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Freitag, 2002-05-31

Mundine auf Abwegen?

Der frühere Gegner im WM-Kampf gegen Sven Ottke, Anthony Mundine, bietet seinem ehemaligen Rugbyverein seine Unterstützung an

Die Fans des australischen Rugbyvereins St. George Illawarra Dragons können sich freuen. Denn ihr früherer Starspieler, der Super-Mittelgewichtsboxer Anthony Mundine, der im Dezember des vergangenen Jahres gegen Sven Ottke im WM-Kampf der IBF in der zehnten Runde durch K.o. unterlag, könnte kurz vor einem Comeback bei seinem früheren Rugbyclub stehen.
"Ich möchte, dass ihr alle wisst, wenn der Club mich ruft, würde ich zurückkommen. Das Geld ist dabei nicht der Motivationsfaktor, ich würde sogar umsonst spielen. Die Dragons haben eine Menge erfahrener Spieler im vergangenen Jahr verloren und ich würde gerne die Gelegenheit wahrnehmen, diese jungen Burschen zu beflügeln", sagte Mundine in der vergangenen Woche auf seiner Homepage.
Der Rugbyclub erklärte allerdings, dass keine offiziellen Gespräche jedwelcher Art mit Mundine geführt würden. "Ohne über seine Absichten vorschnell zu urteilen, möchten wir dennoch unsere Zweifel über die Machbarkeit ausdrücken, dass er hinsichtlich seines Engagements im Boxsport in der Rugby Liga spielen kann. Wir freuen uns, dass Anthony den Klub unterstützt", war einer offiziellen Stellungnahme der St. George Illawarra Dragons zu entnehmen.
Ob der Australier die Boxhandschuhe mit einem Comeback im Rugbysport bald an den Nagel hängen möchte, war auf seiner Website nicht zu erfahren. Ursprünglich wollte sich Mundine für einen Kampf gegen den Weltmeister des Verbandes WBA, Byron Mitchell aus den USA, bis zum Ende des Jahres qualifizieren. Dieses Ziel scheint der 27-Jährige auch weiterhin zu verfolgen. Denn am 3. Juni trifft der Schützling von Vater und Trainer Tony Mundine in Liverpool auf Darren Obah, der ebenfalls in Australien beheimatet ist. Derzeit belegt Obah in der WBA-Weltrangliste im Mittelgewicht Position acht. Für den Fight gegen Mundine wechselt der 38-Jährige in die höhere Gewichtsklasse.
Zahlreiche Fans der "Dragons" begrüßten das Angebot ihres früheren Spielers, zumal der Traditionsverein momentan nur auf Platz acht der australischen Liga platziert ist. Der Vorschlag Mundines scheint beim Rugby-Club auf jeden Fall etwas bewirkt zu haben. Denn die beiden Spiele nach der Ankündigung ihres früheren Teammitgliedes haben die "Dragons" gewonnen und sich vom Tabellenende etwas absetzen können.