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Dienstag, 2002-07-23

"Mosley schreiendes Baby"

Verbale Entgleisungen von Vernon Forrest vor seinem Rückkampf gegen Shane Mosley am 20. Juli

Wie im Profiboxsport fast schon üblich, finden vor großen Kämpfen die Gefechte der Worte statt. So ist es auch vor dem Rückkampf zwischen Vernon Forrest und "Sugar" Shane Mosley, die am 20. Juli um die Weltmeisterschaft des WBC im Weltergewicht antreten. Das erste Duell der beiden damals ungeschlagenen Amerikaner ging eindeutig an Forrest. Dabei blieb ein bitterer Beigeschmack des Sieges, da Mosley eine Woche nach dem Kampf einen absichtlichen Kopfstoß in der zweiten Runde für die Niederlage verantwortlich machte. Der 30-Jährige erlitt dabei einen Cut und ging kurz danach nach Treffern seines Gegners erstmals in seiner Karriere zu Boden. Forrest gewann das Duell nach zwölf Runden einstimmig nach Punkten.

"Direkt nach dem Kampf habe ich durch die Art und Weise, wie er sich verhielt, Respekt vor ihm gewonnen. Ich dachte er sei wirklich gereift und er war jemand, den ich bewunderte. Dann eine Woche später machte er den Kopfstoß und einen Tiefschlag für die Niederlage verantwortlich. Und nach all dem ist mein Respekt verlorengegangen", sagte Forrest.

Lächerlich seien die Vorwürfe Mosleys, der Kopfstoß sei absichtlich gewesen, so der 31-jährige Weltmeister. "Er war der Champion, ich war der Herausforderer. Wenn der Kampf abgebrochen worden wäre, hätte er den Titel behalten und ich hätte mit leeren Händen dortgestanden. Es gab keine Garantie, dass er noch einmal gegen mich boxen würde und all meine Träume wären zerplatzt. Welchen Sinn hätte es für mich also gemacht, ihn absichtlich mit dem Kopf zu stoßen und zu riskieren, alles zu verlieren", fragte Forrest in die Runde der gebannt lauschenden Medienvertreter am Donnerstag.
Der Respekt vor seinem Kontrahenten hat sich in Hohn und Spott verwandelt. Die Äußerungen Mosleys hätten nur bestätigt, was er schon immer über ihn dachte, nämlich dass dieser ein in Windeln gepacktes schreiendes Baby sei. Und dann setzte Forrest noch zu einem weiteren verbalen Tiefschlag an: "Er sagte, er habe eine Gehirnerschütterung davongetragen. Aber ich glaube, es war schlimmer als das. Ich glaube, es war ein Dachschaden, denn er leidet momentan unter einer Wahnvorstellung... der Kopfstoß war offensichtlich ein Unfall."

Für die Boxsportfans bleibt zu hoffen, dass die Entgleisungen von Forrest keine Fortsetzung im Ring finden und der Sieger des Kampfes am Samstag im Conseco Fieldhouse in Indianapolis aus einem fairem sportlichen Wettbewerb hervorgeht - und zwar ohne Entschuldigungs- und Ausfluchtmöglichkeiten offen zu lassen.