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30.03.2017
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Montag, 2006-09-25

Neues von Arthur

OP geglückt – schon bald leichtes Training

Abraham geht es besser

Arthur Abraham mit gebrochenem Kiefer

Das Sprechen fiel Arthur Abraham am Montag zwar noch schwer, ein wenig ungelenk klangen seine Worte noch, aber eines brachte er aber wie selbstverständlich heraus. "Wenn der Kieferbruch nicht gewesen wäre, hätte ich Miranda in der sechsten Runde besiegt", sagte Arthur Abraham im Evangelischen Krankenhaus Siegen. "Ich habe gleich gemerkt, dass er zu schlagen ist." Das war der gebürtige Kolumbianer, der im Vorfeld mit verbalen Attacken nicht sparte, zwar letztlich auch - für den alten und neuen Titelträger sollte es allerdings der schmerzhafteste Kampf seines Lebens werden. Mit einem gebrochenen Kiefer wurde "King Arthur" in die Klinik gefahren und kam dort sofort in den OP.
Noch in der Nacht machten sich die Chirurgen an die Arbeit und setzten dem Helden von Wetzlar eine Titanplatte ein. Alles verlief bestens, und so konnte Arthur Abraham die Intensivstation bereits am Sonntag verlassen und ein normales Zimmer beziehen.
Inzwischen geht es ihm schon bedeutend besser. Drei oder vier Tage wird er noch im Krankenhaus zur Ruhe und Beobachtung verbringen müssen – dann geht es zurück nach Berlin. "Am liebsten würde ich ja nächste Woche nach Chicago fliegen, um Nikolai Valuev anzufeuern", sagte er.
Gleich am Morgen nach dem Kampf bekam Arthur Abraham Besuch: Manager Wilfried Sauerland, Coach Ulli Wegner, Geschäftsführer Chris Meyer und Sportdirektor Hagen Doering erkundigten sich nach dem Befinden des Champions. Und Wilfried Sauerland gab sich sehr zuversichtlich. "Ich denke, dass Arthur in drei oder vier Wochen wieder mit leichtem Fitnesstraining anfangen kann. Und in drei Monaten wird er sicherlich so weit sein, dass er mit gezieltem Boxtraining beginnt."

Das Blut war nicht zu stoppen

Doch vorerst braucht der IBF-Weltmeister im Mittelgewicht vor allem Ruhe. "Ich freue mich zwar, dass mir so viele Fans zu meinem Sieg gratulieren möchten", sagt Abraham. "Aber das Sprechen fällt mir so kurz nach dem Kampf eben doch noch ein wenig schwer." Sein Handy steht seit der Schlacht von Wetzlar kaum noch still, und wenn er aus dem Fenster schaut, kann er sehen, welches Medieninteresse sein grandioser Sieg mit sich gebracht hat. TV-Teams und Fotografen belagern das Krankenhaus und warten auf den Champion, der die Klinik schon in diesen Tagen verlassen wird.