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Sonntag, 2002-01-27

Mosley verliert Titel

In einem spektakulären Kampf hat "Sugar" Shane Mosley gegen Vernon Forrest seinen WM-Titel verloren

Vernon Forrest hat den WM-Kampf um den WBC-Titel im Weltergewicht gegen seinen US-Landsmann Shane Mosley in New York klar gewonnnen. Die Punktrichter entschieden den Kampf im Madison Square Garden nach zwölf Runden eindeutig und einstimmig mit 115-110, 117-108 und 118-108.
Mosley galt zuvor bei vielen Experten als bester Boxer der Welt. Der Ex-Champ musste damit die erste Niederlage im 39. Kampf seiner Profiboxkarriere einstecken und erstmals in einem Kampf zu Boden gehen. "The Viper" Forrest bleibt nach seinem 35. Fight weiter ungeschlagen.
Vor fast zehn Jahren brachte Forrest Mosley seine letzte Niederlage im Halbfinale der US-Auscheidungen für die Olympischen Spiele in Barcelona bei. Und das erneute Duell - nun im Profilager - sollte von Beginn an kein guter Kampf für "Sugar" Shane Mosley werden.
Nach einem unabsichtlichen Kopfstoß in der zweiten Runde erlitt er einen Cut am Haaransatz. "Der Kopfstoß hat mich nur wenig irritiert. Ich war zwar ganz schön verletzt worden, aber nicht so schlimm, dass ich nichts mehr hätte sehen können", sagte Mosley nach dem Kampf.
Forrest landete in der selben Runde eine gewaltige links-rechts Kombination nach der Mosley zu Boden ging und dieser danach große Probleme hatte. "Sugar" konnte aufstehen und wankte im Ring und versuchte weiter zu machen. Am Ende der zweiten Runde konnte Forrest einen weiteren Niederschlag gegen seinen Gegner verbuchen.
"Ich versuchte den Kampf zu beenden und ich habe ihn mit einem tollen Schlag erwischt, aber er ist sehr stark. Ich war überrascht, dass er sich davon erholen konnte", sagte Forrest zu seinen gelungenen Aktionen in Runde zwei.
Die 31-Jährige "Viper" ließ den 30-jährigen Mosley nie zu seinen Rhythmus kommen, denn jedesmal wenn "Sugar" versuchte anzugreifen, schlug Forrest zurück oder umklammerte ihn.
In Runde zehn war der Kampf kurz vor dem Abbruch, als Mosley nach einer Rechten seinen Mundschutz verlor und Forrest ihn im Anschluss mit harten Körpertreffern attackierte, doch der Ringrichter trennte die beiden Kämpfer, um den Mundschutz wieder einzusetzten.
"Ich möchte einen Rückkampf, ich habe falsch gegen ihn geboxt. Ich hätte wahrscheinlich besser gegen ihn boxen sollen, anstatt mich mit ihm zu schlagen. Es ist wirklich eine Ironie des Schicksals, dass er derjenige ist, der mich auch beim letzten Mal geschlagen hat", sagte Mosley.
Einem möglichen Rückkampf scheint auch der neue Champion nicht unbedingt abgeneigt. "Er gab mir die Chance und ich bin ein Gentleman. Daher werde ich ihm zu jeder Zeit, zu der er einen Rückkampf möchte, einen gewähren", sagte Forrest.
Mit großem Selbstvertrauen äußerte sich der frisch gekrönte Champion zu seiner neuen Rolle im Boxsport: "Von Shane Mosley glaubte man, er sei der beste Boxer in diesem Sport. Man nannte ihn den Michael Jordan des Boxens, und ich habe ihn geschlagen. Bin ich jetzt Michel Jordan?"