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Sonntag, 2007-05-27

Pfiffe nach Brähmer-Sieg

Mit einem gellenden Pfeifkonzert und Buhrufen quittierte das Publikum in der Hamburger Color Line Arena am Samstagabend das Urteil der Punktrichter nach Jürgen Brähmers Punktsieg gegen den Argentinier Hector Javier Velazco. Mit 115:112, 117:111 und 115:112 werteten Manfred Küchler, Dave Parris und José Roberto Torres nach zwölf abwechslungsreichen Runden im Kampf um die zuvor vakante WBO-Intercontinental Meisterschaft im Super-Mittelgewicht für den Schweriner.

Jürgen Brähmer (l.) und Thomas Ulrich (r.) siegten in Hamburg (Fotos: ASE)
Der 28-jährige Brähmer verbuchte den besseren Auftakt für sich. Der Rechtsausleger drängte seinen Kontrahenten mit der Führhand zurück und kam mit der Linken mehrfach zu Treffern. Da sein an Reichweite unterlegener Gegner zunächst Mühe hatte, die Distanz zu überbrücken, erkämpfte sich der Deutsche Vorteile. Daran änderten zunächst auch die rechten Schwinger des Widersachers nichts, die den aktiveren Brähmer ab der zweiten Runde ein ums andere Mal überraschten.
Ab dem fünften Durchgang wurde der Druck von Hector Javier Velazco größer. Seine rechten Hände, egal ob als Körper-, Kopf- oder Aufwärtshaken, sorgten immer häufiger für Gefahr. In der sechsten Runde musste Jürgen Brähmer sogar in den Ringstaub und wurde angezählt. Der argentinische Konkurrent setzte nach, doch er war nicht in der Lage, aus der Situation mehr Kapital zu schlagen. Es dauerte bis zum Ende der siebten Runde, ehe Brähmer wieder besser in Tritt kam.
Auch die Schlussphase des Aufeinandertreffens verlief spannend. Vor allem im zehnten und elften Durchgang verbuchte Hector Javier Velazco, dessen linkes Auge in der Zwischenzeit fast zugeschwollen war, noch einmal mit seiner Linken und Rechten harte Treffer für sich. Am Ende hatten die Punktrichter jedoch den von Michael Timm trainierten Jürgen Brähmer einstimmig in ihrer Wertung vorne. Die Reaktion des Publikums ließ jedoch vermuten, dass der Erfolg eher schmeichelhaft war.
Für klarere Verhältnisse sorgte zuvor der WBO-Weltmeister im Halb-Mittelgewicht Sergiy Dzinziruk (31). Der Ukrainer bezwang den Brasilianer Carlos Nascimento (28) durch technischen K.o. nach einer Minute und 42 Sekunden der elften Runde. Noch weniger Mühe hatte der Berliner Thomas Ulrich. Der 31-Jährige blieb durch einen K.o.-Sieg in Runde eins gegen den Italiener Leonardo Turchi (34) Europameister im Halbschwergewicht. Im EM-Kampf im Schwergewicht kam Vladimir Virchis zu einem einstimmigen Punktsieg gegen Paolo Vidoz.