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NEWS
Sonntag, 2002-09-22

News: Schwergewicht

Tyson will Steuern zurück; Oquendo will wieder boxen; Williams und Sprott siegen; Francis überrascht

Mike Tyson
Der frühere Weltmeister im Schwergewicht Mike Tyson möchte eine Einkommens-Steuerrückzahlung von 5,8 Millionen US-Dollar erstreiten. Der 36 Jahre alte Boxer zahlte zwischen 1995 und 1996 Steuern für den US-Bundesstaat Ohio, als er in der Nähe von Cleveland ein Anwesen besaß.
Nun erklärt Tyson, dass er die Steuern zurück wolle, da sein Hauptwohnsitz damals in Nevada gewesen sei. Die Steuerbehörde wies das Begehren bislang jedoch zurück, da man Beweise habe, dass Tyson zu dieser Zeit ein Bürger von Ohio gewesen sei. Am 25. September soll es zu diesem Vorgang eine Anhörung geben.

Fres Oquendo
Fres Oquendo aus den USA plant offenbar sein Comeback gemeinsam mit Promoter Don King. Der 29-Jährige war vor seiner ersten Niederlage im Profiboxsport gegen David Tua aus Neuseeland im April auf dem Weg zu einem WM-Kampf.
Gegner für den ersten Fight nach seiner Niederlage soll der Lateinamerika-Titelträger des Verbandes WBA, George Arias aus Brasilien, sein, der 31 von 35 Kämpfen in seiner Karriere gewann. Über den Veranstaltungsort und das genaue Datum für Oquendos Rückkehr in den Ring wurde noch nichts bekannt.
Der Boxer aus Chicago steht derzeit bei der IBF und dem WBC auf Platz sieben, bei der WBO auf Rang acht der Weltrangliste.
Danny Williams
Danny Williams (Weltranglistenplätze: sechs WBO, neun WBA und zehn WBC) aus Großbritannien hat seinen Landsmann Keith Long im Kampf um die Commonwealth und Britische Meisterschaft besiegt. Der 29-Jährige verbesserte mit seinem klaren Punktsieg (117 zu 111) über zwölf Runden seinen Kampfrekord auf 27 Siege bei einer Niederlage.
Williams hatte vor kurzem seinen Promotervertrag bei Don King gekündigt und wird jetzt vom Unternehmen des WBC-Champions Lennox Lewis (Lion Promotions) betreut. Wie Oquendo musste der Britische Meister im Schwergewicht auch schon eine Niederlage in seiner Karriere einstecken: Im Jahre 1999 war es dessen Landsmann und früherer Gegner von Axel Schulz, Julius Francis, der ihn nach zwölf Runden bezwang.
Julius Francis
Dass genau dieser Francis mit seinen mittlerweile 37 Jahren noch längst nicht zum alten Eisen gehört, zeigte er am vergangenen Wochenende in Dänemark. Denn mit seinem überzeugenden K.o.-Sieg in Runde sieben gegen die junge, in 17 Kämpfen zuvor ungeschlagene, dänische Schwergewichtshoffnung, Steffen Nielsen, überraschte er nicht nur die dänische Boxsport-Fachwelt.
Francis hatte nach seinem verlorenen Kampf gegen Axel Schulz im Jahre 1998 empfindliche Niederlagen durch technischen K.o. in der zweiten Runde gegen Vitali Klitschko (1998) und gegen Mike Tyson (2000) hinnehmen müssen.
Michael Sprott
Wie Francis dürfte den deutschen Boxsportfans auch Michael Sprott aus Großbritannien nicht ganz unbekannt sein: Sprott ist der einzige Boxer, der neben Vitali Klitschko Timo Hoffmann aus dem Sauerland-Team eine Niederlage beibringen konnte. Sprott bezwang im Rahmen der Britischen Schwergewichtsmeisterschaft zwischen Williams und Long seinen Kontrahenten Derek McCafferty über acht Runden nach Punkten und schraubte seinen Kampfrekord auf 19 Siege bei fünf Niederlagen.
David Starie
Nicht im Schwergewicht aber in der "Gewichtsklasse der Deutschen", wie sie Jean-Marcel Nartz einmal trefflich nannte, ist Super-Mittelgewichtler David Starie zuhause. Der 28-jährige Brite belegt Platz drei in der Weltrangliste des WBC und der WBA und boxte ebenfalls im Rahmen der Britischen Schwergewichtsmeisterschaft.
Gegner war der erst einen Tag zuvor für einen verletzten Boxer eingesprungene, 37 Jahre alte, Ojay Abrahams, der eigentlich im Halb-Mittelgewicht kämpft. Das ungleiche Duell endete zu Gunsten von Starie durch technischen K.o. in der vierten Runde.