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Mittwoch, 2007-10-03

Oldenburg - der Bericht

Das Rahmenprogramm in der EWE Arena

Spannende Kämpfe in der EWE Arena! Neben dem Punktsieg von Nikolai Valuev über den Kanadier Jean-François Bergeron und dem 13. Erfolg im 13. Profifight von Alexander Frenkel gegen den US-Cruisergewichtler Michael Alexander hatte die Boxgala in Oldenburg einige weitere Höhepunkte zu bieten. Insgesamt standen am Samstagabend acht Kampfpaarungen auf dem Programm.
1. Kampf: Benoit Gaudet (Kanada) vs. Andreas Evensen (Norwegen)

Zum Auftakt des Abends erwartete die Boxsportfans gleich ein Leckerbissen. Im Super-Federgewicht trafen der zuvor in 14 Profikämpfen 13-mal siegreiche Benoit Gaudet und der in sechs Fights ungeschlagene Andreas Evensen (Norwegen) aufeinander. Beide Kontrahenten legten von der ersten Runde an ein hohes Tempo vor. Hierbei übte der Skandinavier schon zu Beginn großen Druck auf seinen Widersacher aus. Doch sein 27-jähriger Gegner arbeitete beständig mit der Führhand und brachte hierbei häufiger seine Hände ins Ziel. Darüber hinaus punktete der Kanadier mit rechten Haken zum Körper. Zu Beginn des zweiten Durchgangs hielt Evensen an den Ringseilen mit einer rechten Geraden dagegen. In dem verbissen geführten Fight hielt der beweglich agierende Gaudet seinen Widersacher in der Folgezeit mehr und mehr auf Distanz. Dabei nutzte er seine Reichweitenvorteile, um präzise zu kontern. Erst in der sechsten Runde wurden die Aktionen seines 21-jährigen Konkurrenten wieder effektiver. Doch mit einem rechten Körperhaken verzeichnete Gaudet im siebten Durchgang erneut einen harten Treffer für sich. In den letzten drei Minuten versuchte Andreas Evensen, seinen Kontrahenten aus der Provinz Quebec noch einmal zurückzudrängen. Schließlich musste er sich jedoch mit 75:77, 75:77 und 76:78 einstimmig nach Punkten geschlagen geben.
Offizielles Urteil: Sieger Gaudet (einstimmig) nach Punkten

2. Kampf: David Gogiya (Russland) vs. Vitali Tsypko (Ukraine)

Vitali Tsypko wird zukünftig Rang zwei der IBF-Weltrangliste im Super-Mittelgewicht einnehmen. Der Rechtsausleger setzte sich in einem Ausscheidungskampf gegen den 31-jährigen Russen David Gogiya einstimmig nach Punkten (117:111, 117:111 und 117:111) durch. In dem Duell der ehemaligen Europameister war die Anfangsphase vom gegenseitigen Abtasten bestimmt. Gogiya fand etwas besser in den Kampf und verbuchte in der zweiten Runde einige harte Treffer mit der Rechten für sich. Im dritten Durchgang rüttelte ihn sein Gegner aus Dnipropetrowsk mit einem krachenden linken Haken zum Kopf durch. Das Geschehen im Ring war in der Folge von der Taktik bestimmt. Während Gogiya auf Überraschungsangriffe mit der rechten Schlaghand setzte, lauerte Tsypko auf Möglichkeiten zum Kontern. Nachdem das Aufeinandertreffen zunächst noch recht ausgeglichen schien, legte der Ukrainer ab der fünften Runde mehr Druck in seine rechten Führhände. Dadurch erarbeitete sich der 31-Jährige Vorteile. Im neunten Durchgang kam Tsypko zweimal mit seiner Linken zum Kopf durch, doch sein in Georgien geborener Konkurrent hielt weiter mit harten rechten Händen dagegen. In der Schlussphase agierte Gogiya hierbei sogar über weite Strecken effektiver. Doch um den Sieg von Vitali Tsypko zu gefährden, reichte es nicht mehr.
Offizielles Urteil: Sieger Tsypko (einstimmig) nach Punkten

3. Kampf: Colin Wilson (Australien) vs. Francesco Pianeta (Deutschland)

Zwölfter Sieg im zwölften Profikampf für Francesco Pianeta: Der Gelsenkirchener übernahm im Fight gegen den Australier Colin Wilson schnell die Initiative im Ring. Der 22-Jährige kam dabei zunächst mehrfach mit der Linken zum Kopf des Gegners durch. Ab der zweiten Runde agierte der 35-jährige Kontrahent, der genau wie Pianeta in der Rechtsauslage kämpfte, effektiver. Er setzte vermehrt auf seine Führhand und übte mit Hakenserien Druck auf den von Ulli Wegner trainierten Schwergewichtler aus. Im dritten Durchgang hatte sich Francesco Pianeta besser auf die Angriffe des australischen Meisters eingestellt und beantwortete die Aktionen des Kontrahenten mit eigenen Schlagkombinationen. Zudem sorgte die linke Gerade des in Italien geborenen Schwergewichtlers für Gefahr. So lieferten sich beide Konkurrenten in der Folgezeit ein abwechslungsreiches Ringgefecht. Obwohl sich Pianeta hierbei mit seiner Schlaghärte Vorteile sicherte, glänzte Wilson in der fünften Runde mit einem präzisen linken Haken zum Körper des Widersachers. Im siebten Durchgang war es wieder der Wegner-Schützling, der mit Links-Rechts-Kombinationen Vorteile für sich verbuchte. Zwar drängte Colin Wilson seinen Gegner im Schlussdurchgang noch einmal zurück, doch Francesco Pianeta hielt erneut mit harten Händen dagegen und ließ den einstimmigen Punktsieg (78:74, 79:73 und 79:73) nicht mehr in Gefahr kommen.
Offizielles Urteil: Sieger Pianeta (einstimmig) nach Punkten

