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Sonntag, 2002-05-19

Ottkes Bewährungsprobe

IBF-Weltmeisterschaft im Super-Mittelgewicht am 1. Juni in Nürnberg: Sven Ottke vs. Thomas Tate, Vorbericht von Matchmaker Jean-Marcel Nartz

Der 34 Jahre alte, in Köln bei Chefcoach Ulli Wegner trainierende und in Karlsruhe wohnende Berliner, Sven Ottke, bereitete sich in St.Moritz im Höhentrainingslager auf einen seiner schwersten Kämpfe vor. Im September 1999 war er seinem Gegner Thomas Tate schon einmal in einer Pflichtverteidigung begegnet. Obwohl er den Kampf gewann, spricht Sven bis zum heutigen Tage davon, dass Tate neben Charles Brewer und Anthony Mundine sein stärkster Gegner war, der alles von ihm abverlangt hatte.
Ottke, der mit Sammy Ratta, Alpaslan Aguzüm und Mai Berry Lee Butler ab dem 18. Mai drei starke Sparringspartner hat, weiß über die Schlagstärke, den unbeugsamen Siegeswillen und die druckvolle Kampfkraft seines unangenehmen Gegners bestens Bescheid. Dementsprechend bereitet er sich hochkonzentriert und akribisch auf diesen Härtetest vor. In mehreren Interviews erklärte er, dass er im Falle einer Niederlage seine Karriere beenden würde. Da er aber noch einige lukrative Titelverteidigungen wahrnehmen will, stehen seine Zeichen auf Sieg, den er eindrucksvoll erringen möchte.
Während Ottke seinen 27. Kampf im 5. Profijahr bestreitet, kämpft Tate am 1. Juni zum 48. Mal (28 K.o.-Siege, 13 Punktsiege und 6 Niederlagen) seit 1989. Er begann seine Laufbahn als Halb-Mittelgewichtler, kämpfte 1992 und 1994 erfolglos gegen Julian Jackson und Roy Jones jr. um die Mittelgewichts-Weltmeisterschaft, bevor er sich im dritten Anlauf den WBU-Titel holte im Jahre 1995 holte. Diesen Titel verlor er 1996 gegen den Italiener Silvio Branco umstritten nach Punkten.
Das Herausforderungsrecht erkämpfte sich Tate am 5. Oktober 2001, als er den favorisierten, schlagstarken Landsmann Omar Sheika in der 5. Runde stoppte. Seit Anfang April befindet sich der 36 Jahre alte Tate im Trainingslager, um seine vermutlich letzte Chance, an einen großen Titel zu kommen, zu nutzen. Beide kennen sich und wissen, was zu tun ist, um den Ring als Sieger zu verlassen...