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Freitag, 2002-03-22

Nunn ins Cruisergewicht

Der frühere Weltmeister Michael Nunn wechselt aus Frust die Gewichtsklasse

Der frühere Weltmeister im Mittel- und Super-Mittelgewicht, Michael Nunn aus den USA, zieht seine Konsequenzen aus der Entscheidung des WBO-Weltmeisters im Halbschwergewicht, Dariusz Michalczewski, nicht gegen ihn antreten zu wollen und wechselt in die Cruisergewichtsklasse. Der mittlerweile 38-Jährige hatte im Jahr 1998 gegen Graciano Rocchigiani seinen letzten WM-Kampf um den WBC-Titel im Halbschwergewicht nach Punkten verloren, aber seither alle seine daruffolgenden Kämpfe gewonnen. Für Nunn stehen 58 Siege gegenüber vier verlorenen Duellen zu Buche. 38 seiner Kämpfe beendete er vorzeitig.
Der US-Amerikaner befürchtet nach der Absage von Michalczewski, dass niemand gegen ihn boxen möchte, weil er so gut ist. "Ich möchte gegen die Besten boxen. Ich will noch eine Weltmeisterschaft gewinnen bevor ich aufhöre. Ich möchte der erste Boxer in der Geschichte sein, der drei verschiedene WM-Titel in unterschiedlichen Gewichtsklassen in drei unterschiedlichen Jahrzehnten gewinnt", sagte Nunn zu seinem großem Ziel.
Mit einer kritischen Haltung gegenüber den derzeitigen Weltmeistern versucht Nunn seine Chance auf einen WM-Kampf zu bekommen. "Sie boxen nicht gegen die, gegen die sie eigentlich kämpfen sollten. Denn wenn sie das tun, werden sie meistens geschlagen. Es wundert euch, was da passiert? Sie möchten ihre Kampfrekorde hochpushen, und dann wenn sie einen wirklich glaubwürdigen Gegner boxen, werden sie geschlagen. Die Medien blasen diese Leute zu Supermännern auf, die jeden schlagen können. Ich habe mich bewiesen im Boxsport. Richtige Kämpfer müssen richtige Kämpfe bestreiten. Wir müssen genau dies erreichen", erklärte ein frustrierter Nunn, der damit Bezug auf den zuvor geplanten Titelkampf gegen Michalczewski nahm, der nun jedoch am 20. April gegen den unbekannten US-Amerikaner Joey DeGrandis in seiner Heimatstadt Danzig in den Ring steigt.