s) weiß man um die Errungenschaften von Chris Byrd. "Natürlich haben wir eine Menge Respekt vor diesem Gegner, doch Alexander ist sehr zielstrebig und hochmotiviert. Er wird alles für einen Sieg geben", sagte Trainer Valeri Belov.
Als zweiter Hauptkämpfer wird am Samstag Sebastian Sylvester (26-2, 13 K.o.´s) in den Ring steigen. Der Europameister im Mittelgewicht setzt seinen Titel gegen den Italiener Simone Rotolo (27-2, 13 K.o.´s) aufs Spiel. "Das wird eine schwere Aufgabe", weiß der gebürtige Greifswalder. "Ich habe mir seine letzten Kämpfe auf Video angeschaut. Ich habe mich auf zwölf Runden vorbereitet und bin sehr gut in Form."

Sebastian Sylvester hat sich gegen Simone Rotolo auf einen harten Kampf eingestellt.
Rotolo – ein "schneller und beweglicher Mann", wie Sylvester-Coach Hartmut Schröder befand – erzählte, es gäbe drei Gründe dafür, warum er am Samstagabend den Ring als Sieger verlassen werde. Verraten wollte er jedoch keinen davon. "Ich werde gewinnen", so seine Ankündigung. "Die drei Gründe nenne ich dann hinterher auf der Pressekonferenz." Sollte Sylvester seinen Titel erfolgreich verteidigen, hat er für seinen nächsten Kampf schon einen Wunschgegner parat. "Das ist natürlich Felix Sturm", so der 27-Jährige. "Aber zuerst gilt meine volle Konzentration dem Kampf am Samstag."

Mads Larsen und Ulli Wegner kehren nach Erfurt zurück – dieses Mal als Team (Fotos: SE).
Ebenfalls in den Ring steigen wird Mads Larsen (48-2, 37 K.o.´s). In Erfurt unterlag der sympathische Däne im September 2003 Weltmeister Sven Ottke denkbar knapp nach Punkten. "Heute habe ich den Trainer, den Ottke damals hatte", schmunzelte der 34-jährige Super-Mittelgewichtler. "Deshalb bin ich sehr optimistisch für die Zukunft. Ich freue mich, zurück in Erfurt zu sein, und hoffe, bald um die WM boxen zu können." Auch Ulli Wegner freut sich auf Samstag. "Es ist schön, wieder in Erfurt zu sein, schließlich habe ich zwei Jahre hier gelebt. Ich glaube, das Publikum kann sich auf tolle Kämpfe und talentierte Boxer freuen."
Wie Sauerland Event-Managerin Patricia Sattel verriet, sind nur noch wenige Karten für das Spektakel in der Messehalle erhältlich.