Deutsch English
27.03.2017
Top-Thema

Ergebnisse Potsdam

Alle Resultate vom 25. März aus der MBS Arena im Überblick

Wiegen in Potsdam

Vor Super-Mittelgewichts-WM am Samstag: Zeuge und Ekpo im im Limit!

Top-Video
Video ansehen

 

 

NEWS
Dienstag, 2005-07-05

Omar Sheika im Interview

"Vielleicht meine letzte große Chance."

Markus Beyer (34) trifft am 3. September in der Berliner Deutschlandhalle auf Omar Sheika (28). Der in den USA lebende Palästinenser stand 33mal als Profi im Ring und entschied 17 seiner 26 Siege vorzeitig.
Bereits dreimal war Beyers sieben Zentimeter größerer Herausforderer seinem Ziel, der Weltmeisterschaft im Super-Mittelgewicht, zum Greifen nah. Vor fünf Jahren unterlag er dem WBO-Champ Joe Calzaghe in England durch technischen K.o.. Sein zweiter Anlauf, diesmal um den Gürtel der WBC, scheiterte 2002 am Kanadier Eric Lucas, und in Las Vegas musste sich Sheika im Dezember 2004 nach einem packenden Fight dem IBF-Weltmeister Jeff Lacy geschlagen geben.
Wie Beyer, der nach dem Wechsel ins Profilager bei seinem Trainer Ulli Wegner blieb, wird auch Sheika seit seinem Profidebüt im März 1997 von seinem ehemaligen Amateur-Trainer Nettles Nasser betreut.

Omar Sheika
boxen.com: Herr Sheika, Sie treffen am 3. September auf den WBC-Weltmeister Markus Beyer. Was sind Ihre Erwartungen?
"Ich bin bereit! Nach der Punktniederlage gegen den IBF-Champion Jeff Lacy habe ich das Training gleich wieder aufgenommen. Seit einer Woche bereite ich mich nun auf Markus Beyer vor. Für mich ist es eine große Ehre, um die WBC-Weltmeisterschaft zu kämpfen. Wenn ich mein Potential ausschöpfen kann, geht der Gürtel in die USA."
boxen.com: Nach ihrem Kampf gegen Lacy gab es viel Lob. Werden sie gegen Beyer ähnlich offensiv vorgehen?
"Von Lacy konnte ich mir ein genaues Bild machen, er ist Normalausleger und Amerikaner. Lacy ist ein guter Champion, aber nicht unschlagbar. Der Rechtsausleger Beyer hat noch nicht in den USA geboxt und ist somit schwer einzuschätzen. Eine genaue Linie habe ich noch nicht"
boxen.com: Haben Sie bisher Kämpfe von Markus Beyer gesehen?
"Ja, ich habe einige Video-Tapes bekommen. Er ist ein harter Fighter - Rechtsausleger und Weltmeister. Dass verdient meinen Respekt. Es wird kein leichter Gang, aber ich weiß, was zu tun ist. Ich setze auf einen Knockout, daran werde ich in den nächsten zwei Monaten arbeiten."

boxen.com: Ist ein K.o.-Sieg der einzige Weg?
"Ja, ich halte es für meine einzige Möglichkeit. Ich muss angreifen."
boxen.com: Das ist gefährlich, Beyer ist ein hervorragender Konterboxer.
"Das stimmt. Ich muss meine Linie durchbringen und darauf hoffen, ihn zu erwischen. Wenn ich an Beyers Führhand vorbeikomme und gute Schüsse zum Körper anbringen kann, habe ich gute Aussichten."
boxen.com: Für Sie ist es, nach den Kämpfen gegen Joe Calzaghe, Jeff Lacy und Eric Lucas die vierte Weltmeisterschaft.
"Oh ja, und ich bin sehr aufgeregt und dankbar für diese neue Chance. Nun muss ich den größten Nutzen daraus ziehen. Mit 28 Jahren habe ich zwar noch etwas Zeit, aber vielleicht bleibt es meine letzte große Chance."
boxen.com: Sie standen wie Beyer mit Eric Lucas im Ring. Während Sie Lucas nach Punkten unterlagen, wurde Markus Beyer gegen den Kanadier wenige Monate später zum zweiten Mal Weltmeister.
Direkte Vergleiche liefern kein reales Bild. Ein Sieg hängt von vielen Faktoren ab, oft entscheidet die jeweilige Tagesform. Lucas ist ein unangenehmer Gegner und, Markus Beyer gewann nur knapp nach Punkten."

boxen.com: Wie sehen ihre Pläne bis zum 3. September aus?
"Ich habe die Chance Weltmeister zu werden, entsprechend werde ich mein Leben auf das Training ausrichten. Mit mir ist immer zu rechnen, und ich bin für den großen Krach bereit. Am 3. September kämpfe ich in Berlin um den Gürtel der WBC. Wenn Gott will, werde ich Weltmeister im Super-Mittelgewicht."

Super-Mittelgewichtler Omar Sheika