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Sonntag, 2001-12-02

Ottke siegt durch K.o.

Sven Ottke verteidigt seinen IBF-Titel durch K.o. in der zehnten Runde

Sven Ottke hat es wieder geschafft! In der Dortmunder Westfalenhalle besiegte der 34-jährige seinen Herausforderer Anthony Mundine durch K.o. in der zehnten Runde und verteidigte damit zum zwölften Mal den IBF-Weltmeistertitel im Super-Mittelgewicht. In einem hochklassigen Fight präsentierte sich der ehemalige Rugby-Spieler aus Australien zuvor als erstklassiger Kämpfer und forderte Ottke alles ab.
Mundine, der angetreten war, "um die Welt zu schocken", begann den Kampf wie erwartet offensiv und versuchte den Weltmeister mit schnellen Vorstößen zu überraschen. Ottke verließ sich auf seine sichere Deckung und setzte seinerseits Ende der zweiten Runde den ersten Wirkungstreffer und ging den Fight für seine Verhältnisse ebenfalls sehr offensiv an, um Mundine unter Druck zu setzen und ihn müde zu machen. Dennoch beeindruckte der Herausforderer zu Beginn des Fights mit schnellen Händen und einer starken Beinarbeit, zog sich aber mit einigen Mätzchen auch schnell den Unmut der Zuschauer zu. In der vierten Runde dann die erste Unsauberkeit von "The Man": Obwohl der Ringrichter den Kampf unterbrochen hatte, versuchte der 26-jährige Australier einen Kopfstoß anzusetzen und wurde folgerichtig mit einem Abzug von zwei Wertungspunkten bestraft. Dies bescherte Ottke eine frühzeitige Punkteführung, die er in den folgenden Runden leicht ausbaute.
Kurz vor Ende der achten Runde stockte den 8.000 Zuschauern der Atem: Nach einer Kombination von Mundine ging der Weltmeister, wenngleich nicht schwer getroffen, kurzzeitig zu Boden, konnte sich aber sofort wieder aufrappeln. Spektakuläre Schlagabtäusche, mit dem besseren Ende für Ottke, bestimmten die neunte Runde. Nach 2:40 Minuten der zehnten Runde dann das sensationelle Kampfende. Eine Rechte von Ottke krachte an die Schläfe von Mundine, der minutenlang benommen am Ringboden liegen blieb und zur Vorsicht in ein Krankenhaus eingeliefert werden musste.
"Ich musste sehr vorsichtig sein und war hundertprozentig konzentriert, da ich wusste, dass es mit einem Schlag vorbei sein konnte", zeigte sich Ottke nach dem Kampf erleichtert und überglücklich. "Dass ich ihn so schwer getroffen habe, dachte ich zunächst gar nicht. Ich werde doch noch zum Puncher."
Auch Trainer Uli Wegner strahlte: "Ich bin so glücklich, aber es war auch so knapp. Sven hat sich voll an die Taktik gehalten und sich dieses sensationelle Ende verdient."