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Donnerstag, 2005-08-25

Oktays Gegner in Berlin

Maxim Nesterenko: "Boxen ist wie eine Sucht, es ist mein Leben"


Europameister Oktay Urkal
Am 3. September verteidigt Oktay Urkal (35) im ICC Berlin erstmalig seinen EM-Titel im Weltergewicht. Sein Gegner, der Russe Maxim Nesterenko, ist jetzt in Berlin gelandet, um sich im Berliner Max-Schmeling-Gym den letzten Schliff für die Europameisterschaft zu holen.
Nesterenko, der frühere Europameister und WBC International-Champion, wurde am 7. Dezember 1972 in St. Petersburg geboren, wo er mit Ehefrau Katja und den Kindern Diana (7), Maxim (9) und Nadja (11) lebt.
Den Titelverteidiger kennt der frühere Europameister aus Russland nur vom Video-Tape. "Als Boxfan habe ich natürlich Urkals WM-Kämpfe gegen meinen Landsmann Kostya Tszyu und den Amerikaner Vivian Harris gesehen. Als Herausforderer sehe ich die nun aber mit anderen Augen." Für die Abende bis zum Kampf hat sich Nesterenko, der Boxer mit der Trainerlizenz, weitere Kämpfe des Berliners besorgen lassen.

Maxim Nesterenko bei der Video-Analyse des Kampfes Urkal vs. Harris
Beruflich setzt Nesterenko, der wie die Klitschkos Sportwissenschaften studiert hat, ganz auf seine Profi-Laufbahn: "Ich habe früh mit dem Leistungssport begonnen, aber erst im Alter von 17 Jahren vom Fußball zum Boxen gewechselt. Anfänglich wollte ich nur stärker werden, dann interessierten mich die Pokale und Medaillen. Mit der Familie kam die Verantwortung und der Wunsch, mit meinem Sport Geld zu verdienen dazu. Boxen ist wie eine Sucht, es ist mein Leben."
Wie Oktay Urkal, der gegen Kostya Tszyu mit einem gebrochenen Kiefer über die volle Distanz von 12 Runden ging, ist auch Nesterenko im Ring nicht zimperlich: "Vor sechs Jahren bekam ich einige Stunden vor dem Kampf gegen den französischen Lokalmatador, Stephane Cazeaux, Fieber und Schüttelkrämpfe. Den Kampf wollte ich aber auf keinen Fall absagen. Zum Lohn wurde ich neun Runden später Europameister im Weltergewicht", schwärmte der Russe vom größten sportlichen Erfolg seiner Karriere. Seinen schwersten Kampf bereitete ihm der in Ghana geborene Jackson Osei Bonsu (24), der Nesterenko im Juli 2004 in Belgien nach acht Runden am Rand des Knockouts hatte.

Maxim Nesterenko und sein Manager Sergej Mischnik
Im Guten wie im Schlechten immer an seiner Seite – Trainer Boris Horkin. Der frühere russische Meister verbrachte insgesamt 53 Kämpfe in Nesterenkos Ringecke. "Mein Trainer hat ein hervorragendes Auge, auf sein Urteil kann ich mich in jeder Kampfsituation verlassen. Zur Zeit muss er in St. Petersburg meinen Freund und Trainingspartner Denis Bakthov betreuen, aber zum Pressetraining am 30. August wird er in Berlin sein."
Als Außenseiter sieht sich der Russe mit dem Kampfnamen "Kalaschnikow" nicht: "Ich bin nicht mehr so schnell wie mit 25, aber dafür habe ich an Erfahrung gewonnen. Nach einer sehr guten Vorbereitung will ich in wenigen Tagen den Europameister schlagen."
Egal wie der Kampf im ICC Berlin ausgeht, nach dem 3. September will Nesterenko sich und seiner Familie einen ausgedehnten Deutschland-Urlaub gönnen.