Deutsch English
26.03.2017
Top-Thema

Ergebnisse Potsdam

Alle Resultate vom 25. März aus der MBS Arena im Überblick

Wiegen in Potsdam

Vor Super-Mittelgewichts-WM am Samstag: Zeuge und Ekpo im im Limit!

Top-Video
Video ansehen

 

 

NEWS
Samstag, 2008-01-26

Neuzugänge bei Sauerland

Dustin Dirks und Jürgen Doberstein bestreiten ihr Profidebüt

Mit dem 18-jährigen Halbschwergewichtler Dustin Dirks und Super-Mittelgewichtler Jürgen Doberstein werden sich gleich zwei deutsche Neu-Profis am 26. Januar im Berliner Tempodrom präsentieren.

Die Neuen im Team: Dustin Dirks und Jürgen Doberstein (Fotos: SE)
Nach der erfolgreichen Ära des früheren IBF-Weltmeisters Henry Maske war das Halbschwergewicht in Deutschland eher eine Gewichtsklasse, die nicht gerade mit ambitionierten Kämpfern überflutet war. Doch mit Dustin Dirks macht sich jetzt ein erfolgshungriger Boxer auf, in die Fußstapfen des früheren Champions zu treten.
Erst im Alter von 15 Jahren fand er den Weg zum Boxen. Beim Boxring Eintracht Berlin bestritt er 33 Kämpfe. Sein größter Erfolg war der Gewinn der Internationalen Deutschen Meisterschaft der Junioren im Jahr 2006. "Ich bin ein Boxer, der von seiner Schlagkraft lebt. Beim olympischen Boxen zählte eher die Schnelligkeit", erzählt Dirks.
Deshalb war für ihn früh klar, dass er versuchen würde, sein Glück im Profilager zu finden. "Auf der einen Seite ist jetzt wichtig, dass ich meine Kämpfe gewinne. Doch ich möchte den Zuschauern attraktiven Sport zeigen. Es würde mich freuen, wenn meine offensive Art beim Publikum ankommt", beschreibt der junge Halbschwergewichtler seine Pläne.
Die Rechnung könnte aufgehen. Denn Trainer Otto Ramin hat aus dem früher manchmal etwas eckig wirkenden Stil seines Schützlings einen anständigen Boxer geformt. "Vor allem die Deckung hat sich erheblich verbessert. Trotzdem gibt es in diesem Bereich noch eine Menge zu tun", sagt Dirks selbstkritisch.
Das Boxen hatte es dem Deutschen sofort angetan. "Bei einer sportlich fairen Auseinandersetzung zu zeigen, dass man der Bessere ist, fand ich faszinierend", begründet er seine Motivation für den Sport. Zukünftig will der Halbschwergewichtler mit seinem Ehrgeiz auch bei den Profis glänzen und natürlich mit Siegen für Furore sorgen.
Einen erfolgreichen Werdegang strebt auch der 18-jährige Jürgen Doberstein an. Mit zehn Jahren besuchte er erstmals ein Boxtraining. "Meine Brüder und ich wurden angesprochen, ob wir nicht mal vorbeischauen wollten. Meine zwei Brüder waren gleich begeistert, ich nicht", blickt er zurück.
"Nach ein paar Tagen verlies mich zunächst die Lust. Doch zwei Wochen später merkte ich, dass ich etwas vermisse. Ich fing wieder an", erinnert sich der Super-Mittelgewichtler. Beim BC 21 Neunkirchen brachte er es dann dreimal zum Südwestmeister und wurde im Jahr 2005 Deutscher Vizemeister der Kadetten.
Bevor er Berufsboxer wurde, wechselte er zum Boxring Eintracht Berlin. "Als Profi hat man das Ziel, später Weltmeister zu werden. Doch in den ersten Kämpfen wird es erst einmal darum gehen, zu gewinnen", ist Doberstein Realist. Seine zwei älteren Brüder haben inzwischen die Boxhandschuhe an den Nagel gehängt.
Doch ihn selbst hat die Leidenschaft für den Boxsport endgültig gepackt. "Einen Kampf zu gewinnen, ist ein unglaubliches Glücksgefühl", erzählt der ansonsten eher ruhig und zurückhaltend wirkende Super-Mittelgewichtler. Dennoch hat er hervorragende Perspektiven. "Mit meiner Schnelligkeit kann ich auch im Profilager glänzen", glaubt er.
Doberstein beschäftigt sich auch in der Freizeit mit seinem Sport. "Ich greife ab und zu mal zu einem Boxbuch. Außerdem schaue ich mir gerne Kämpfe von namhaften Boxern an", berichtet er. Im Moment ist er von den Erfolgen dieser Boxgrößen zwar noch ein weites Stück entfernt, doch wer ihn kennt, der weiß, dass sich das schnell ändern soll.