4. Kampf: Ismail Abdoul (Belgien) vs. Enad Licina (Deutschland)

Von der ersten Sekunde an sehr temporeich verlief das Aufeinandertreffen zwischen dem früheren EU-Champion Ismail Abdoul und Enad Licina. Beide Kontrahenten glänzten mit einer starken linken Führhand, doch der Schützling von Trainer Manfred Wolke setzte mit schnellen rechten Schlaghänden die ersten Akzente. In der zweiten Runde sorgte Ismail Abdoul mit einem linken Haken für Gefahr, doch anschließend war es erneut sein 27-jähriger Gegner, der das Geschehen mit seinen Schlagkombinationen bestimmte. Im dritten Durchgang brachte der Belgier einige Male die Rechte ins Ziel, doch Licina erhöhte den Druck und blieb überlegen. Abdoul agierte insgesamt aus einer sicheren Deckung heraus. In der fünften Runde verbuchte der 31-Jährige mit einem linken Körperhaken allerdings auch eine gute Offensivaktion für sich, die den Kontrahenten kurz zusammenzucken ließ. Im Großen und Ganzen war es allerdings Licina, der weiterhin mit seinen linken Körperhaken und rechten Geraden die klareren Treffer erboxte. Im Schlussdurchgang suchte Ismail Abdoul noch einmal die Offensive und drängte seinen Konkurrenten mit harten linken und rechten Haken an die Ringseile zurück. Doch nachdem sich Enad Licina aus der Bedrängnis befreit hatte, war ihm der einstimmige Punktsieg (79:73, 80:74 und 78:74) nicht mehr zu nehmen.
Offizielles Urteil: Sieger Licina (einstimmig) nach Punkten


5. Kampf: Drazen Ordulj (Kroatien) vs. Andrzej Wawrzyk (Polen)

Der zuvor in fünf Profikämpfen ungeschlagene Andrzej Wawrzyk war von der Papierform her gegen den Kroaten Drazen Ordulj klarer Favorit. Selbstbewusst übernahm der von Fiodor Lapin trainierte Schwergewichtler von der ersten Runde an die Initiative. Der Pole nutzte seine physische Überlegenheit und die linke Führhand, um zu Treffern zu kommen. Doch gegen den beweglich wirkenden Kontrahenten aus Split konnte der 20-Jährige nur bedingt glänzen. Denn ab der zweiten Runde ließ ihn sein Gegner bei den vereinzelten Gegenangriffen mehrmals schlecht aussehen. Wawrzyk fehlte trotz klarer Vorteile die Durchschlagskraft in seinen Aktionen. Doch im Laufe des Aufeinandertreffens wurde die Überlegenheit des polnischen Schwergewichtlers größer, seine Treffer mit der rechten Schlaghand zeigten langsam Wirkung. In der fünften Runde wehrte sich sein 35-jähriger Konkurrent noch einmal tapfer gegen die drohende Niederlage. Nachdem er weitere harte Treffer eingesteckt hatte, signalisierte er nach dem Ende des Durchgangs aufgrund einer Ellenbogenverletzung die Aufgabe.

Offizielles Urteil: Sieger Wawrzyk durch technischen K.o. in der sechsten Runde

8. Kampf: Miyan Solomons (Südafrika) vs. Mario Preskar (Kroatien)

Ein sehr interessanter Schlagabtausch entwickelte sich im Kampf zwischen dem Südafrikaner Miyan Solomons und Mario Preskar. Dabei glänzte der Kroate zunächst mit seiner Führhand und Links-Rechts-Kombinationen zum Körper des Gegners. In der zweiten Runde fand sein 33-jähriger Kontrahent etwas besser in den Kampf. Mit einer Rechten zum Kopf bereitete er dem Widersacher kurzzeitig Probleme. In der Folge war es jedoch wieder Preskar, der mit linken Haken zum Körper effektiver wirkte. Dazu kam er im fünften Durchgang mit einer harten rechten Geraden zum Kinn des Gegners durch. Der Beweglichkeit des 23-Jährigen hatte Solomons großen Kampfgeist entgegenzusetzen. Ab der fünften Runde gelang es ihm deshalb häufiger, die Distanz zu überbrücken und zu Treffern zu kommen. Im letzten Durchgang übte der Südafrikaner mit harten linken und rechten Haken großen Druck auf Mario Preskar aus. Zwar reichte es für Miyan Solomons nicht mehr zum Sieg, doch immerhin wurde die Schlussoffensive des Schwergewichtlers aus Kapstadt von den Punktrichtern noch mit einem Unentschieden belohnt.
Offizielles Urteil: Unentschieden