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Dienstag, 2002-09-24

Mundine und Jones?

Das Geheimnis, warum Roy Jones so viel über Sven Ottke wusste, scheint immer noch nicht gelüftet

Erstaunlich gut informiert über Sven Ottke, dem IBF-Champion im Super-Mittelgewicht, präsentierte sich der 33-jährige, uneingeschränkte Weltmeister im Halbschwergewicht, Roy Jones aus den USA, bei einem Aufenthalt in Australien. Er weilte am Ring, als Danny Green am 19. April in seiner Heimatstadt Sydney den vakanten Panpazifischen Titel der IBF im Super-Mittelgewicht gegen seinen Landsmann Paul Smallman gewann. Nach dem Kampf gab er Green Ratschläge, wie er Ottke schlagen könne, sollte es zum Duell mit dem Weltmeister kommen.
Das Geheimnis, warum sich der Weltmeister im Halbschwergewicht der Verbände IBF, WBC und WBA bestens mit dem 34-jährigen Ottke auskannte, scheint immer noch nicht gelüftet. Wie allerdings der Australier Anthony Mundine auf seiner offiziellen Homepage schreibt, traf er Jones im Rahmen des Kampfes von "Pretty Boy" Floyd Mayweather einen Tag später am 20. April in Las Vegas. Dieser besiegte an diesem Abend den Mexikaner Jose Luis Castillo im WM-Kampf um den WBC-Leichtgewichtstitel nach Punkten.
Am Rande des Kampfes sprach Mundine, der im Dezember des vergangenen Jahres Sven Ottke durch einen eindrucksvollen K.o. in der 10. Runde unterlag, mit dem in Pensacola lebenden Jones. "Ich erhielt die Möglichkeit, Roy Jones zu treffen und einige Stunden lang über die unterschiedlichsten Sachen mit ihm zu sprechen. Ich und mein Team haben ein Abkommen mit Roy Jones geschlossen und wir werden nach meinem nächsten Fight gemeinsam Training machen", verkündete der australische Super-Mittelgewichtler auf seiner Internetseite.
Ein ähnliches Angebot unterbreitete der Amerikaner einen Tag zuvor auch dem Landsmann von Mundine, Danny Green. Jones bot dem Boxprofi aus Sydney ein 14-tägiges Sparringstraining an. "Nach einem zweiwöchigem Sparring mit mir, wette ich darauf, dass Danny Green Sven Ottke schlagen wird. Ich weiß, dass Danny ein hungriger Boxer ist, deshalb mag ich ihn. Er ist sehr bestrebt, zu lernen. Ich möchte ihn in die USA bringen und ihm ein paar Dinge beibringen. Er ist ein guter Puncher, aber er muss lernen, wie er diese Kraft nutzen kann", sagte Jones.
Der nächste Kampf des 26-Jährigen Anthony Mundine findet am 3. Juni statt. Dann trifft der Schützling von Vater und Trainer Tony Mundine im EG Whitlam Centre in Liverpool auf Darren Obah, der ebenfalls in Australien beheimatet ist. Derzeit belegt Obah in der aktuellen WBA-Weltrangliste im Mittelgewicht Position 8. In seinem Kampfrekord stehen bisher 19 Siege (davon 12 durch K.o) und 3 Niederlagen. Seinen letzten Kampf bestritt der mittlerweile 38-Jährige im Juni des vergangenen Jahres gegen den Neuseeländer Jason Rarere, den er im Kampf um die IBF-Panpazifische Meisterschaft im Mittelgewicht besiegte.
"Nachdem ich mit Roy gesprochen habe, bin ich überzeugter denn je, dass ich einen Weltmeistertitel gewinnen werde. Mein Ziel ist es, den Kampf gegen Obah zu gewinnen. Danach werde ich noch zwei oder drei Kämpfe bestreiten und werde versuchen, gegen Byron Mitchell um den WBA-Titel zu boxen", schrieb Mundine weiter auf seiner Homepage.
Warum sich allerdings Roy Jones so sehr mit dem Super-Mittelgewicht und vor allem mit dem IBF-Weltmeister Sven Ottke beschäftigt, ist weiter ungewiss. Fest steht jedenfalls, dass der in Berlin geborene Titelverteidiger am 1. Juni wieder in den Ring steigt, um seinen WM-Gürtel zum 14. Mal gegen Thomas Tate aus den USA zu verteidigen. Roy Jones hingegen will seinen nächsten Kampf gegen den Briten Clinton Woods bestreiten. Der genaue Termin steht allerdings noch nicht fest.