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Dienstag, 2009-09-08

Pianeta vs. Skelton

EU-Champion Francesco Pianeta und Trainer Ulli Wegner (Fotos: SE)

Zweiter Titelkampf in Neubrandenburg

Das Publikum im Jahnsportforum Neubrandenburg darf sich auf ein weiteres Highlight freuen: Denn neben dem mit Spannung erwarteten Kampf um die IBF-Weltmeisterschaft im Mittelgewicht zwischen "Hurrikan" Sebastian Sylvester und Giovanni Lorenzo steht am 19. September auch ein Titelfight im Schwergewicht auf dem Programm. Dabei treffen der amtierende EU-Champion Francesco Pianeta (18-0-1, 11 K.o.´s) und der frühere Europameister der Königsklasse, Matt Skelton (22-3, 19 K.o.´s), aufeinander.

Pianeta hatte sich im letzten Jahr zunächst die WBC-Junioren-Weltmeisterschaft gesichert. Im August 2008 gewann er dann in der Berliner Max-Schmeling-Halle den ersten Senioren-Titel, wurde gegen den Waliser Scott "The Hammer" Gammer EU-Champion. Im Dezember 2008 folgte ein klarer Punktsieg gegen den Franzosen Johann Duhaupas. Bei der EU-Titelverteidigung gegen den bärenstarken Polen Albert Sosnowski im April dieses Jahres in Düsseldorf musste sich Pianeta allerdings mit einem Unentschieden zufrieden geben.

"Ich selbst sah mich vorne, aber ich akzeptiere natürlich das Urteil der Punktrichter. Bis auf wenige Ausnahmen, die ich danach auf Video gesehen habe, war ich mit dem Kampf dennoch recht zufrieden. Ich hätte Sosnowski nur noch mehr mit meiner Führhand stören müssen. Dann hätte es keinen Zweifel darüber gegeben, wer den Kampf gewonnen hat. Ich würde ganz gerne noch einmal gegen ihn boxen, um zu zeigen, dass ich der bessere Mann bin. Aber jetzt steht erst einmal die EU-Pflichtverteidigung gegen Matt Skelton an", so Pianeta.

Der Fight in Neubrandenburg hat es durchaus in sich. Denn der Sieger des Aufeinandertreffens darf sich große Hoffnungen machen, in nicht all zu langer Zeit nach dem EM-Titel zu greifen. "Skelton war ja schon Europameister und hat auch schon um die WBA-WM gekämpft. Es ist nicht einfach, gegen ihn zu boxen. Er setzt in der Nahdistanz häufig seinen Kopf ein. Das ist unangenehm. Außerdem hat er einen harten Punch. Technisch ist er allerdings nicht so stark. Darüber hinaus hoffe ich, mit meiner Schnelligkeit zu punkten", fährt Pianeta fort.

Dass Skelton, der bereits Britischer Meister, Commonwealth Champion, Europameister und Weltmeister der international unbedeutenden WBU war, über die größere Titelkampferfahrung verfügt, soll kein Hindernis sein. "In Neubrandenburg boxte ja auch schon mein Teamgefährte Karo Murat im Super-Mittelgewicht zweimal gegen den erfahrenen Italiener Cristian Sanavia. Der war zuvor schon Weltmeister, dennoch hat Karo beide Male gesiegt. Ich muss nur clever genug boxen, dann gewinne ich auch", ist der 24-jährige Rechtsausleger zuversichtlich.

Der Schützling von Trainer Ulli Wegner hat sich in den letzten Wochen sehr konzentriert auf den Kampf gegen den 42-jährigen Briten vorbereitet. "Obwohl ich mir im letzten Kampf die Schlaghand gebrochen hatte, bin ich schon fünf Wochen später wieder ins Training eingestiegen. Zunächst habe ich die linke Hand noch geschont. Doch seit Mitte Juli konnte ich sie wieder voll belasten. Alles ist gut verheilt. Und ich weiß, dass der Kampf in Neubrandenburg sehr wichtig ist. Aber ich will es im Schwergewicht ganz nach oben schaffen. Da zählen nur Siege."