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Samstag, 2002-08-03

Pemberton gegen Brewer

Kampf im Super-Mittelgewicht: Scott Pemberton will WM-Chance

"Jeder Kampf, den ich bestreite, ist der wichtigste meines Lebens." Diese Worte spricht der Super-Mittelgewichtler Scott Pemberton aus den USA. Am Freitagabend findet wieder einer dieser bedeutsamen Kämpfe für den 35-Jährigen im Foxwoods Resort Casino in Mashantucket im US-Bundesstaat Connecticut statt. Der Gegner ist dabei der frühere Weltmeister der IBF, Charles Brewer, dem Sven Ottke 1998 den WM-Gürtel abnahm.
"Ich kann es mir nicht mehr leisten, zu verlieren. Ich gewinne den Kampf und mache einen Schritt nach vorne, wenn ich den Kampf verliere, wirft mich das drei Schritte zurück, also kann ich nicht verlieren", erklärt der "Sandmann", so der Kampfname von Pemberton, da er 20 von seinen 24 Siegen vorzeitig erzielte. Seine beiden einzigen Niederlagen in seiner Karriere liegen lange zurück. 1996 verlor er zwei Kämpfe hintereinander, zudem steht noch ein Unentschieden aus dem Jahr 1998 in seinem Kampfrekord.

Eine Verletzung an seiner linken Hand, die er sich vor einem Monat im Training zugezogen hatte, sei auskuriert. Großen Respekt hat er vor Brewer, der seinen letzten Kampf gegen den WBO-Champion Joe Calzaghe im April nach Punkten verlor. "Ich habe Brewer schon seit einiger Zeit beobachtet. Ich glaube, dass er eine Zeit lang einer der besten Super-Mittelgewichtler überhaupt war, aber diese Zeit ist vorbei. Jetzt ist meine Zeit gekommen."

"Brewer sollte Weltmeister sein"
Bei seinen Beobachtungen scheint er allerdings das zweite Duell von Sven Ottke gegen Charles Brewer nicht in rechter Erinnerung behalten zu haben. Denn mit seinen Äußerungen, dass Brewer der Sieger hätte sein müssen, scheint er gänzlich einen anderen Kampf im Sinn zu haben: "Wenn Sie mich fragen, sollte er zur Zeit der Weltmeister sein. Das zweite Mal, als er gegen den Weltmeister der IBF Ottke geboxt und verloren hat, hat er ihn geschlagen, aber man kann keinen Punktrichterentscheid in Deutschland gewinnen", sagte Pemberton.

Die Punktrichter werteten das Duell im September 2000 mit 116-112, 116-111 für Ottke, ein Punktrichter sah Brewer mit 113-114 vorne. Kontrovers an der Entscheidung damals war allerdings nur der Punktezettel des Unparteiischen für Brewer, da Ottke den Kampf klar dominierte und völlig zurecht gewonnen hatte. Dass Pemberton Brewer gerne als Weltmeister sehen würde, ist klar. Denn so würde er am Wochenende schon seine WM-Chance bekommen...
Möglicherweise möchte sich Pemberton mit der Provokation durch seine strittigen Äußerungen für einen Kampf gegen den IBF-Champ ins Spiel bringen. Allerdings dürfte der Amerikaner darauf noch ein Weile warten müssen. Denn bislang ist er nur bei der WBO unter den Top-Ten der Weltrangliste vertreten. Trotzdem hofft er auf seine WM-Chance. "Wenn ich das gewinne, werde ich eventuell einen WM-Kampf bekommen. Mir ist es egal gegen wen, ich will einfach nur meinen WM-Kampf", erklärte Pemberton.