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Dienstag, 2008-12-09

Povetkin im Interview

"Ich wünsche mir nichts sehnlicher als den Klitschko-Kampf"

Alexander Povetkin sollte am 13. Dezember in Mannheim gegen Titel-Verteidiger Wladimir Klitschko um die WM im Schwergewicht antreten. Daraus wurde jedoch nichts. Vor ein paar Wochen verletzte sich Povetkin beim Waldlauf und zog sich einen Bänderanriss im Sprunggelenk zu. Exklusiv auf boxen.com redet der ungeschlagene 29-Jährige über die Verletzung, den nächsten Klitschko-Kampf und seine Pläne für 2009.
Wie kam es zur Verletzung?
Alexander Povetkin: Ich bin beim Waldlauf über eine Baumwurzel gestolpert. Beim Auftreten bin ich dann noch einmal umgeknickt.
Deine Reha hast Du abgeschlossen. Wie geht es Dir jetzt?
Alexander Povetkin: Ich fühle mich grundsätzlich wieder gesund. Ich kann schon fast ohne zu humpeln gehen. Und fange bald wieder mit dem Lauftraining an.
Wladimir Klitschko kämpft nun gegen Hasim Rahman statt gegen Dich. Was sagst Du zu diesem Kampf?
Alexander Povetkin: Wladimir wird eindeutig gewinnen, ohne größere Verluste diesen Fight überstehen.

Alexander Povetkin befindet sich auf dem Wege der Besserung
Als Pflichtherausforderer musst Du gegen den Gewinner ran. Wer ist Dir lieber?
Alexander Povetkin: Ich wünsche mir nichts sehnlicher, als gegen Wladimir zu kämpfen. Er hat sehr viel erreicht und ist auf dem Höhepunkt seiner Karriere. Also möchte ich auch gegen ihn kämpfen.
Dieser Kampf findet wohl frühestens September 2009 statt. Was machst Du in der Zwischenzeit?
Alexander Povetkin: Ich werde hart trainieren und vielleicht einen Kampf dazwischen machen.
Vielleicht kämpft Vitali Klitschko zwischendurch für 100 Mio. Dollar gegen Lennox Lewis. Wäre das auch was für Dich?
Alexander Povetkin: Nur für Geld in den Ring zu steigen, das wäre persönlich nichts für mich. Für mich zählen Titel und der Sport. Aber das soll jeder für sich selbst entscheiden.
Wie sind Deine Trainingsbedingungen? Wladimir trainiert auf Mallorca in einem 5-Sterne-Hotel. Du hier in Russland in einem kargen Gym.
Alexander Povetkin: Auch das sollte jeder für sich selbst entscheiden. Ich fühle mich hier zuhause und sehr wohl. Ich habe hier alles, was ich brauche. Beste Trainingsbedingungen, meine Freunde und Familie.

Bald will der "White Lion" wieder jubeln (Fotos: Sumio Yamada)
Familie und Kinder sind Dir anscheinend sehr wichtig. Du hast ein Kinderhilfsprojekt ins Leben gerufen?
Alexander Povetkin: Das ist mehr eine Bewegung und nennt sich "Russische Kämpfer". Wir unterstützen einfach unsere Kinder. Sie werden von allen allein gelassen und nicht mehr gefördert. Auch der Staat greift da nicht mehr so ein. Wir wollen Ihnen etwas vermitteln.
Was genau?
Alexander Povetkin: Zum Beispiel alte Werte, Kultur und das man Respekt haben sollte, gerade vor den Eltern. Wir wollen, dass sie gesund aufwachsen – und nicht nur ihre körperliche, sondern auch ihre seelische Gesundheit fördern. Da könnte auch Bibelunterricht helfen.
Ein gutes Thema. Bist Du sehr religiös?
Alexander Povetkin: Nicht lügen und nicht stehlen. Ehre die Eltern – das sind alles positive Dinge, die der Glauben und die Bibel vermitteln. Ich will aber niemanden auf die Kirche trimmen.
Hast Du noch eine Botschaft für Deine Fans?
Alexander Povetkin: Ich möchte mich sehr für die Unterstützung bedanken. Ich verspreche, dass ich immer versuchen werde, gute Kämpfe abzuliefern.