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23.03.2017
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Pressekonferenz vor Zeuge-WM

Vor Weltmeisterschaft in Potsdam halten sich Hauptkämpfer zurück

Zeuge bleibt bescheiden

WBA-Weltmeister ist mit dem zufrieden, was er hat - auch nach WM-Sieg!

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Sonntag, 2006-02-19

Povetkin vs. Bango

Box-Wunder trifft am 4. März in Oldenburg auf 1,91-Hünen aus Nigeria


Richard Bango – Alexander Povetkin
Er gilt als der beste Super-Schwergewichtler der letzten Jahre - Alexander Povetkin war 2002 und 2004 Europameister, 2003 Weltmeister, und bei den Olympischen Spielen in Athen gewann er die Goldmedaille. "Mit Alexander Povetkin haben wir den wohl begehrtesten Amateurboxer der Welt verpflichten können", freute sich Manager Wilfried Sauerland nach der Vertragsunterzeichnung im Juni 2005. Nun trifft der für das Berliner Sauerland-Team startende Russe nach fünf Profikämpfen in der Oldenburger EWE-Arena auf seinen ersten harten Brocken im Lager der Berufsboxer.

Valuev vs. Bango, Richard Bango nach 6. Runden mit Valuev
Richard Bango war ungeschlagen, bis er im Sommer 2004 den Kampf gegen den mittlerweile zum Weltmeister aufgestiegenen Nikolai Valuev verlor. Das 1,91m große Muskelpaket aus Nigeria erwies sich selbst für den 2,13-Hünen aus St. Petersburg als schwere Aufgabe. Doch nach sechs Runden musste der von starken Schwellungen im Gesicht gezeichnete Kämpfer der brachialen Schlagkraft des Russen Tribut zollen. Es blieb allerdings seine einzige Niederlage in 18 Kämpfen. Auch nach Oldenburg kommt Bango, der in Barcelona lebt, nicht zum Verlieren: "Povetkin ist erst 27 Jahre alt, und auch wenn er ein guter Amateur war - Profiboxen ist ein ganz anderer Sport. Ich werde meinen Gewichts- und Reichweitenvorteil nutzen", macht sich Bango Mut.

Povetkin im Berliner Max-Schmeling-Gym und im Ring
Der Favorit der Begegnung, Alexander Povetkin, bereitet sich zur Zeit in Tschechow bei Moskau vor, wo er mit seiner Frau Irina und Tochter Arina (3) lebt. Den Feinschliff für den Kampf bekommt der Schwergewichtler dann bei Cheftrainer Ulli Wegner im Berliner Max-Schmeling-Gym. "Beim Training mit den Berlinern habe ich viel gelernt. Auch die Zusammenarbeit meines russischen Heimtrainers mit Ulli Wegner hat mir die Umstellung vom Amateur- zum Profilager sehr erleichtert", so Povetkin. Über seine sportlichen Ziele als Berufsboxer äußert er sich nur vorsichtig. "Als Amateur habe ich alles erreicht, und natürlich will ich weiterhin Erfolg haben. Aber schon bei meinen ersten Profikämpfen einen Titel als Ziel anzugeben, dafür bin ich nicht der Typ." Doch seit der Weltmeisterschaft seines Stallkollegen Nikolai Valuev ist Povetkin davon überzeugt, dass die osteuropäischen Länder in wenigen Jahren alle Weltmeister im Schwergewicht stellen werden.
Da mit Oleg Maskaev, der die WBC WM-Ausscheidung gegen Sinan Samil Sam gewann, und dem Ukrainer Wladimir Klitschko, der auf IBF Weltmeister Byrd trifft, zwei in der Sowjetunion geborene Boxer vor Titelkämpfen stehen, könnte Povetkin mit dieser Wette bald viel Geld verdienen.