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Freitag, 2008-02-01

Pressekonferenz Berlin

Povetkin vs. Chambers: Deutschland ist nicht Hollywood!

Schon jetzt ist das Interesse am finalen IBF-WM-Ausscheidungskampf um das Pflichtherausforderungsrecht von Wladimir Klitschko riesengroß. In 44 Länder wird der Fight zwischen Alexander Povetkin und Eddie Chambers am Samstag übertragen. Sogar der amerikanische Pay-TV-Sender HBO, bei dem der frühere Schwergewichts-Weltmeister Lennox Lewis als Co-Kommentator agiert, wird live aus Berlin senden. Zum ersten Mal überträgt HBO einen Kampf aus Deutschland, bei dem keiner der Klitschko-Brüder im Ring steht. Doch bevor es im Tempodrom zur Sache geht, stand bei der Pressekonferenz am Mittwoch erst einmal der verbale Schlagabtausch zwischen den Kontrahenten auf der Tagesordnung.

Pressekonferenz in Berlin: Alexander Povetkin und Eddie Chambers
Nachdem die Medienvertreter durch eine Videopräsentation auf den Kampfabend eingestimmt wurden, hatte zunächst Dan Goossen, der Promoter von Eddie Chambers, das Wort. "Ich komme ja aus Hollywood – und das ist ja hier wie zu Hause", lobte er. "Ich bin vom riesigen Medieninteresse, das auch durch die Anwesenheit der vielen Journalisten heute belegt wird, beeindruckt. Das wird ein großer Kampf, der auch in den USA mit Spannung erwartet wird. Eddie ist die Nummer eins der IBF-Weltrangliste, Alexander die Nummer zwei. Wir sind sicher, dass Eddie den Ring am Ende als Sieger verlassen wird."
Der verbale Konter von Manager Wilfried Sauerland ließ nicht lange auf sich warten. "Wir sind hier nicht in Hollywood, wir sind in Deutschland. Da gibt es nicht immer ein Happy End. Es tut mir leid für Dan Goossen, dass er nach dem Kampf am Samstag wieder mit leeren Händen nach Hause fahren muss. Ich bin mir sicher, dass Alexander Povetkin gewinnen wird." Am Samstag werde man eine ganz junge Schwergewichtsgeneration zu Gesicht bekommen. Auch der Verlierer des Fights werde später wieder oben angreifen, war sich Sauerland sicher.

Dan Goossen, Eddie Chambers, Alexander Povetkin und Wilfried Sauerland
Alexander Povetkin hätte mit einem Erfolg über Eddie Chambers die Möglichkeit, bereits im 16. Profikampf um einen WM-Titel zu kämpfen. "Ich bin einfach froh, dass ich die Chance dazu habe. Ich denke, dass es ein sehr schwerer Kampf wird. Ich glaube nicht, dass die Aufgabe leichter ist, als die im letzten Kampf gegen Chris Byrd. Alles andere werden wir am Samstag sehen", sagte der 28-Jährige. Um den Traum eines WM-Kampfes wahr werden zu lassen, muss er jedoch zunächst Eddie Chambers besiegen. Doch auch der Amerikaner steigt mit einer gehörigen Portion Zuversicht in den Ring.
"Meine Chancen sind sehr gut. Ich fühle mich in der Lage, Povetkin zu schlagen. Ich habe mir Videos vom Kampf gegen Byrd und ein paar frühere Kämpfe von Alexander Povetkin angeschaut. Es waren beeindruckende Siege dabei. Doch ich bin sehr beweglich. Povetkin weiß noch gar nicht, wie stark ich bin. Ich werde gewinnen", verkündete er. Der 25-Jährige hat sich darauf eingestellt, dass er nicht mit der Unterstützung des Publikums rechnen kann. "Das weiß ich natürlich. Doch mir macht das nichts aus. Damit werde ich fertig", sagte er.

Trainer Hartmut Schröder und sein Schützling Sebastian Sylvester (Fotos: SE)
Auch der zweite Hauptkampf des Abends, die Europameisterschaft im Mittelgewicht zwischen Sebastian Sylvester und dem Franzosen Francois Bastient, verspricht ein hohes Maß an Spannung. "Bastient boxt wie Danilo Häußler, geht permanent nach vorne", weiß der Titelverteidiger um die Stärken seines Gegners. Doch der 27-jährige Sylvester will sich mit einem weiteren Erfolg für einen WM-Kampf empfehlen. Sein Trainer Hartmut Schröder hält die Weltmeisterschafts-Pläne seines Schützlings für realistisch. "Natürlich muss man hart dafür arbeiten, doch bis zum Ende des Jahres wollen wir die WM", bestätigte er.