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Montag, 2002-07-01

Ovationen für Ali

Stehende Ovationen für Muhammad Ali in Riesa

Am Donnerstag um 15.25 Uhr traf Muhammad Ali mit drei Limousinen in Riesa ein. Zuvor war er mit dem Flug LH 94 in Dresden gelandet. Nachdem er sein Hotel erreicht hatte, zeigte die lebensfrohe Boxlegende unter dem Jubel vieler Bürger und unter dem Blitzlichtgewitter einiger Fotografen einige kleine Zauberkunststücke für die anwesenden Kinder, die ihn begrüßt hatten. Danach gab er einem kleinen Jungen auf dessen T-Shirt ein Autogramm und zog sich zurück, um sich auszuruhen und um sich von den Reisestrapazen zu erholen.
Am Freitagabend war Muhammad Ali dann in der erdgas arena (ehemals SachsenARENA) zu Gast, um dort mit etwa 3.500 Besuchern der deutschsprachigen Erstaufführung des Filmes "Ali" beizuwohnen. Im Rahmen der Veranstaltung kreuzten Karl Mildenberger und der heute an der Parkinsonschen Krankheit leidende Muhammad Ali noch einmal für die anwesenden Zuschauer zu Showzwecken kurz die Fäuste. Mildenberger stand Ali am 10. September 1966 im Ring gegenüber und unterlag durch technischen K.o. in der 12. Runde.
Zuvor bezeichnete Udo Lindenberg den Ehrengast im sächsischen Riesa als "leuchtendes Beispiel für alle". Der Rockmusiker würdigte Alis Engagement als Kriegsdienstverweigerer und Bürgerrechtler. Der 60-jährige Ali ließ es sich nicht nehmen, sich für die freundliche Begrüßung in Riesa zu bedanken. "Es freut mich sehr, hier zum ersten Mal in den neuen Bundesländern zu Besuch zu sein. Ich liebe die Stadt und die Leute hier", erklärte er.
Der Film "Ali" handelt von den ereignisreichsten Jahren des Schwergewichtschampions. Am 25. Dezember startete die Filmbiografie in den US-Kinos. Die Produktionskosten beliefen sich auf knapp 120 Millionen Euro und spielten in den USA trotz Oscar-Nominierung des Hauptdarstellers Will Smith nur ca. 65 Millionen Euro ein. Zur deutschen Erstaufführung des Films waren zahlreiche prominente Gäste vor Ort. So nahmen beispielsweise der sächsische Ministerpräsident Georg Milbradt, Schauspieler Martin Semmelrogge, Erfolgstrainer Manfred Wolke, die nicht mehr aktiven Boxer Axel Schulz, Jürgen Blin und Henry Maske sowie Darius Michalczewski an der Premierenfeier teil.
Auch der Europameister im Super-Mittelgewicht Danilo Häußler und seine Teamgefährten Timo Hoffmann und Kai Kurzawa ließen sich die Möglichkeit nicht nehmen, der Deutschlandpremiere des Films beizuwohnen. "Der Film hat sich sehr viel mit der Religion von Ali beschäftigt. Ich hätte gerne noch mehr über seine Kämpfe gesehen", sagte Danilo Häußler nach Ende des Films. Im weiteren Verlauf seines Besuchs wird sich der ehemalige Schwergewichtschampion am Elbufer zwischen Dresden und Leipzig bei einer Ausstellung über Produkte aus den neuen Bundesländern informieren lassen.