Deutsch English
29.03.2017
Top-Thema

Zeuge siegt!

Trotz Kampfabbruch: Zeuge weiterhin WBA-Weltmeister

Ergebnisse Potsdam

Alle Resultate vom 25. März aus der MBS Arena im Überblick

Top-Video
Video ansehen

 

 

NEWS
Freitag, 2006-02-24

Oscar de la Hoya Comeback


Oscar de la Hoya und Bernard Hopkins
Der 33 Jahre alte Amerikaner, Oscar de la Hoya, der in den vergangenen zwölf Jahren WM-Titel in sieben Gewichtsklassen errang, will am 6. Mai im MGM in Las Vegas den WBC-Champion im Super-Weltergewicht, Ricardo Mayorga (Nicaragua), herausfordern. Der Kampf wird von de la Hoyas "Golden Boy Promotion" veranstaltet.
Oscar de la Hoya bestritt seinen bislang letzten Kampf am 18. September 2004 in Las Vegas gegen seinen Landsmann Bernard Hopkins. Für den "Golden Boy" sollte es der finale Kampf seiner Karriere werden. Allerdings schickte ihn der damalige Super-Champion im Mittelgewicht, Hopkins, in der neunten Runde mit zwei linken Haken zu Boden. Es war die erste K.o.-Niederlage in seinem 41. Profi-Fight.
Oscar de la Hoya galt Ende der 90er Jahre in der Fachwelt neben Roy Jones und Felix Trinidad als weltweit bester Profiboxer, unabhängig von Gewichtsklassen und Verbänden. Der im Armenviertel von Los Angeles aufgewachsene Sohn mexikanischer Einwanderer kann auf eine Bilderbuchkarriere zurückblicken: Der harten Kindheit folgte ein "kometenhafter Aufstieg im Boxring" (BoxSport, Okt. 2002), der 1992 mit dem Olympiasieg des "Golden Boy" in Barcelona seinen Anfang genommen hatte.
Mit dem Boxen begann Oscar de la Hoya bereits 1979 unter der Regie seines Vaters Joel, der auch sein erster Trainer war. Allerdings musste er damals eher ins "Gym" gedrängt werden: Oscar hasste nach Aussage seines älteren Bruders Joel physische Auseinandersetzungen ("He had never a street fight") und war mehr an Skateboards und Baseball interessiert. Er selbst beteuerte immer wieder, er habe keine kriminelle Vergangenheit und sei niemals Mitglied einer der zahlreichen Jugend-Gangs in East L. A. gewesen.
Früh gelangte er aber zu beachtlicher Reife im Ring und feierte schon 1988 als 15-Jähriger den ersten großen Erfolg: Im Finale der Junior Olympics besiegte er Juan Martinez nach Punkten. Zehn Kämpfe und zehn Siege später gewann er 1990 seinen ersten großen Titel und wurde durch einen Punktsieg über Ivan Robinson US-Meister im Federgewicht. Dieser Sieg sollte nur der Auftakt eines sehr erfolgreichen Jahres sein, das mit Siegen beim US Olympic Cup und bei den Goodwill Games (wieder im Finale gegen Robinson) weitere Höhepunkte brachte.
Nachdem de la Hoya 1991 auch US-Meister im Leichtgewicht geworden war, galt er als große Hoffnung für die Weltmeisterschaft. Umso größer war die Enttäuschung, als er in Sydney schon in der Vorrunde gegen Marco Rudolph aus Cottbus verlor. Trotzdem wurde er 1991 zum "Boxer of the Year" in den Staaten gewählt. Die Zielvorgabe für 1992 war klar: Revanche für die Weltmeisterschaftsschmach bei den Olympischen Spielen in Barcelona. Das Vorhaben gelang: Im Finale feierte Oscar de la Hoya einen klaren 7:2-Punktsieg über Rudolph. Die besondere Bedeutung dieses Erfolgs bestand darin, dass de la Hoya der einzige Boxolympiasieger des US-Teams war.
Mit dem Olympiasieg in der Tasche ging Oscar de la Hoya anschließend zielstrebig seine Profikarriere an.