Deutsch English
29.03.2017
Top-Thema

Zeuge siegt!

Trotz Kampfabbruch: Zeuge weiterhin WBA-Weltmeister

Ergebnisse Potsdam

Alle Resultate vom 25. März aus der MBS Arena im Überblick

Top-Video
Video ansehen

 

 

NEWS
Mittwoch, 2007-11-21

Niederlage für Hoffmann

Timo Hoffmann unterliegt Alexander Dimitrenko

Verloren und doch gewonnen: Zwar unterlag Timo Hoffmann am Samstagabend in der Magdeburger Bördelandhalle im Kampf um die WBO-Intercontinental Meisterschaft gegen den Ukrainer Alexander Dimitrenko durch technischen K.o. in der zwölften Runde, doch der 33-Jährige wurde trotz der Niederlage vom Publikum mit stehenden Ovationen wie ein Sieger gefeiert.

Alexander Dimitrenko und Timo Hoffmann schenkten sich nichts (Foto: UBP)
Der Deutsche erwischte den etwas besseren Auftakt in das Aufeinandertreffen und wirkte zunächst mit seinen Links-Rechts-Kombinationen aktiver. Doch ab der zweiten Runde hatte sich Dimitrenko besser auf ihn eingestellt. Vor allem mit linken Haken zum Körper und rechten Aufwärtshaken kam er gegen den Schützling von Trainer Uwe Schuster zu gefährlichen Aktionen.
Im vierten Durchgang fand sich Hoffmann nach Treffern des Gegners im Ringstaub wieder. Dimitrenko setzte nach und drückte seinen Kontrahenten erneut zu Boden. Obwohl kein Wirkungstreffer erkennbar war, zählte Ringrichter Andre van Grootenbruel den deutschen Schwergewichtler zum Unmut der Zuschauer an. "Das war auf keinen Fall Schlagwirkung, er hat mich in dieser Situation nicht getroffen", beschwerte sich Hoffmann hinterher.
Doch der Deutsche ließ sich nicht beirren und schlug in der fünften Runde gnadenlos zurück. Zunächst rüttelte er seinen Kontrahenten mit einer Rechten zum Kopf kräftig durch. Dann schickte er den Widersacher mit einer rechten Geraden in den Ringstaub. Der von Fritz Sdunek trainierte Titelverteidiger hatte Mühe, den Durchgang zu überstehen, rettete sich jedoch in die Rundenpause.
In der Folge baute Hoffmann kräftemäßig etwas ab. Dimitrenko punktete daraufhin mit seiner Führhand und nutzte mehrfach die Deckungslücken des druckvoll agierenden Gegners zu Treffern mit der Rechten. Im neunten Durchgang kam der Herausforderer aus Polleben noch einmal auf und verbuchte einige gute Aktionen für sich. In der zehnten Runde musste er allerdings wieder mehrere harte Hände des Konkurrenten einstecken.
Hoffmann hielt das Geschehen durch sein Kämpferherz und seine Nehmerqualitäten bis zur letzten Runde offen. Dennoch ging er im Schlussdurchgang zunächst zweimal zu Boden. Referee Andre van Grootenbruel wertete die zweite Situation jedoch nicht als Niederschlag und sprach sogar einen Punktabzug gegen Dimitrenko aus. Doch nachdem der Deutsche wenig später erneut im Ringstaub lag, brach er den Fight ab.
Nach zwei Minuten und 24 Sekunden der zwölften Runde stand Alexander Dimitrenko damit als Sieger fest. "Timo Hoffmann ist ein großartiger Kämpfer. Für mich war das ein großer Schritt in Richtung Weltmeisterschaftskampf", sagte der WBO-Intercontinental Champion, der sich bei der Urteilsverkündung einem riesigen Pfeifkonzert ausgesetzt sah, hinterher.
Der Jubel der Zuschauer gehörte vor allem Timo Hoffmann. Der bedankte sich folgerichtig für die großartige Unterstützung durch das Publikum in Magdeburg. "Mein Dank geht an die Zuschauer hier. Das war phantastisch", sagte er auf der Pressekonferenz nach dem Kampf. "Ich habe die Lust am Boxen trotz der Niederlage nicht verloren und würde mir einen Rückkampf wünschen", so Hoffmann.
Auch der Abbruch des Kampfes in der zwölften Runde ärgerte ihn. Das sah auch Hoffmann-Coach Uwe Schuster so. "Das hatte Timo nach dieser Leistung wirklich nicht verdient. Dimitrenko schlug häufig tief und drückte ihn immer wieder nach unten. Das hätte schon sehr viel früher mit einer Verwarnung geahndet werden müssen. Ich bin stolz auf Timo und liebe ihn für das, was er heute gezeigt hat."