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Donnerstag, 2002-05-09

PR-Agentur kündigt Tyson

Die Agentur Dan Klores Communication vertritt offenbar nicht mehr Mike Tyson

Wie boxen.com schon am 6. Mai meldete, hat offenbar die PR-Agentur, die Mike Tyson vertreten hat, nun tatsächlich den Vertrag mit dem früheren Schwergewichtsweltmeister gekündigt. Seit dem Skandalkampf von Tyson gegen Holyfield im Jahre 1997, als Tyson seinem Gegner ein Stück seines Ohres abbiss, hatte die Agentur Dan Klores Communication den Boxer vertreten und mit ihm einige schwierige Zeiten überstanden. Unter der Kundenliste der Agentur sind unter anderm der US-Fernsehmoderator Jay Leno, der Popstar Puff Diddy, der demokratische Politiker Andrew Cuomo, die NBA (der nordamerikanische Basketballverband), und Unternehmen wie Gerneral Motors, Shell, United Airlines oder Avon.
Der frühere Sprecher von Mike Tyson, Scott Miranda sowie der Agenturchef Klores waren nicht zu einer Stellungnahme zu erreichen. Tyson hatte in der vergangenen Woche mehrere Pressevertreter zu einem Interviewtermin auf die Insel Maui, die zu Hawaii gehört, eingeladen. Dabei entglitten ihm wieder einmal die Worte und er ließ seinen Hasstiraden auf Lennox Lewis wüste Beschimpfungen gegenüber den Reportern und verbale Belästigungen gegenüber einer weiblichen Journalistin folgen.
Daraufhin blieb den PR-Profis keine andere Wahl, als den Auftrag, Tyson zu vertreten, zu kündigen, um nicht selber ein Opfer der negativen Schlagzeilen über den 35-Jährigen zu werden.
Auf den Pressemitteilungen des Schwergewichtlers taucht der Name der Agentur nun nicht mehr auf. Der frühere Sprecher von Tyson, Adam Grant, hat unterdessen bestätigt, dass er von Tysons TV-Partner, dem Pay-TV-Sender "Showtime" beauftragt wurde, die PR-Arbeit für den Boxer zu übernehmen. Grant arbeitete bis vor ein paar Monaten für noch selber für Dan Klores Communication.
Während der neue PR-Beauftragte glaubt, dass "Dan Klores einfach entschieden hat, den Job nicht mehr zu machen", ist der Manager von Tyson, Shelly Finkel der Ansicht, dass die Agentur, die Tyson beriet, einfach nur eine mehrwöchige Pause macht, da es momentan nichts zu tun gäbe, da man die ganze Publicity schon in der vergangenen Woche gehabt habe.
Nach den jüngsten verbalen Ausfällen seines Mandanten erklärte der Chef der PR-Agentur von Tyson, Dan Klores, einem Redakteur der New York Post: "Ich werde Matt Blanc [dem Präsidenten des Pay-TV-Senders Showtime, Anm. der Red.] und Miranda eine E-Mail schreiben und ihnen sagen, dass wir ab sofort unseren Auftrag nicht mehr wahrnehmen werden."